Do., 01.08.2019

TuS N-Lübbecke zeigt sich im Geheim-Test beim TBV Lemgo Lippe nicht auf der Höhe Ein verlorener Tag für den Trainer

Lemgos Dani Baijens überspringt Lübbeckes Abwehrchef Marko Bagaric und wirft einen seiner sechs Treffer. Der Erstligist siegte im Test ungefährdet.

Lemgos Dani Baijens überspringt Lübbeckes Abwehrchef Marko Bagaric und wirft einen seiner sechs Treffer. Der Erstligist siegte im Test ungefährdet. Foto: TBV Lemgo Lippe/Paul Cohen

Von Alexander Grohmann

Lemgo (WB). Geheimsache Lemgo: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit haben die Zweitliga-Handballer des TuS ­N-Lübbecke am Mittwochabend ein Testspiel beim TBV Lemgo-Lippe bestritten. Mit 35:28 (17:15) setzte sich der Erstligist im OWL-Derby durch und fügte den Lübbeckern die erste Niederlage der Vorbereitung zu.

»Das Spiel hat aus meiner Sicht nicht dem Fortschritt gedient. Wir haben zum ersten Mal in der Vorbereitung ein schlechtes Gesicht gezeigt. Lemgo hat eine erfahrene Truppe beisammen, die jeden Fehler gnadenlos bestraft und auch in der Höhe völlig verdient gewonnen hat«, bilanziert Trainer Emir Kurtagic, der von einem »verlorenen Tag« spricht. »Es geht mir dabei primär nicht um das Ergebnis, sondern grundsätzlich darum, wie man in so ein Spiel geht.«

Erste Niederlage im fünften Testspiel

Nach Siegen gegen Eintracht Hidesheim, ThSV Eisenach, TV Großwallstadt und Die Eulen Ludwigshafen reißt die Serie der heimischen Handballer. Die Gäste verschlafen den Start und geraten beim OWL-Rivalen gleich mit 2:9 ins Hintertreffen, schaffen beim 9:10 aber wieder den Anschluss. Vor der Pause verwerfen die Lübbecker zweimal freistehend und verpassen den Ausgleich, der dafür mit drei Treffern zum 18:18 nach dem Wechsel gelingt. »Das war unsere einzige gute Phase, in der wir gegen einen Bundesligisten sieben Tore wettmachen«, sagt Kurtagic über die Aufholjagd.

Ballverluste spielen dem Gastgeber in die Karten

Die Lemgoer ziehen in der Folge, begünstigt durch viele Ballverluste des TuS N-Lübbecke, aber wieder mühelos davon. »Wir haben es im Angriff zu oft versucht, individuell zu lösen«, sagt Kurtagic, der insgesamt einen müden Auftritt seiner Mannschaft sieht. Dafür hat der Coach bedingt Verständnis. »Es ist klar, dass man nach der anstrengenden Woche im Trainingslager und drei Spielen innerhalb von vier Tagen an Grenzen stößt. Aber die Vorfreude auf ein Spiel gegen einen Bundesligisten sollte Kräfte freisetzen.«

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Die maximale Einstellung und Leidenschaft haben mir gefehlt. Die Vorfreude auf ein Spiel gegen einen Bundesligisten sollte Kräfte freisetzen.

Emir Kurtagic, Trainer des TuS N-Lübbecke

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Das ist nur bedingt der Fall. »Die maximale Einstellung und Leidenschaft«, die Kurtagic in jedem Spiel einfordert, ist nicht durchgehend zu sehen. »Lemgo hat dann die Qualität, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen. Am Ende läuft uns das Ergebnis weg«, so der TuS-Coach, der am Samstag im Test gegen den Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf (19 Uhr, OSC-Halle Osnabrück) mehr sehen will.

»Wir hatten das Spiel jederzeit im Griff«, resümierte TBV-Coach Florian Kehrmann, der seine aggressive 5:1-Abwehr lobte. »Vielleicht ist der Sieg ein bisschen zu hoch, aber auch verdient«, freute sich Kehrmann.

TBV Lemgo Lippe: Johannesson, Zecher – Elisson (6/1), Guardiola (7), van Olphen (3), Theuerkauf (3), Schagen (3), Zerbe (3), Pauly, Hangstein (2), Engelhardt, Rose, Klimek (2), Baijens (6).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Gerloff – Becvar (1), Genz (2), Walczak (2), Bechtloff (1), Ebner (6/1), Gierak, Bagaric (1), Strosack (5/2), Mundus (3), Spohn (2), Schade, Orlowski (5), Speckmann.

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