Di., 18.06.2019

Der TuS N-Lübbecke muss beim Auftakt-Final-Four beim TuS Spenge antreten In der Nachbarschaft

Im Düsseldorfer ISS-Dome fand am Dienstag Vormittag die Auslosung des Auftakt-Final-Fours im DHB-Pokal statt.

Im Düsseldorfer ISS-Dome fand am Dienstag Vormittag die Auslosung des Auftakt-Final-Fours im DHB-Pokal statt. Foto: Volker Krusche

Von Volker Krusche

Lübbecke/Düsseldorf (WB). Der Zeiger der Uhr sprang gerade auf 11:11 Uhr um. Doch von Karneval nichts zu spüren. Kein Auftakt, kein Helau oder Alaaf. Vielmehr wurde genau in jenem Moment die Kugel mit dem Namen des TuS N-Lübbecke bei der Auslosung des Auftakt-Final-Fours des DHB-Pokals gezogen. Sekunden später stand auch der Gegner fest. Es ist ein Team aus der Nachbarschaft. Allerdings nicht das Traumlos GWD Minden, sondern vielmehr der TuS Spenge.

Auf den treffen die Schützlinge von Neu-Trainer Emir Kurtagic im ersten offiziellen Spiel der Saison 2019/2020 am Samstag, 17. August. Im zweiten Duell stehen sich Drittligameister HSG Krefeld und Erstligist Füchse Berlin gegenüber.

Wo? Das wird sich noch klären. Drittligist Spenge – klassenniedrigstes Team der Viererrunde – hat als Erster Zugriffsrecht, darf die zweitägige Veranstaltung ausrichten. Lehnt er ab, wird Zweitligaaufsteiger HSG Krefeld gefragt, anschließend dann der TuS N-Lübbecke. Und winken alle drei Klubs ab, steigt das Erstrundenturnier des Deutschen Handball-Pokals definitiv in der Hauptstadt. Die Sieger der beiden Auftaktpartien stehen sich dann am Sonntag, 18. August, gegenüber und ermitteln den Teilnehmer am Pokal-Achtelfinale.

Keine großen Kosten

Die 13-fache deutsche Meisterin im Säbelfechten, Anna Limbach vom TSV Bayer Dormagen, spielte gestern im Düsseldorfer ISS-Dome Fortuna – und brachte den Lübbeckern Glück. Denn aus heimischer Sicht birgt das Duell mit dem Nachbarn durchaus etwas Pfeffer. Und natürlich hofft man beim heimischen TuS, dass der Gegner das Auftakt-Final-Four auch ausrichten wird. »Bis Spenge sind es nicht mal 30 Kilometer. Besser geht es von der Entfernung nicht. Da halten sich allein die Kosten gering«, blickt Teammanager Zlatko Feric auch auf die wirtschaftliche Seite, nachdem viele der Erstrundenturniere für die teilnehmenden Teams oftmals ein Zuschussgeschäft waren. Auch für die Krefelder wäre der Austragungsort Spenge nicht uninteressant. 200 Kilometer sind ebenfalls recht schnell überbrückt.

Sportlich dürfte das erste Match schon eine Herausforderung darstellen. Während nämlich hinter den Lübbeckern eine maßlos enttäuschende Saison liegt, etablierte sich der TuS Spenge nach dem Aufstieg aus der Oberliga und schloss die Serie punktgleich mit dem Tabellendritten als sensationeller Vierter ab. Das Team befindet sich also noch in einem Flow. Und den würde man nur zu gern die Lübbecker spüren lassen. Die können also eigentlich nur verlieren. Ein Sieg gegen den Drittligisten ist Pflicht. Daran gibt es nichts zu rütteln. Nach den Auftritten in diesem Jahr würden die Fans aber wohl trotzdem ihr Geld kaum auf ihre Mannschaft wetten.

Hammerlos für GWD

»Spenge ist ein echtes Pokalteam«, sagt Teammanager Zlatko Feric. »Die haben immerhin zweimal in Hamburg den Amateurpokal gewonnen. Wir freuen uns jedenfalls über das Los. Das wird mit Sicherheit eine spannende Sache.« Der TuS Spenge habe auch schon bei ihm angerufen. »Ich würde mir wünschen, dass Spenge des Turnier ausrichtet. Und ich bin da auch sehr guter Dinge.« im Falle eines Sieges würde Lübbecke höchstwahrscheinlich auf Berlin treffen. Feric: »Die Füchse hatten wir schon vor einem Jahr in Emsdetten als Gegner.«

Vor echtes Hammerlos steht indes GWD Minden bevor. Die Grün-Weißen treffen zum Auftakt der Pokalrunde auf den ambitionierten Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen. Der hat mittelfristig das Bundesliga-Oberhaus im Visier. »Ich bin gespannt, ob Hamm den Mindenern beikommen kann«, war die erste Reaktion von DHB-Justiziar und »Hexer« Andreas Thiel. Im zweiten Duell treffen der knapp an der Zweitligarückkehr vorbeigeschrammte HC Empor Rostock und der Drittligafünfte Oranienburger HC aufeinander. Der Sieger dürfte gegen den Gewinner der anderen Partie dann allerdings chancenlos sein.

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