Do., 30.05.2019

2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke trifft im letzten Heimspiel der Saison auf den HSC 2000 Coburg. Vor allem für Spielmacher Kenji Hövels wird es ein spezieller Abend Im Zeichen des Abschieds

Kenji Hövels will noch einmal daheim mit dem TuS N-Lübbecke jubeln, bevor die aktive Karriere ausklingt.

Kenji Hövels will noch einmal daheim mit dem TuS N-Lübbecke jubeln, bevor die aktive Karriere ausklingt. Foto: Oliver Schwabe

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Abschiedsvorstellung: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke trifft am Samstagabend (Anwurf 18 Uhr) auf den HSC 2000 Coburg. Es ist das letzte Heimspiel der verunglückten Saison und für einige Spieler der letzte Auftritt in der Merkur-Arena.

Einer der Spieler, die den Verein verlassen werden, ist Kenji Hövels. Für den Lübbecker Mittelmann wird die Partie noch einmal besonderer sein als für manche Kollegen. Hövels bestreitet nämlich das allerletzte Heimspiel seiner Karriere. »Ich werde Handball nach der Saison auch nicht mehr als Hobby betreiben«, sagt Hövels, der einen Trainerposten in der Jugendabteilung seines Ausbildungsvereins Füchse Berlin übernimmt. »Deswegen wird es sicherlich ein besonderer Abend. Ich werde versuchen, ihn zu genießen«, ergänzt der 25-Jährige.

Drei Jahre lang hat Hövels das TuS-Trikot dann getragen. Eine Zeit, in der viele Höhen und Tiefen durchlebt wurden. Gleich in der ersten Serie gelang unter Trainer Aaron Ziercke, mit dem Hövels aus Rostock gekommen war, der souveräne Aufstieg in die 1. Bundesliga. »Das erste Jahr war optimal, darauf bin ich heute sehr stolz. Die Mannschaft war ganz neu zusammengestellt worden und es lief wirklich sehr gut. Das ist einem erst jetzt bewusst, welche Leistung wir da vollbracht haben. Das war nicht selbstverständlich«, berichtet Hövels.

1. Liga: Hövels sieht es als Erfahrung

Die zweite Saison mit dem TuS in Liga eins sei zwar keine erfolgreiche, aber eine sehr lehr- und ereignisreiche gewesen. »Ich durfte in den großen Hallen Deutschlands spielen, das war eine schöne Erfahrung«, erinnert sich Hövels, der allerdings von Verletzungen ausgebremst wurde. Das galt auch für die laufende Spielzeit, die der Spielmacher gezielt einordnet: »Diese Saison ist die schwierigste, weil die Erwartungen zurecht hoch waren, wir sie aber nicht erfüllen konnten. Das tut weh und nagt an einem. Und dennoch kann ich für die Zukunft auch daraus etwas mitnehmen.«

Sowieso falle Hövels’ Fazit nach drei Jahren in Lübbecke positiv aus. Neben dem Sport lief es schließlich auch privat rund: »Ich habe meine Freundin kennengelernt und die wird mich auch nach Berlin begleiten. Es hat sich also gelohnt.« Zunächst gelte der Fokus noch den beiden Partien mit dem TuS, danach der neuen Aufgabe in der Hauptstadt. »Auch darauf freue ich mich sehr, ich habe mich ja bewusst für den Weg und meine Heimat entschieden.«

Einer erfolgreichen Trainerkarriere von Kenji Hövels steht nichts im Weg. Zumindest nicht, wenn es nach TuS-Coach Heidmar Felixson geht. Der Isländer traue seinem Schützling eine Menge zu: »Kenji hat großen Handballverstand. Er setzt Vorgaben sehr schnell um. Diese Schule wird ihm helfen.«

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Wir treffen auf eine starke Mannschaft, doch der Gegner ist nicht besser als wir.

TuS-Trainer Heidmar Felixson

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Auch für Felixson wird es das letzte Heimspiel in Lübbecke sein. Mehr als den sechsten Tabellenplatz abzusichern, ist für den TuS nicht mehr möglich. Auch dafür wird nun ein Sieg gegen den Tabellendritten aus Coburg um den ehemalige Lübbecker Pontus Zetterman benötigt. »Wir treffen auf eine starke Mannschaft, doch der Gegner ist nicht besser als wir. Wir müssen abliefern, dann haben wir die Chance auf den Sieg«, sagt Felixson, der bei seinem Team in den Vorwochen einen Aufwärtstrend festgestellt hat: »In Nordhorn waren wir schon nicht schlecht und beim Sieg in Hüttenberg haben wir sehr gute Kopfarbeit geleistet.«

Genau deswegen blicke er dem finalen Heimspiel optimistisch entgegen. Ein Auftritt wie gegen Rimpar (20:27) dürfe sich keinesfalls wiederholen. »Das war nicht akzeptabel, wir haben bei unseren Zuschauern jetzt etwas gutzumachen. Wir dürfen nicht noch einmal enttäuschen«, betont Felixson. Sollte ein ordentlicher Auftritt gelingen, könnte zumindest der Ausklang nach einer doch sehr chaotischen Saison positiv ausfallen.

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