Fr., 05.04.2019

2. Handball-Bundesliga: 24:26 bei Tabellenführer Balingen-Weilstetten wird erst in der Schlussminute besiegelt TuS N-Lübbecke schnuppert am Punkt

In die Balinger Zange genommen: Lübbeckes Linkshänder Jo Gerrit Genz.

In die Balinger Zange genommen: Lübbeckes Linkshänder Jo Gerrit Genz. Foto: EIBNER/Tobias Baur

Von Marc Schmedtlevin

Balingen/Lübbecke (WB). Zu den Topteams der 2. Handball-Bundesliga zählt der TuS N-Lübbecke schon länger nicht mehr. Dass er mit diesen aber mithalten kann, stellte er aber am Freitagabend unter Beweis. Die 24:26 (10:13)-Niederlage beim Tabellenführer HBW Balingen-Weilstetten fiel bitter aus.

Die gute Stimmung, die Interimstrainer Heidmar Felixson und auch die Spieler in dieser Woche versprüht hatten, dürfte vorübergehend wieder vergangen sein. Doch Chancen zu einem besseren Resultat waren genügend vorhanden, zu viele davon blieben allerdings ungenutzt. Das Positive: Die Gäste zeigten nach zwischenzeitlich deutlichem Rückstand eine sehr gute Moral, schnupperten dadurch am Punkt.

In der Anfangsphase hielt der TuS noch bis zum 4:4 nach zehn Minuten mit. Probleme ergaben sich schon bis dahin und vor allem von da an in der Defensive. Dem Lübbecker Abwehrzentrum fehlte vollkommen der Zugriff. Die Balinger Rückraumspieler konnten nach Belieben agieren, suchten selbst den Abschluss oder setzten den treffsicheren Außenspieler Oddur Gretarsson ein. Die gastgebenden »Gallier von der Alb« setzten sich daher über 7:4 (13.) auf 11:8 (19.) ab. Vorne erspielten sich die Lübbecker genügend Möglichkeiten. Vor allem der Rückraum mit Mittelmann Marian Orlowski sowie Valentin Spohn und Jo Gerrit Genz auf den Halbpositionen strahlten genügend Gefahr aus. Schon in dieser Phase hinterließ HBW-Keeper Tomas Mrkva allerdings einen starken Eindruck.

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Wir sind hinten zu passiv, stehen alle auf einer Linie.

TuS-Trainer Heidmar Felixson

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Trainer Felixson waren die Probleme nicht entgangen, er nahm eine Auszeit. »Wir sind hinten zu passiv, stehen alle auf einer Linie. Wir müssen rausrücken und dann die Lücken schnell wieder schließen«, sagte der Isländer und schob hinterher: »Zehn Prozent mehr Mut und Leidenschaft.« Besser wurde es aber nicht, weil nun auch verstärkt vorne Möglichkeiten ausgelassen wurden. Besonders bitter: Nachdem in der Startphase schon Jens Bechtloff per Siebenmeter gescheitert war, verwarfen nun auch Peter Strosack und Lukasz Gierak vom Strich. Genau diese drei Treffer fehlten dem TuS zur Pause beim Stand von 10:13.

Nach dem Wechsel legte der TuS einen kompletten Fehlstart hin. Vorne häuften sich die Ungenauigkeiten, hinten kassierte man leichte Gegentore. Die Folge: Nach 36 Minuten führte Balingen mit 18:11. Die Entscheidung? Nein! Die Lübbecker schafften es plötzlich, den Schalter doch noch einmal umzulegen. Vor allem die Abwehr in Kombination mit Torhüter Peter Tatai steigerte sich enorm. Der Primus tat sich nun schwer, Treffer zu erzielen. Tor für Tor knabberte Lübbecke vom Rückstand ab. Spätestens beim 20:21 (51.) war wieder alles möglich.

Jaanimaa gleicht aus

Der Ausgleich gelang den Gästen dann beim 24:24 (58.). Torschütze, wie auch schon beim 23. Treffer, war ausgerechnet Dener Jaanimaa. Der Este präsentierte sich disziplinierter als in den Vorwochen, suchte allerdings auch nur selten den Abschluss. Der Jaanimaa-Doppelpack leitete eine intensive Schlusssequenz ein.

Balingen legte das 25:24 durch Jona Schoch vor (59.). Lübbecke wurde im folgenden Angriff ins drohende Zeitspiel gezwungen. Zwei Pässe blieben noch übrig, als Trainer Felixson eine letzte Auszeit nahm. Die angesagte Variante konnte sich sehen lassen. Per Kempa kam Spohn zum Abschluss, scheiterte aber am weiterhin starken Mrkva. Auch der Nachwurf von Bechtloff wurde zur Beute des Torhüters. Die Hoffnungen auf einen Punkt waren geplatzt.

TuS N-Lübbecke: Birlehm (1 Parade), Tatai (ab 17., 11/1 P.) – Genz (3), Walczak, Bechtloff (4), Gierak (2), Bagaric (2), Strosack (1), Rakovic (1), Nedeljkovic, Spohn (5), Jaanimaa (2), Schade, Orlowski (4/1)

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