Do., 28.03.2019

2. Handball-Bundesliga: Gegen den TV Großwallstadt kam der TuS N-Lübbecke erst zu 13 Siegen. In der Merkur-Arena will man die Fans versöhnen Die Bilanz auffrischen

Nach seiner Verletzung im Bereich der Kniekehle ist Marian Orlowski am Dienstag wieder ins Training beim TuS N-Lübbecke eingestiegen.

Nach seiner Verletzung im Bereich der Kniekehle ist Marian Orlowski am Dienstag wieder ins Training beim TuS N-Lübbecke eingestiegen. Foto: Krato

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Sie kennen sich gut, die beiden Vereine, standen sich in der Vergangenheit bereits 46mal gegenüber. Nur 13 dieser Duelle entschied der TuS N-Lübbecke dabei für sich. Das aktuelle Team des TV Großwallstadt ist aber nicht mehr mit dem vergangener Jahre zu vergleichen. Insofern sollte der heimische Zweitligist im heutigen Duell ab 19.30 Uhr in der Merkur-Arena seine bisherige Negativbilanz etwas aufbessern.

Wiedersehen mit Michael Spatz

Ein Wiedersehen wird es dabei mit einem Akteur auf Seiten der Mainfranken geben, gegen den Interimscoach Nikola Blazicko noch gespielt hat: Michael Spatz, inzwischen 36 Jahre alt, hat von seinem Können, das ihn auch kurzzeitig in die Nationalmannschaft führte, bislang nichts eingebüßt. Das beweist nicht nur die Tatsache, dass der Linkshänder in der zurückliegenden Saison noch für den TVB Stuttgart seine Handballschuhe in der 1. Bundesliga geschnürt hat, sondern der aktuelle Blick in die Torschützenliste der 2. Liga. Die führt Großwallstadts Rechtsaußen nämlich an. Er brachte es auf bislang 195 Tore. Drei von vier seiner Würfe müssen die gegnerischen Torhüter in der Regel aus dem eigenen Netz holen.

Nach dem 35:33-Erfolg im Hinspiel in der ruhmreichen Sporthalle in Elsenfeld, dem ersten Aufeinandertreffen der ehemaligen Erstligisten seit Juni 2013, als der TuS daheim mit 28:33 unterlag, erwartet nun auch im Rückspiel alle Welt ein souveränes Auftreten der Lübbecker, an dessen Ende ein weiterer Sieg steht. Vor dieser einseitigen Erwartungshaltung warnt allerdings Hans-Georg »Schorse« Borgmann. »Es gibt keine Selbstläufer für uns. Wir müssen jedem Gegner den entsprechenden Respekt entgegenbringen. Nach dem Sieg beim HC Elbflorenz gilt für uns, dass wir trotzdem schön auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Der Erfolg war nicht mehr, als ein kleiner Schritt nach vorn, der uns allen aber sehr gut getan hat.«

Hamburg darf sich nicht wiederholen

Zum Gegner selbst sagte Lübbeckes Interimstrainer nicht allzu viel. »Jeder Gegner wird uns genau studiert haben. Insbesondere unsere Vorstellung gegen Hamburg und die ersten Minuten in Dresden , als wir schnell mit 3:8 hinten lagen«, so Borgmann. »Das darf uns nicht noch mal mehr passieren.« Großwallstadt schätze er ähnlich ein, wie den HSV. »Die agieren aus einer offensiven 6:0-Abwehr heraus, wobei die beiden Innenblocker auch herausrücken. Ballgewinne versuchen sie dann über schnelles Umschalten per Gegenstoß in einfache Tore umzumünzen. Hier müssen wir einen guten Rückzug auf die Platte bringen. Unser Ziel muss es sein, Großwallstadt in den gebundenen Angriff zu bekommen. Da haben wir unsere Stärken und die ihre Probleme«, so »Schorse« Borgmann. Allerdings müssen man wach sein, denn der Gegner spiele vorne sehr lange, suche das Eins-gegen-Eins.

Personell gibt es inzwischen Entwarnung. Zwar fallen Kenji Hövels und Jan-Eric Speckmann weiterhin aus, dafür ist Marian Orlowski am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. »Zunächst nach seinen Problemen in der Kniekehle noch etwas vorsichtig. Ich denke, aber dass er am Freitag wieder voll dabei sein kann«, strahlt »Schorse« Borgmann Zuversicht aus. Zuversicht, die auch das Team haben und mit der passenden Vorstellung untermauern sollte.

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