Fr., 12.07.2019

Ex-Nationalspieler kehrt an seinen Geburtsort zurück als Unterstützung für die sportliche Leitung Hermann stärkt die TuS-Führung

Dieses Trio bildet künftig die sportliche Führung des TuS N-Lübbecke: (von links) Rolf Hermann, Emir Kurtagic und Torsten Appel.

Dieses Trio bildet künftig die sportliche Führung des TuS N-Lübbecke: (von links) Rolf Hermann, Emir Kurtagic und Torsten Appel. Foto: Oliver Krato

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Diese Nachricht wird die Handballfans bewegen: Ex-Nationalspieler Rolf Hermann kehrt an seinen Geburtsort zurück, wird den TuS N-Lübbecke in der sportlichen Leitung unterstützen.

Zunächst beratend, nach Abschluss seines Studiums und der Umschulung zum Sportfachwirt dann wohl als Sportlicher Leiter. Das ist das Ergebnis einer gezielten Anpassung der Verantwortlichkeiten im sportlichen Bereich des heimischen Zweitligisten.

Dabei wurden in erster Linie einzelne Bereiche, die zum umfangreichen Aufgabenbereich von Teammanager Zlatko Feric gehörten, nach gemeinsamer Abstimmung mit der Aufnahme der Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 neu geregelt. Themen des sportlichen Führungsbereichs werden nach wie vor durch Trainer und Geschäftsführung verantwortet. Emir Kurtagic und Torsten Appel erhalten bei der für den TuS N-Lübbecke so wichtigen, zukunftsweisenden Umstrukturierung künftig jedoch aktive Unterstützung durch Rolf Hermann, der mehr und mehr in die Strukturen des Zweitligisten reinwachsen und die Bereiche später dann verantwortlich übernehmen soll.

Zlatko Feric wird entlastet

Alle anderen von Zlatko Feric wahrgenommenen Aufgaben werden nach wie vor durch ihn weitergeführt. In einer Presseerklärung schreibt der TuS: »Seine langjährige Erfahrung und Kontakte im TuS N-Lübbecke, zu dessen Umfeld, in der administrativen Abwicklung des Spielbetriebs und in der Handball-Bundesliga machen Zlatko Feric zu einem wichtigen Bestandteil des Vereins sowie zu einem unverzichtbaren Berater des Beirats.«

30 Jahre wohnt der Kroate bereits am Wiehen, war erst als Spieler, später dann als Trainer und in der Folge mehrfach als Feuerwehrmann auf der Bank im Einsatz. Schließlich zeichnete der bald 62-Jährige, der sich wie kaum ein Zweiter mit dem Verein identifiziert, mit ihm jubelt und leidet, als Teammanager verantwortlich. Klar, dass irgendwann der Zeitpunkt naht, an dem man kürzer treten sollte. Von Degradierung, wie es einige Kritiker des TuS auf Facebook gern sehen würden, kann jedenfalls überhaupt keine Rede sein.

Dem Handball erhalten bleiben

Mit Rolf Hermann soll nun ein jüngerer Kenner der Handballszene für die Sportliche Leitung aufgebaut werden. Am 1. Dezember 1981 in Lübbecke geboren, kam er zuerst in Bremerhaven mit dem Handball in Verbindung, bevor er 1999 zu GWD Minden wechselte und dort gemeinsam mit Arne Niemeyer und Jan-Fiete Buschmann Deutscher A-Jugendmeister wurde. Nach Stationen in Bad Oeynhausen und Augustdorf zog es den talentierten Linkshänder 2004 nach Lübbecke.

Dort wurde er 2005 auch Nationalspieler. Insgesamt lief er 25 mal für Deutschland auf. Seine längste Zeit verbrachte er ab 2007 aber bei seiner letzten Station: beim TBV Lemgo. Hier spielte Hermann bis 2017, ehe er seine Karriere im November aufgrund einer Schulterverletzung beenden musste. In seinen 13 Bundesligajahren in Lübbecke und Lemgo erzielte er in 392 Spielen insgesamt 1626 Tore.

Nach Abschluss seiner aktiven Laufbahn möchte Rolf Hermann dem Handball allerdings weiter erhalten bleiben – nun als Sportfachwirt im Managementbereich. »Ich freue mich auf mein neues Betätigungsfeld, insbesondere aber auch darüber, dass Zlatko Feric mir mit Rat und Tat zur Seite steht.«

Gauselmann sehr erfreut

Freude herrscht auch bei Emir Kurtagic: »Ich blicke der Zusammenarbeit mit Rolf sehr positiv entgegen. Wir wollen den TuS durch enge Abstimmung sportlich einen Schritt nach vorne bringen.« Für Geschäftsführer Torsten Appel ist die Zusammenarbeit eine Win-Win-Situation. »Rolf kennt den Verein und das Umfeld mit seinen Strukturen nicht nur aufgrund seiner aktiven Zeit in Lübbecke. Ihn für uns zu gewinnen und ihm zugleich die Chance zu bieten, sich bei uns zu entwickeln, ist für beide Seiten eine große Chance.« Auch Beiratsvorsitzender Armin Gauselmann bläst ins gleiche Horn: »Ich begrüße die Unterstützung durch unseren ehemaligen Spieler. Mit ihm gewinnen wir einen kompetenten Kenner der Handballszene, der mit seinem regionalen Bezug bestens zu uns passt.«

Der Kontakt zu den Verantwortlichen des TuS N-Lübbecke sei im Laufe der Jahre nie abgerissen, macht indes Rolf Hermann deutlich. »Ich freue mich sehr auf die Herausforderung, sehe in meinem Engagement eine Chance für meine berufliche Zukunft und bin super motiviert, gemeinsam mit dem gesamten Team eine positive Zukunft mitgestalten zu können.«

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