So., 18.08.2019

Handball: TuS N-Lübbecke löst die Pflichtaufgabe gegen Drittligist TuS Spenge doch noch souverän. Beim 30:18 muss Schlussmann Peter Tatai mit seinen starken Paraden aber zunächst seine Vorderleute wach rütteln Nach der Pause wird’s deutlich

TuS-Torwart Peter Tatai zeigt es an: Mit zwei parierten Siebenmetern musste er den Teamkollegen den Weg weisen.

TuS-Torwart Peter Tatai zeigt es an: Mit zwei parierten Siebenmetern musste er den Teamkollegen den Weg weisen. Foto: Marc Schmedtlevin

Spenge/Lübbecke (WB/mas). Am Ende wurde es dann doch standesgemäß. Zweitligist TuS N-Lübbecke gewann das Halbfinale im DHB-Pokal-Erstrundenturnier beim TuS Spenge mit 30:18 (12:10). Der Klassenunterschied wurde gegen den Drittligisten allerdings erst in der zweiten Hälfte deutlich. Am Sonntag (16 Uhr) geht es gegen die Füchse Berlin um den Einzug in die nächste Runde.

TuS-Trainer Emir Kurtagic hatte wohl eine Vorahnung, als er im Vorfeld der Partie vor Hochmut warnte. Überheblich traten seine Spieler nicht auf, sie hatten aber rein sportlich Probleme mit dem mutigen Außenseiter. Die Fans in der Spenger Großturnhalle feuerten ihre Mannschaft lautstark mit Applaus und mehreren Trommeln an. Das zeigte Wirkung: Für die Höhepunkte in der Anfangsphase sorgten nämlich die Gastgeber.

Becker hält zunächst glänzend

Ein Beispiel: Bei einem Gegenstoß hechtete Fynn Prüßner dem Ball in den Kreis hinterher und drehte diesen noch sehenswert in die lange Ecke um Lübbeckes Keeper Peter Tatai herum. Es war der Treffer zur 9:7-Führung der Spenger (20.). Die hatten bis dahin mit einer Menge Leidenschaft in der Deckung gearbeitet und auch vorne gute Lösungen gefunden. Vor allem aber war auf Torhüter Kevin Becker Verlass. Mit zehn Paraden insgesamt – vier Paraden davon in den ersten acht Minuten – brachte er die Lübbecker Offensive lange zur Verzweiflung.

Gegenüber Tatai wollte das keinesfalls auf sich sitzen lassen. In den Minuten vor der Pause drehte der TuS-Schlussmann auf, parierte unter anderem zwei Siebenmeter. Tatais Körpersprache schwappte nun auch auf die Vorderleute über. Valentin Spohn und Marko Bagaric hämmerten ihre Würfe zum 9:9-Ausgleich (23.) in die Maschen. Deutliche Lübbecker Signale, wer die Partie nun an sich reißen wollte. Mit einer 10:8-Führung ging der Favorit in die Pause. »Das Spiel ist bisher ein Witz«, lautete Tatais Halbzeitfazit, das durch Zahlen belegt wurde: Lübbecke leistete sich bis dahin neun Fehlwürfe und drei technische Fehler.

Kurtagic lobt sein Team – und den Gegner

Einen besseren Fluss in ihr Spiel bekamen die Gäste aber mit Beginn des zweiten Durchgangs. Die Abwehr machte hinten nun vollkommen dicht und vorne wurden die Angriffe besser ausgespielt. Es ergaben sich dadurch klare Abschlusschancen gegen die immer müder werdenden Spenger. Über 15:10 (34.) zog Lübbecke auf 19:12 (40.). Spätestens da war die Entscheidung gefallen. Emir Kurtagic konnte die verbleibende Spielzeit nutzen, um die Belastung zu verteilen und Formationen zu testen. »Wir sind ruhig geblieben und haben in der zweiten Hälfte einen souveränen Auftritt gezeigt«, lobte der TuS-Trainer, der auch dem Gegner ein Kompliment machte: »Spenge hat sehr erfrischenden Handball gespielt.«

TuS N-Lübbecke: Tatai (13 Paraden), Grzesinski (4 P.) – Becvar (n.e.), Genz (5), Walczak (1), Gierak (4), Bagaric (2), Strosack (3/1), Mundus (3), Lengauer, Spohn (5), Schade (2), Orlowski (3), Speckmann (2)

TuS Spenge: Becker (10 P.), Räber (1 P.) – F. Prüßner (3/1), Reinsch, Holtmann (1), Hehemann (1), van Zütphen, Brezina, Aufderheide, Ortjohann (3), L. Prüßner, Breuer (4), Gräfe (5), von Boenigk (1)

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