Fr., 03.05.2019

Zweitligist gewinnt bei den Rhein Vikings nach schwacher erster Halbzeit mit 35:29 Pflichtsieg: TuS N-Lübbecke kommt davon

Jens Bechtlhoff war mit acht Treffern der beste Lübbecker Werfer. Erst nach der Pause konnte sich der Tabellensechste beim Schlusslicht entscheidend durchsetzen.

Jens Bechtlhoff war mit acht Treffern der beste Lübbecker Werfer. Erst nach der Pause konnte sich der Tabellensechste beim Schlusslicht entscheidend durchsetzen. Foto: Schwabe

Düsseldorf (WB/gag). Pflichtsieg beim Schlusslicht: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat am Freitagabend bei den Rhein Vikings mit 35:29 (17:17) gewonnen. »Wir können aber nicht zufrieden sein. Es war eine schwere Geburt«, kritisierte Trainer Heidmar Felixson,

Denn vor allem der Auftritt der Lübbecker in der ersten Halbzeit war alles andere als berauschend. »Gerade in der Abwehr waren wir passiv ohne Ende. So darf man sich nicht präsentieren«, schimpfte TuS-Coach Felixson.

Seine Mannschaft kam beim feststehenden Absteiger nicht aus den Puschen und benötigte eine extrem lange Anlaufzeit. Das motiviert auftretende Schlusslicht lag im ersten Durchgang fast durchgehend knapp in Front. Die frechen Vikings erwischten den Tabellensechsten vor allem in der Abwehr oft auf dem falschen Fuß. »Bei allem Respekt vor dem Gegner, der es zum Teil auch gut gemacht hat. Aber so eine junge, unerfahrene Mannschaft musst du besser beherrschen«, so Felixson.

Schlusslicht schenkt den Gästen in der ersten Halbzeit immer wieder ein

Der TuS N-Lübbecke kassierte viele Gegentreffer einfach viel zu leicht. Torhüter Joel Birlehm konnte einem leid tun. Drei Mal war der Jungspund der Gastgeber, der erst 17-jährige David Jurisic, frech von Rechtsaußen erfolgreich. Über 4:3 (8.) und 7:6 (13.) blieben die jungen Hausherren am Drücker.

Immerhin setzten sich Lübbeckes Handballer im Angriff einigermaßen zur Wehr. Vor allem Marian Orlowski mit fünf und Jens Bechtlhoff mit vier Treffern hielten den TuS, nach komplizierten Wochen nicht mit dem größten Selbstvertrauen ausgestattet, im Castello Düsseldorf weiter im Spiel. Jo Gerrit Genz sorgte mit einer Energieleistung beim 16:17 für die erste Lübbecker Führung (29.). Interessant: Felixson ließ den einstigen Stammspieler im rechten Rückraum, Dener Jaanima, in der ersten Halbzeit wieder einmal nur auf der Bank.

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Ich bin in der Pause lauter geworden.

Heidmar Felixson, Trainer des TuS N-Lübbecke

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Nach einer Kabinenpredigt von Felixson (»Ich bin lauter geworden in der Pause«) gingen die Lübbecker dann endlich entschlossener zu Werke und ließen den zu erwartenden Qualitätsunterschied allmählich erkennen. Der Tabellensechste zog schnell auf zwei Treffer davon (18:20) und legte dann einen Zwischenspurt ein, als aus einem 21:23 in Windeseile ein 21:27 (45.) wurde.

Nun zeigte sich die individuelle Überlegenheit der Lübbecker, die sich auch von einer Roten Karte gegen Patryk Walczak (42.) nicht stoppen ließen. Spätestens das 22:29 durch einen von Lukasz Gierak verwandelten Gegenstoß bedeutete die Vorentscheidung (48.). Allein Peter Tatai hätte für einen Kantersieg sorgen können, doch Lübbeckes Keeper traf nach Paraden gleich dreimal mit seinen Weitwürfen den leeren Kasten der Hausherren nicht. In der Schlussphase wechselte Heidmar Felixson munter durch auf dem Parkett, ohne dass der Erfolg in Gefahr geriet.

TuS N-Lübbecke: Birlehm, ab 23. Tatai – Genz (3), Walczak (3), Bechtlhoff (8/2), Gierak (3), Bagaric (3), Strosack (5), Rakovic (1), Jaanima (2), Schade, Orlowski (6), Speckmann (1), Hövels.

Rote Karte: Patryk Walczak (42., dritte Zeitstrafe).

 

 

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