Fr., 29.03.2019

2. Bundesliga: 27:23-Heimsieg gegen den TV Großwallstadt TuS N-Lübbecke gewinnt beim Felixson-Debüt

So jubelt ein Sieger: Lübbeckes Marian Orlowski zeigte eine starke Partie.

So jubelt ein Sieger: Lübbeckes Marian Orlowski zeigte eine starke Partie. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Gelungene Premiere: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat das erste Heimspiel unter der Leitung von Trainer Heidmar Felixson gewonnen. Gegen den TV Großwallstadt gelang ein glanzloses, aber umjubeltes 27:23 (14:11).

Heidmar Felixson atmete nach seinem ersten Erfolg als TuS-Trainer kräftig durch und grinste, klatschte dann mit seinen Spielern und zahlreichen Fans ab. Die hatten den ehemaligen Spieler bei der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte sofort wieder in ihr Herz geschlossen. »Heidi, Heidi«-Sprechchöre gab es von der Tribüne, nachdem auf dem Feld die »Humba« angestimmt worden war. »Ein großes Kompliment an das gesamte Team, weil es alle Rückschläge sehr gut weg gesteckt hat und sich als Einheit präsentiert hat. Über diesen Einstieg bin ich wirklich glücklich«, sagte Felixson.

Von seinem durchgängigen Stehplatz aus bekam der Isländer zunächst eine sehr zerfahrene Partie geboten. Offensiv taten sich die Lübbecker gegen die immer wieder herausrückende TVG-Abwehr sehr schwer. Immer wieder war der TuS-Rückraum zu ungenauen Abspielen gezwungen, technische Fehler waren die Folge. Auf der Gegenseite hinterließen die Gäste den besseren Eindruck, liefen mit viel Tempo auf die Deckung zu und suchten gekonnt die Abschlüsse. Die Folge war ein 3:6-Rückstand aus Lübbecker Sicht nach 13 Minuten.

Besserung mit Orlowski

Die TuS-Bank um Trainer Felixson musste handeln und bewies ein glückliches Händchen. Patryk Walczak übernahm am Kreis, Marian Orlowski als Mittelmann. Von da an hatte das Lübbecker Offensivspiel deutlich mehr Struktur und Zug zum Tor. Fünf Treffer in Folge zum 8:6 (19:9 waren die Belohnung für eine deutliche Leistungssteigerung. Hinzu kam, dass sich die Abwehr besser auf die TVG-Spielweise einstellte. Das änderte sich auch nicht durch eine personelle Umstellung. Marko Bagaric musste nach seiner zweiten Zeitstrafe (20.) erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Einfache Tore aus dem Positionsangriff gelangen den Gästen nun kaum noch, da auch Torhüter Joel Birlehm langsam zu Höchstform auflief – er kam schon in der ersten Hälfte auf acht Paraden. Nur durch Einzelaktionen ging Großwallstadt noch einmal beim 10:9 in Führung (26.), bis zur Pause übernahm dann aber der TuS das Kommando.

Vor allem Kapitän Jens Bechtloff, der bis dahin doppelt verworfen hatte, übernahm nun Verantwortung und ging voran. Das beste Beispiel: Der Treffer zum 13:10 war eine reine Willensleistung, mit der er mehrere Gegenspieler abschüttelte und dann noch gezielt einnetzte. Die Einstellung beim TuS stimmte also. Ärgerlich war nur der Gegentreffer per Kempa fünf Sekunden vor der Pausensirene.

Drei schwache Minuten

Den Drei-Tore-Vorsprung verwaltete der TuS souverän bis zum 18:15 in Minute 40. Dann folgten allerdings Minuten, wie sie in Lübbecke in dieser Saison schon häufig erlebt wurden. Plötzlich riss der rote Faden in der Offensive, mehrere Fehler schlichen sich. Beteiligt: wieder einmal der eingewechselte Dener Jaanimaa. Mit zwei Fehlpässen leitete der abwandernde Linkshänder zwei Gegenstöße der Gäste ein. Und als Marcel Engels, den der TuS nicht in den Griff bekam, auch noch aus der Distanz traf, war der Ausgleich beim 18:18 (43.) wieder hergestellt.

Die 1343 Zuschauer mussten sich bis in die Schlussphase hinein gedulden, ehe sich der TuS auf zwei Tore absetzen konnte. Die Vorlage schaffte Keeper Joel Birlehm mit einer glänzenden Doppel-Parade (53.). Im Angriff traf Marian Orlowski die Entscheidungen, traf selbst zum 22:21 (55.) und passte beim 23:21 (56.) perfekt zu Patryk Walczak an den Kreis. Als wenig später Jens Bechtloff per Siebenmeter das 25:22 (58.) nachlegte, war die Vorentscheidung gefallen.

TuS N-Lübbecke: Birlehm (14 Paraden), Tatai (ab 31. bis 46., 3 P.) – Genz (2), Walczak (3), Bechtloff (6/2), Gierak (1), Bagaric (1), Strosack (3/2), Rakovic, Spohn (4), Jaanimaa, Schade (1), Orlowski (6)

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