Fr., 02.08.2019

Nach dem Abschied vom TBV Lemgo Lippe hofft Dominik Ebner auf mehr Einsatzzeit Raus aus der Nebenrolle

Intensive Vorbereitung: In diesem Trainingsspiel wird Dominik Ebner (vorne) von Roman Becvar verfolgt. Der Linkshänder will in Lübbecke durchstarten.

Intensive Vorbereitung: In diesem Trainingsspiel wird Dominik Ebner (vorne) von Roman Becvar verfolgt. Der Linkshänder will in Lübbecke durchstarten. Foto: Volker Krusche

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Er bleibt der Region Ostwestfalen-Lippe treu: Nach vielen Jahren beim TBV Lemgo Lippe sucht Dominik Ebner nun eine neue Herausforderung beim TuS N-Lübbecke. Auf den ersten Blick ist es ein sportlicher Abstieg von der ersten in die zweite Liga. Doch genau dieser Schritt soll dem 24-Jährigen zu einem persönlichen Aufstieg verhelfen.

Dominik Ebner und der TBV Lemgo – das gehörte einfach zusammen. Seit der C-Jugend trug er das Trikot der Lipper. Mehr als zehn Jahre also. »Es ist schon unüblich, so lange einem Verein anzugehören. Doch für mich war es meine Heimat. Ich kannte dort so viele Leute, habe dort viele Freunde gefunden. Deswegen ist der Abschied auch sehr emotional ausgefallen«, sagt Ebner.

Wechsel-Grund: Kehrmann setzte nicht immer auf Ebner

Doch jetzt genoss der sportliche Werdegang Priorität. Unter TBV-Trainer Florian Kehrmann war Ebner in der vergangenen Saison nur noch vereinzelt zum Einsatz gekommen. Die Lücke zwischen eigenem Anspruch und Wirklichkeit: zu groß. »Die Perspektive stand daher bei meinen Überlegungen über allem«, betont Ebner, der in Lübbecke die Chance auf deutlich mehr Spielzeit sieht. Und sie in der bisherigen Vorbereitung von TuS-Trainer Emir Kurtagic auch bekommt. Nicht nur deswegen schätzt der Linkshänder die Zusammenarbeit: »Emir achtet auf Details. Er hat eine genaue Vorstellung davon, was er von jedem einzelnen Spieler sehen möchte.«

In Ebners Fall sind das Tore und ein gutes Auge für die Mitspieler. Beide Aspekte sollten dem Sommer-Zugang liegen. »Ich bin nicht der klassische Shooter. Ich suche eher die Lücke und setze meine Nebenleute auf Außen oder am Kreis ein«, beschreibt Ebner das eigene Spiel.

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Ich sehe mich als Halbspieler. Mir macht die Position mehr Spaß als auf Rechtsaußen, weil man mehr ins Spiel eingebunden ist.

Neuzugang Dominik Ebner

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In der Vergangenheit stellte sich häufig die Frage, auf welcher Position der gebürtige Lager eingesetzt wird – auf Außen oder auf Halb. Ebners Antwort kommt mittlerweile wie aus der Pistole geschossen: »Ich sehe mich als Halbspieler.« Allerdings auch erst seit wenigen Jahren. Bis zur A-Jugend kam Ebner auf der Außenbahn zum Einsatz. In der zweiten Lemgoer Mannschaft agierte er dann auf beiden Positionen, ehe bei den Profis der Ausschlag zu Gunsten des Rückraums folgte.

Und genau dort soll es nun auch in Lübbecke weitergehen. »Mir macht die Position einfach mehr Spaß, weil man mehr in das Spiel eingebunden ist. Auf Außen ist man stark auf die Mitspieler angewiesen«, sagt Ebner, der sich seine Position mit dem wurfgewaltigeren Jo Gerrit Genz teilt. Zwei Spieler, die eine unterschiedliche Spielweise verfolgen. »Ich denke, das passt ganz gut. Wir geben uns auch gegenseitig Tipps. Er mir zurzeit natürlich noch mehr, weil er die Spielzüge besser kennt«, sagt Ebner.

Defensiv wird Ebner in Zukunft stärker gefordert

Für den geht es aber nicht nur um den Posten im Angriff, sondern auch um den in der Abwehr. Defensiv beweisen konnte er sich in Lemgo kaum. Das soll sich jetzt wieder ändern. »Ich muss mich hinten verbessern und will dann dort meinen Mann stehen«, ver­sichert Ebner, der auf diese Weise der Mannschaft weiterhelfen möchte. Denn der Teamerfolg sei für ihn am wichtigsten.

Eine Prognose, wie weit es mit dem TuS N-Lübbecke in Liga zwei nach vorne gehen kann, wagt Ebner nicht. Er sei kein Freund von Ankündigungen. »Wir haben aber einiges vor«, blickt der Linkshänder zumindest vorsichtig voraus und hofft auf einen guten Saisonstart. Denn mit jedem Erfolg steige das Selbstvertrauen und die ­Sicherheit. »Das sind wichtige Faktoren, die den nötigen Spaß mit sich bringen«, sagt Ebner.

Nächstes Testspiel am Samstag in Osnabrück gegen Hannover-Burgdorf

Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis bietet sich dem TuS N-Lübbecke am Samstagabend (17.30 Uhr). In der OSC-Halle in Osnabrück kommt es in einem weiteren Vorbereitungsspiel zum Aufeinandertreffen mit der TSV Hannover-Burgdorf. Für den langjährigen Erstliga-Spieler Dominik Ebner wird das kein unbekannter Gegner sein.

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