So., 21.07.2019

Der TuS N-Lübbecke dominiert beim 29:26 in Hildesheim Ein guter erster Test

Wird vornehmlich in der Abwehr des TuS eingesetzt, läuft aber bei Ballgewinnen die zweite und dritte Welle mit: Marko Bagaric.

Wird vornehmlich in der Abwehr des TuS eingesetzt, läuft aber bei Ballgewinnen die zweite und dritte Welle mit: Marko Bagaric. Foto: Thomas F. Starke

Von Volker Krusche

Lübbecke/Hildesheim (WB). Test gelungen! Emir Kurtagic war sichtlich zufrieden mit der Vorstellung seines TuS N-Lübbecke. Den ersten sportlichen Vergleich bei Drittligist Eintracht Hildesheim gewann seine Mannschaft problemlos mit 29:26 (14:11). Dabei hatte sie zwischenzeitlich sogar schon mit 20:12 und 25:15 geführt.

Den Lübbeckern merkte man zu Beginn an, dass der Sand zunächst aus dem Getriebe geschüttelt werden musste. »Da war auch noch etwas Nervosität mit im Spiel. Das ist aber normal, weil jeder gleich sein Bestes zu zeigen versucht«, so Kurtagic. Der entschied sich dafür, neben Linkshänder Jo Gerrit Genz mit Marian Orlowski und Lukasz Gierak auf den beiden anderen Rückraumpositionen zu beginnen. Es dauerte aber eine gute Viertelstunde, ehe sich der TuS besser zurechtfand.

»In der Folge waren viele gute Ansätze zu sehen«, freute sich der in der sportlichen Führung eingebundene Rolf Hermann. »Es hat sich aber auch gezeigt, dass wir in der Abwehr immer nur dann gut sind, wenn wir Druck auf den Gegner ausüben und mit Körperkontakt agieren. Ist das nicht der Fall, sehen wir nicht wirklich gut aus. Aber wir sind ja auch noch am Anfang unserer Vorbereitung.«

Auf individuelle Stärken gesetzt

Kurtagic war nach der ausgeglichenen Startphase mit dem, was seine Jungs bis zur 49. Minute in der Defensive ablieferten, durchaus zufrieden. »Hildesheim ist kein schlechtes Team, hat teilweise mit zwei Kreisläufern agiert. Aber nur 15 Gegentore in knapp 50 Minuten können sich sehen lassen.« Vorn allerdings fehlte dem Lübbecker Coach vor allen Dingen die Bewegung mit und ohne Ball. »Da haben wir uns zu sehr auf unsere individuellen Fähigkeiten verlassen. Daher wirkte unser Angriffsspiel noch recht holprig.« Ansätze, die Emir Kurtagic mit in die Arbeit im Trainingslager in Eisenach, in das der TuS am Dienstag startet, einbinden wird.

Sportlich lief es nach dem zwischenzeitlichen 6:6 recht gut. Dazu trug auch die Rückraumachse mit den Neuzugängen Roman Becvar (Mitte) und Dominik Ebner (Rechts) im Zusammenspiel mit »Valle« Spohn (Links) bei.

Nach dem 14:11 zur Pause ließen die Lübbecker nach dem Seitenwechsel in den ersten zehn Minuten nur einen einzigen Gegentreffer zu und enteilten auf 20:12.

Klare Führungen nach Hause bringen

Nach dem 25:15 durch einen schönen Heber von Eric Speckmann lockerten sich die Zügel dann merklich. Da wurde schon mal ein Ball genommen, den man eher vermieden hätte. Oder es kam zu durchsichtigen Anspielen an den Kreis, die ein gefundenes Futter der Eintracht waren, um per Gegenstößen etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. Den positiven Gesamteindruck konnte diese Phase aber nicht schmälern. »Wichtig ist nur, dass die Jungs erkennen, dass man es sich nicht leisten kann, sich etwas zurückzunehmen. Ich erwarte, dass wir klare Führungen künftig sicher nach Hause bringen werden«, lautete das Emir Kurtagic’ Fazit der letzten zehn Minuten.

Für ihn, wie auch für Rolf Hermann, war es wichtig, im ersten Vorbereitungsspiel zu sehen, dass das in den eineinhalb Trainingswochen Erarbeitete, im Test unter Wettkampfbedingungen auch umgesetzt wird. »Wir werden nun im Trainingslager sicherlich daran feilen, dass wir den Ball laufen lassen, die Passgeschwindigkeit und -qualität stimmt und bei den Bewegungen das Timing passt«, so Hermann. »Und außerdem vorhandene Vorteile im Zweikampf nutzen. Dann ergeben sich auch Möglichkeiten, um unsere Außen oder den Kreisläufer in Szene zu setzen«, betont Trainer Kurtagic.

TuS N-Lübbecke : Tatai, Grzesinski, Jepsen; Becvar (3), Genz (2), Walczak (2), Bechtloff (2), Ebner, Gierak (2), Bagaric (1), Strosack (4), Mundus, Spohn (3/2), Schade (1), Orlowski (8/1), Speckmann (1)

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