Fr., 05.04.2019

Mats Grzesinski, Torhüter des TuS Nettelstedt und der JSG NSM-Nettelstedt, absolviert ein einwöchiges Probetraining beim FC Barcelona Mittagessen mit Messi

Mats Grzesinski (18) ist begehrt: Der Torhüter durfte beim FC Barcelona vorspielen und hat mehrere Angebote vorliegen.

Mats Grzesinski (18) ist begehrt: Der Torhüter durfte beim FC Barcelona vorspielen und hat mehrere Angebote vorliegen. Foto: Noah Wedel

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Auch Mats Grzesinski reiste im März dorthin – allerdings zum Handballspielen. Der 18-jährige Torhüter des TuS Nettelstedt und der JSG NSM-Nettelstedt durfte beim großen FC Barcelona eine Woche lang mittrainieren und sich für einen Vertrag empfehlen.

Mitten auf dem Hallenboden leuchtete das große Wappen des FC Barcelona, in den Farben des Klubs und der Region Katalonien. Ein bildlicher Beleg dafür, in welche sportlichen Dimensionen Mats Grzesinski kurzzeitig eintauchen durfte. »Barcelona ist eine ganz andere Welt«, sagt der 18-Jährige nach seiner Rückkehr in die Heimat. Den Ausflug werde er so schnell jedenfalls nicht vergessen: »Es war eine geile Erfahrung, ich hatte eine richtig schöne Zeit.«

Training mit Barcelona B

Im Oktober 2017 hatte sich Grzesinski erstmals beim FC Barcelona vorgestellt. Der Kontakt, der über seinen Torwarttrainer Martin Kussmann zustande gekommen war, riss seitdem nicht mehr ab. Nun war das Interesse der Spanier noch einmal konkreter geworden, der junge Torhüter wurde erneut eingeladen. »Ich sollte mir dort alles noch einmal genauer anschauen, habe eine ­Woche lang mit der zweiten Mannschaft, Barcelona B, alles mitgemacht«, sagt Grzesinski.

Das Training leitete Roi Sanchez, der in der Vergangenheit unter anderem die Jugend bei der TSV Hannover-Burgdorf betreut hatte. Neben den Einheiten bekam Grzesinski noch vieles mehr geboten. Eine Wohnung teilte er sich mit zwei 18-jährigen Handballkollegen, die Mahlzeiten wurden in La Masia, der großen Jugendakademie des Vereins, eingenommen. Dort lief er Größen wie dem mehrfachen Weltfußballer Lionel Messi über den Weg.

Sightseeing mit Klein

Die Zeit abseits des Hallenparketts verbrachte Grzesinski vor allem mit Jannek Klein. Der Deutsche hatte im vergangenen Jahr den Sprung von der SG Flensburg-Handewitt zum FC Barcelona B gewagt. »Es war wirklich schön, jemanden an der Seite zu haben – zumal ich alleine dorthin gereist war. Jannek hat mir einiges gezeigt, die Stadt oder auch das Stadion Camp Nou«, berichtet Grzesinski. Neben Klein spielt mit Juri Knorr ein weiterer Deutscher für die Katalanen. Dieser befand sich bei Grzesinskis Besuch allerdings gerade auf einem Lehrgang mit der Nationalmannschaft.

Mit Blick auf die kommende Saison hätte Grzesinski aus dem Duo durchaus ein deutsches Trio machen können. Ein Zwei-Jahres-Vertrag stand zunächst im Raum. Zustande kommen wird dieser allerdings nicht. »Die Verantwort­lichen in Barcelona haben mir mitgeteilt, dass das Paket nicht ganz passt, der Schritt wäre insgesamt doch ein bisschen zu groß gewesen. Und auch ich hätte mich wohl dagegen entschieden«, sagt Grzesinski.

Nächste Saison: Lübbecke oder Hannover

Die Distanz zur Heimat hätte dabei nicht den Ausschlag gegeben. Bereits mit 15 Jahren zog der Keeper für den Handball von Herne nach Lübbecke. »Das hat mir noch nie Probleme bereitet«, sagt Grzesinski, der nun voraussichtlich in der Region bleiben wird. Zwei konkrete Angebote liegen vor. Eines davon sieht eine Vertragsverlängerung beim TuS vor. Denkbar wäre dann eine Kooperation mit der Mannschaft von LiT, die bestenfalls bald in die 3. Liga aufsteigt.

Interesse an Grzesinski hat allerdings auch die TSV Hannover-Burgdorf bekundet. Diese würde den Youngster gerne als Nummer drei im Erstliga-Team integrieren und ihn fest in der Reserve (3. Liga) einsetzen. Interessante Randnotiz: Trainer dort ist TuS-Interimstrainer Heidmar Felixson. »Ich habe mich noch nicht entschieden, die Gespräche laufen«, verrät Grzesinski, der mit Blick in die Zukunft ein klares Ziel formuliert: »Ich möchte natürlich irgendwann in der 1. Bundesliga spielen.« Einen Einblick in die große Handballwelt hat Grzesinski immerhin in Barcelona schon bekommen.

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