Fr., 09.08.2019

Roman Becvar freut sich beim 30. Spielo-Cup auf ein Wiedersehen mit Leipzig. Als Spielmacher will er stets Lösungen parat haben Der Vollblut-Handballer

Roman Becvar bezeichnet sich selbst als einen Vollblut-Handballer, der als Spielmacher immer wieder Lösungen parat haben muss.

Roman Becvar bezeichnet sich selbst als einen Vollblut-Handballer, der als Spielmacher immer wieder Lösungen parat haben muss. Foto: Schmedtlevin

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Auf die Handball-Fans im Mühlenkreis wartet am Samstag und Sonntag das erste sportliche Highlight. Bevor die Saison in zwei Wochen startet, messen sich der TuS N-Lübbecke und GWD Minden im Rahmen der 30. Auflage des Spielo-Cups mit starken Gegnern. Für Roman Becvar gibt es dabei ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Klub. Der Spielmacher trifft mit dem TuS im Halbfinale am Samstag auf Erstligist SC DHfK Leipzig.

Ein besonderes Spiel, dessen persönliche Bedeutung der tschechische Nationalspieler aber nicht zu hoch aufgehängt sehen will. »Man trifft halt einige alte Bekannte wieder. In erster Linie steht aber unsere Leistung im Mittelpunkt. Wir wollen vor eigenen Fans eine gute Visitenkarte abgeben.« Und wer den 30-Jährigen kennt, der weiß, dass er als Vollblut-Handballer, wie er sich selbst sieht, fixiert auf das ist, was er und seine Mitspieler auf der Platte abliefern werden.

In doppelter Rolle gefordert

Roman Becvar sieht sich gleich in doppelter Rolle gefordert. »Ich muss das Spiel lenken, Lösungen haben, wenn es nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen. Andererseits werde ich aufgrund meiner Erfahrung aber auch unsere jüngeren Spieler an die Hand nehmen und führen.«

Handball ist für den Spross des gleichnamigen Vaters mehr als nur ein Sport, mehr als ein Job. »Er gehört zu meinem Leben wie meine Familie.« Und da er ihm so wichtig ist, gab’s von Ehefrau Yvonne auch grünes Licht für den Wechsel an den Wiehen. Immerhin waren Leipzig und Dresden als Städte andere Größenordnungen als Lübbecke. »Ursprünglich wollte ich fünf Jahre bei Elbflorenz in Dresden bleiben und dort meine Karriere beenden. Aber es passte irgendwann nicht mehr alles.«

Zuwachs im September

Als dann die Anfrage aus Lübbecke kam, war Roman Becvar begeistert. »Der TuS gilt in der Szene als super professionell. Und da ich vom Sternzeichen Widder bin, bin ich auch gleich offensiv nach vorn gegangen. Meine Frau weiß genau, dass es für mich wichtig ist, viel zu spielen. Ich will immer den Erfolg. Meine Maxime: Passt sportlich alles, ist auch die Familie zufrieden.« Und die wird sich bald vergrößern, denn der knapp dreijährige Max bekommt im September ein Brüderchen.

Dann sind die Becvars zu Viert – plus zwei Hunde. Durch die ist die Familie stets viel an der frischen Luft. »Geht es nach Yvonne, wird auch noch gewandert«, was beim Ehemann allerdings keine großen Begeisterungsstürme auslöst.

Mit dem Handball geriet Roman Becvar früh in Berührung, denn sein Vater spielte für Eintracht Hagen. »Da hat er mich oft mitgenommen. Klar, dass er auch mein Vorbild ist.« Nach Tschechien zurückgekehrt, lernte er in Pilsen das Ein-mal-Eins des Handballs und spielte als 17-Jähriger bereits in der 1. Liga. Mit 23 zog es ihn dann nach Rostock, wo er auch unter Aaron Ziercke spielte. Dann ging es in die Großstädte, bevor es ihn nun nach Ostwestfalen zog. Für ihn kein Problem: »In meiner Pilsener Zeit haben wir auch in einem Dorf gewohnt.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6837900?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F