Do., 23.05.2019

Dener Jaanimaa war mit der Hinrunde des TuS N-Lübbecke zufrieden. »2018 gute Spiele gemacht«

Sah sich und den TuS urplötzlich in ein Loch fallen: Linkshänder Dener Jaanimaa.

Sah sich und den TuS urplötzlich in ein Loch fallen: Linkshänder Dener Jaanimaa. Foto: Oliver Schwabe

Von Volker Krusche

Lübbecke  (WB). Sein Abgang steht fest. Der über die Saison hinaus laufende Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Dener Jaanimaa schließt sich im Sommer dem ukrainischen Topklub HC Motor Zaparoshje an, bei dem er einen Zwei-Jahresvertrag unterzeichnet hat. Doch zuvor will sich der Este vernünftig aus Lübbecke verabschieden. Genauso, wie die Mannschaft – aus einer Saison mit viel zu vielen Tiefen und nur wenigen Höhen.

»Natürlich lief unsere Saison nicht so, wie erhofft. Zu häufig haben wir die letzten Prozente fehlen lassen«, sagt der, der bei Fans und seinem ehemaligen Trainer Aaron Ziercke wegen gefühlter Lustlosigkeit früh in Ungnade gefallen ist. Dener Jaanimaa bezeichnet die aktuelle Lage als »eine schwierige Situation. Uns fehlt es einfach am nötigen Selbstvertrauen. Was willst du da machen. Das kommt ja nicht von allein.«

Der 29-Jährige hat wie alle anderen seiner Mitspieler auch keine richtige Erklärung dafür, dass es so miserabel läuft. Seine Trainer schon. Interimscoach Heidmar Felixson mahnt immer wieder die Unterschiede zwischen der ersten und zweiten Bundesliga an. »Oben kommt es in erster Linie auf die individuelle Klasse an. In der 2. Liga sind aber ganz andere Dinge gefordert. Da muss die Einstellung stimmen, muss Leidenschaft gezeigt werden, ist Einsatz und Kampf ganz wichtig.« Zuvor hatten schon alle Verantwortlichen immer und immer wieder betont, wie entscheidend es sei, dass die Mannschaft endlich in der neuen Spielklasse ankommen müsse. Eingetroffen ist sie dort bis heute nicht.

Spieler zucken nur mit den Schultern

Und während Felixson genau umschreibt, worauf es nach dem Abstieg ankäme, zucken die Spieler mit schöner Regelmäßigkeit mit den Schultern, wenn sie eine Antwort darauf geben sollen, warum es einfach nicht laufen will und die Resultate oftmals indiskutabel sind. »Wir verstehen es einfach nicht und können die massive Kritik unserer Fans durchaus nachvollziehen. Sie ist absolut berechtigt«, sagt der Lübbecker Linkshänder, der beteuert: »Wir machen das doch nicht mit Absicht!«

Das erste Spiel in Dormagen sei mit acht Toren Differenz gewonnen worden, das erste Heimspiel ebenfalls. »Da war Hagen natürlich ein Schock. Aber wir alle dachten natürlich, dass das nur ein Ausrutscher war. Doch schon da haben wir gesehen, dass es in der neuen Umgebung nur über den Kampf geht. Das hatte Hagen uns vorgemacht, während wir vielleicht angenommen haben, dass alles von allein kommt.« Bis Weihnachten sei er mit dem Verlauf der Hinrunde noch richtig zufrieden gewesen. »Da waren wir von der Spitze nicht weit entfernt«, so der estnische Nationalspieler. »2018 haben wir viele sehr gute Spiele gemacht.« Eine Meinung, mit der der Rückraumschütze ziemlich allein stehen dürfte. Schon damals war mehr Sand im Getriebe, als vor der Saison jemals angenommen. »Urplötzlich sind wir aber in ein Loch gefallen. Und aus dem bis heute nicht wieder rausgekommen. Was da passiert ist, kann ich nicht erklären.«

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