Do., 02.05.2019

2. Bundesliga: Bei den Rhein Vikings zählt für den TuS N-Lübbecke nur ein klarer Sieg Felixson will die Blockade lösen

Valentin Spohn (Nr. 23) lässt im jüngsten Heimspiel einen Dessauer entwischen. Lübbeckes Rückraum-Ass fällt für die Partie am Freitagabend mit einer Schädelprellung aus.

Valentin Spohn (Nr. 23) lässt im jüngsten Heimspiel einen Dessauer entwischen. Lübbeckes Rückraum-Ass fällt für die Partie am Freitagabend mit einer Schädelprellung aus. Foto: Krato

Von Alexander Grohmann

Lübbecke (WB). Hinter den Handballern des TuS N-Lübbecke liegt ein bescheidener Doppel-Spieltag mit gleich zwei Punkteteilungen. Vor allem das 26:26 gegen Kellerkind Dessau-Rosslauer HV gab Anlass zur internen Kritik. »Den Willen konnte ich den Spielern nicht absprechen. Die letzte Leidenschaft hat mir aber gefehlt«, blickte Interimscoach Heidmar ­Felixson auf den müden Auftritt am Sonntag zurück.

Vor dem Auswärtsspiel am Freitagabend beim abgeschlagenen Tabellenletzten HC Rhein Vikings (20 Uhr) hat der immer so freundlich daherkommende Isländer in dieser Woche im Training daher die Tonlage leicht verändert. »Wir haben viel diskutiert mit den Spielern. Der Schwerpunkt lag auf der Mentalität«, sagt Felixson, der weiß, dass bei den Vikings heute nur ein Sieg zählt.

Leidenschaft und Respekt vor dem Gegner müssen vorhanden sein

Die erhofft deutliche Angelegenheit kann es für den heimischen Tabellensechsten auch beim krassen Außenseiter (7:57 Punkte) nur bei der entsprechenden Herangehensweise geben: »Wenn wir ins Laufen kommen, müssen wir die Abwehr der Vikings eigentlich auseinandernehmen«, sagt Felixson, der zugleich warnt: »Die Motivation muss bei jedem Spieler von allein da sein. Ohne Leidenschaft und dem Respekt vor dem Gegner kann man schlecht aussehen. Wir wollen zeigen, dass wir aus den Spielen gegen Hamm und Dessau gelernt haben.«

Felixson bleibt aber seiner positiven Natur treu, findet auch aufbauende Worte für sein Team. Lübbeckes Teilzeit-Trainer glaubt, dass die Schwankungen mit der Frust-Phase zu Beginn des Jahres zu tun haben. »Da ist eine Blockade zu spüren. Diese leichten Passfehler gegen Dessau passieren nur, wenn man nicht frei ist im Kopf.«

Die Trainingsleistungen endlich wieder aufs Spiel übertragen

Heute wollen Lübbeckes Handballer ihre unverändert guten Trainingsleistungen unter Felixson endlich wieder auf ein Punktspiel übertragen. Der Auswärtssieg ist Pflicht – auch ohne Valentin Spohn. Der Rückraumspieler, der gegen Dessau eine Platzwunde an der Stirn erlitten hatte, setzt aus. Felixson: »Bei ihm wurde auch eine Schädelprellung diagnostiziert. Da es für uns nicht mehr um den Aufstieg geht, wollen wir bei ihm kein Risiko eingehen.«

Zumindest für Felixson hielt das vergangene Wochenende in seiner eigentlichen Funktion bei der TSV Burgdorf ein persönliches Highlight bereit: Der TSV-Jugendleiter lernte Spaniens Ex-König Juan Carlos kennen! »Das war ein tolles Erlebnis«, schwärmt »Heidi« vom besonderen Meeting.

Der langjährige Regent weilte am Samstag mit Gattin Sofia beim DM-Viertelfinale der Burgdorfer ­A-Jugend gegen Dutenhofen/Münchholzhausen (35:24), um Enkel Pablo Urdangarin (spielt als Rechtsaußen für Burgdorf) anzufeuern. »Das sind absolut unkomplizierte, sehr nette Menschen«, schwärmt Felixson, der sogar ein Geschenk von Juan Carlos bekam. »Was es ist, verrate ich nicht. Aber es bekommt einen Ehrenplatz«, sagt der Coach. Heute will Felixson wieder etwas mitnehmen, zwei Punkte müssen her.

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