So., 24.03.2019

2. Handball-Bundesliga: Der TuS N-Lübbecke muss nach einer sicheren 20:15-Führung beim 24:23 noch mal zittern. Er rettet aber einen 27:25-Auswärtssieg beim HC Elbflorenz über die Zeit Endlich mal Ruhe bewahrt

Der Kapitän war wieder an Bord – und mit sechs Treffern beim HC Elbflorenz gleich wieder bester Schütze: Jens Bechtloff.

Der Kapitän war wieder an Bord – und mit sechs Treffern beim HC Elbflorenz gleich wieder bester Schütze: Jens Bechtloff. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Dresden/Lübbecke  (WB). Es war zwar nicht die einfachste Geburt, aber sie sorgte am Ende doch etwas für Erleichterung. Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke lieferte in Dresden einen Auftritt mit achtbaren Höhen und unübersehbaren Tiefen ab, kam bei einem zurecht im Abstiegskampf steckenden HC Elbflorenz 2006 trotz personeller Probleme aber zu einem erleichternden 27:25 (12:11)-Erfolg.

Neben Kenji Hövels und Jan-Eric Speckmann mussten die Interimstrainern Nikola Blazicko und Hans-Georg »Schorse« Borgmann in der sächsischen Landeshauptstadt auch auf Marian Orlowski verzichten. Der Versuch, ihn rechtzeitig für das Spiel fit zu bekommen, scheiterte. Dagegen konnte der unter der Woche krankgeschriebene Dener Jaanimaa mitwirken. Dafür stieß Nenad Nedeljkovic nach seinem Einsatz am Samstag in der TuS-Reserve noch zum Zweitligateam.

Nach 19 Minuten mit 3:8 hintengelegen

Der Start verlief vielversprechend, denn die beiden Linkshänder Jo-Gerrit Genz und Peter Strosack sorgten gleich für eine 2:0-Führung. Danach aber passierte aus Lübbecker Sicht in den folgenden 13 Minuten bis auf einen Treffer des ins Team zurückgekehrten Kapitäns Jens Bechtloff nichts Positives mehr. Dafür aber eine Menge Negatives. Bis zur 19. Minute erlaubten sich die Lübbecker sage und schreibe elf Ballverluste – sechs Fahrkarten und fünf technische Fehler. Nichts lief, und so sagten die Hausherren brav »Danke«, als sie den Spieß zum zwischenzeitlichen 8:3 umdrehen durften.

Was dann passierte, war ein Glücksfall für die Gäste, den HC-Trainer Christian Pöhler wechselte in seinem Team so wild durch, dass das komplett den Faden und seine Linie verlor. Dieses Geschenk wiederum nahm der TuS dankend an, holte sich gegen die sich ständig verändernde Elbflorenz-Formation hinten die nötige Sicherheit und durfte sich vorn über einen gut treffenden Valentin Spohn freuen. Sechs Minuten nach dem deutlichen Rückstand markierte Peter Strosack beim 9:9 den Ausgleich. Lübbecke war wieder im Spiel – und ging sogar mit knapper Führung in die Pause.

Aus der kamen die Gäste sehr konzentriert. Die Abwehr arbeitete gut und vorn spielte man konzentriert, so dass nach dem 14:11 und 18:14 beim 20:15 ein Fünf-Tore-Polster die logische Folge war. Der TuS wäre aber nicht der TuS, wenn er den Gegner nicht wieder aufbauen würde. Allen voran Dener Jaanimaa, der sich unmögliche Abschlüsse nahm, seine Nebenleute ansteckte und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass der ausrechenbare Hausherr beim 23:24 wieder von etwas Zählbarem träumen durfte. Nur gut, dass man in der Folge nicht den Kopf verlor, nachlegte, den Gegner zu schnellen Abschlüssen zwang und den Sack zumachte.

Das TuS-Telegramm

HC Elbflorenz Dresden : Huhnstock (13 Paraden), Halfmann (28.-30.); Pulay, Dierberg (6), Gugisch (3), Buschmann, Di Santis (3), Flödl (1), Kretschmer (2/2), Hoffmann (1), Gress (1), Quade (5), Becvar, Kammlodt, Kasal (3)

TuS N-Lübbecke : Tatai (13 P.), Birlehm (2/2 P.); Genz (1), Bechtloff (6/1), Gierak (5), Spohn (5), Walczak, Strosack (4/1), Schade (1), Bagaric (2), Nedeljkovic, Jaanimaa (3), Rakovic

Schiedsrichter : Matthias und Sebastian Klinke

Zuschauer : 2.348

Torfolge : 0:2, 4:2 (11.), 4:3, 8:3 (19.), 8:7 (24.), 9:7, 9:9, 10:9, 10:11, 11:11, 11:12 – 11:14, 12:14, 12:15, 13:15, 13:16, 14:16, 14:18, 15:18, 15:20 (39.), 17:20, 17:21, 18:21, 18:22, 19:22, 19:23, 21:23 (50.), 21:24, 23:24), 23:27 (57.), 24:27, 25:27

Siebenmeter : 4/2 : 3/2 (Hretschmer und Dierberg scheitern an Birlehm – Strosack an Huhnstock)

Strafminuten : 10 : 6 (Hoffmann 3x und rot, Dierberg, Di Santis – Walczak, Bagaric, Gierak)

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