Do., 15.08.2019

Handball: Der neue Kapitän des TuS N-Lübbecke zieht nach der Vorbereitungsphase ein positives Fazit. Vor allem in der Abwehr habe die Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht. Und auch die Stimmung stimmt Orlowski: »Ich habe ein gutes Gefühl«

Nimmt eine ganz wichtige Rolle im Kader des TuS N-Lübbecke ein: Rückraumspieler und Kapitän Marian Orlowski.

Nimmt eine ganz wichtige Rolle im Kader des TuS N-Lübbecke ein: Rückraumspieler und Kapitän Marian Orlowski. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Jetzt wird es ernst: Die Vorbereitungsphase neigt sich beim Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke dem Ende zu. Am Wochenende stehen im DHB-Pokal die ersten Pflichtspiele der neuen Saison an. Zuvor zieht der neue Kapitän Marian Orlowski ein erstes Fazit – ein positives.

Viele Fragen hatten sich im Lübbecker Lager ergeben, nachdem die vergangenen Saison keinesfalls zufriedenstellend verlaufen war. Mit Emir Kurtagic wurde ein neuer Trainer installiert. Eine Entscheidung, die – Stand jetzt – ihre Wirkung zeigt. »Emir ist jemand, der von seinen Spielern Einsatz und Engagement fordert. Bisher ist ein richtig guter Zug bei uns drin. Ich hoffe, dass das die Saison über so bleibt«, sagt Marian Orlowski, der den nächsten Monaten aber zuversichtlich entgegenblickt: »Ich habe bei der Sache aktuell ein sehr gutes Gefühl.«

Das liegt wohl unter anderem daran, dass die Stimmung innerhalb des Teams laut Orlowski derzeit hervorragend ist. Auch die neuen Spieler – Roman Becvar, Dominik Ebner, Johannes Jepsen und Marvin Mundus – hätten sich bestens eingefunden und in das Gebilde eingefügt. »Sie passen bei uns alle menschlich super hinein«, sagt Orlowski, der außerdem sieht, dass die anstrengenden Wochen in der Vorbereitung erste Früchte getragen haben.

Auf die Abwehr ist Verlass

Am vergangenen Wochenende sicherte sich der TuS den Titel beim Spielo-Cup, besiegte auf dem Weg dorthin den Erstligisten SC DHfK Leipzig und den Zweitliga-Konkurrenten HSC 2000 Coburg. Vor allem in der Defensive konnten die Lübbecker in beiden Partien überzeugen. »Die Abwehr war im Zusammenspiel mit Torhüter Peter Tatai dahinter wirklich top«, betont Orlowski und bekommt die Bestätigung von Abwehrchef Marko Bagaric: »Gegen Leipzig und Coburg war die Abwehr von der ersten bis zur 60. Minute sehr gut. Dadurch sind uns mehr Ballgewinnen und auch vorne leichtere Tore gelungen. Es waren eindeutig die beiden besten Spiele unserer Vorbereitung.«

Im Training sei auf die Abwehrarbeit auch ein Schwerpunkt gelegt worden. Wichtig sei in diesem Bereich aber nicht nur die Taktik, sondern vor allem auch die Einstellung. »Es kommt auf Aggressivität, Kommunikation und die Bereitschaft, Wege für den anderen zu machen, an«, sagt Orlowski, der phasenweise einen Posten im Innenblock übernahm. Dort war er in der Vorsaison nur sehr selten zum Einsatz gekommen. Doch für den 26-Jährigen ist das kein Problem: »Es ist keine große Umstellung.«

Vorne noch mehr Ruhe

Noch deutlich mehr Verbesserungsbedarf und Potenzial sehe Orlowski in der Offensive. Die Phasen der Vorsaison, in denen Abschlüsse reihenweise ohne die nötige Vorbereitung gesucht und Gegner zum Kontern eingeladen wurden, sollen der Vergangenheit angehören. »Wir müssen mit noch mehr Ruhe und Disziplin spielen. Dann unterlaufen uns auch weniger leichte Fehler«, sagt Orlowski, der auch in Sachen Tempospiel nach vorne Luft nach oben sieht.

Im Trainingslager in Eisenach war der Rückraumspieler von Trainer Kurtagic zum Kapitän und Nachfolger von Jens Bechtloff ernannt worden. Eine Rolle, die er gerne annimmt und bestmöglich ausfüllen möchte. Völliges Neuland betrat Orlowski schließlich auch nicht, war er in der Vorsaison schon als Stellvertreter im Einsatz.

Die ersten Eindrücke als Anführer sind jedenfalls positiv: »Das Kapitänsamt ist keine Last für mich. Ich versuche vor allem auf dem Feld mit meiner Leistung und Einstellung voranzugehen.« Gute Unterstützung bekomme er dabei auch von seinem Stellvertreter Marko Bagaric und weiteren Teamkollegen: »Es ist ja jetzt nicht so, dass ich auf einmal der alleinige Wortführer bei uns bin. Wir haben eine gute Hierarchie bei uns in der Mannschaft, da haben viele Jungs eine gute Meinung«, berichtet Orlowski.

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