Fr., 15.03.2019

2. Handball-Bundesliga: Der TuS N-Lübbecke trifft im Spiel eins nach Aaron Ziercke am Samstag auf den HSV Handball Hamburg. Trotzreaktion erwartet

Kenji Hövels im Anflug. Der Lübbecker Regisseur wird das TuS-Spiel gegen die 6:0-Abwehr der Hamburger schnell machen müssen.

Kenji Hövels im Anflug. Der Lübbecker Regisseur wird das TuS-Spiel gegen die 6:0-Abwehr der Hamburger schnell machen müssen. Foto: Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Spiel eins nach Aaron Ziercke . Für Akteure, Interimstrainer, Funktionäre, aber auch die Fans ein ganz neues Gefühl. Gemeinsam hofft man im Lager von Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke vor dem Gastspiel des HSV Handball Hamburg am Samstag (19 Uhr, Merkur-Arena) darauf, dass sich das Sprichwort von den neuen Besen, die gut kehren, bewahrheiten wird.

Sie sitzen nicht zum ersten Mal auf der Lübbecker Bank, allerdings erstmals in der Verantwortung: Nikola Blazicko und Hans-Georg »Schorse« Borgmann . Beide legen Wert darauf, dass sie die Arbeit von ihrem »Freund Aaron« (Blazicko) übernommen haben und nun gemeinsam fortführen. Probleme sehen sie dabei nicht, ebenso wenig beim Blick auf die Mannschaft. »Es ist ja nicht so, dass wir uns erst noch kennenlernen müssen«, gibt sich Nikola Blazicko locker. »Beide Seiten wissen genau, mit wem sie es zu tun haben.« Terminiert ist das Engagement der bisherigen Co-Trainer nicht. Noch nicht. Es ist zunächst auf diese Woche ausgerichtet. »Nach dem Spiel setzen wir uns zusammen und werden das weitere Vorgehen besprechen«, so der ehemalige Torhüter.

Eine dynamische Woche

Hinter ihnen, aber auch den Spielern »liegt eine ziemlich dynamische Woche«, umschreibt Blazicko die letzten Tage. »Das Geschehene muss man erst mal im Kopf verarbeiten. Das ist für alle Beteiligten nicht leicht.« Der Blick müsse jedoch sofort nach vorn gehen. »Im Profisport passieren diese Dinge nun mal. Danach geht es sofort weiter. Ich bin mir aber sicher, dass die Jungs eine Reaktion zeigen wird.« Eine gute, hoffen alle beim TuS N-Lübbecke. Auch Nikola Blazicko macht keinen Hehl daraus, dass die Saison nicht so verlief, wie es sich alle vorgestellt hatten. »Die Leute hier in Lübbecke sind es nun mal gewohnt, dass auf einen Abstieg der direkte Wiederaufstieg folgt. Das ist ja schon dreimal passiert – und sollte auch diesmal wieder gelingen. Das zumindest war das erklärte Ziel.«

Wiedersehen mit Lackovic

Von dem sind die Lübbecker Handballer derzeit aber meilenweit entfernt. In Sachen Leistung noch weiter, als beim Blick auf die acht Punkte, die man hinter den zweitplatzierten Coburgern liegt. Das weiß auch das Umfeld, nimmt es, wenn auch zähneknirschend, hin. Kapitän Jens Bechtloff, der wie auch Jan-Eric Speckmann weiter fehlen wird, blickt indes nicht mehr zurück. »Entscheidungen sind gefallen, sind unumstößlich. Dazu müssen wir jetzt nichts mehr sagen. Wir schauen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt. Natürlich wird sich jeder Spieler hinterfragen müssen, ob er immer alles für den Erfolg gegeben hat. Doch wichtig wird jetzt sein, dass wir in Ruhe arbeiten können.« Dazu zähle natürlich auch, am Samstag ein gutes Spiel auf die Platte zu bringen. »Das ist derzeit das einzige, auf das wir schauen. Was dann kommt, wird man erst danach sehen.«

Den HSV Handball Hamburg, der nach seinem Zwangsabstieg aus der 1. Liga einen Neuanfang unternahm und sich inzwischen wieder in die 2. Bundesliga hochgearbeitet hat, sieht Coach Blazicko als junges Team, das viel Tempo mache. »Sie verfügen aber auch über ausreichend Erfahrung, gerade durch Blazenko Lackovic.« Mit dem heute 38-Jährigen spielte Blazicko noch gemeinsam in der kroatischen Nationalmannschaft. Beide wurden 2005 Vize-Weltmeister. »Er stabilisiert die Abwehr des HSV«, berichtet der TuS-Trainer, der die Hamburger aber insbesondere daheim als stark ansieht. Auswärts gelangen bislang drei Siege – bei direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Bei dieser Ausbeute soll es aus Lübbecker Sicht am Samstag bleiben.

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