So., 25.08.2019

Viele positive Ansätze trotz des Punktverlustes des TuS N-Lübbecke beim 23:23 gegen die DJK Rimpar Wölfe. 23:21-Führung aus der Hand gegeben Gemischte Gefühle

Die eigenen Ansprüche sind höher. Entsprechend enttäuscht waren Marko Bagaric (rechts) und Peter Tatai nach dem 23:23.

Die eigenen Ansprüche sind höher. Entsprechend enttäuscht waren Marko Bagaric (rechts) und Peter Tatai nach dem 23:23. Foto: Oliver Krato

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Den Spielern stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Dabei hatten sie alles gegeben, eine starke Moral bewiesen. Und dennoch reichte es für den TuS N-Lübbecke am Ende »nur« zu einem 23:23 (10:13)-Unentschieden zum Saisonstart der 2. Handball-Bundesliga gegen die DJK Rimpar Wölfe.

Aber anders, als noch vor ein paar Monaten, waren von den Tribünen weder Pfiffe, noch andere Unmutsbezeugungen zu hören. Ganz im Gegenteil. Die nur 1.182 Zuschauer, die sich in die Merkur-Arena aufmachten, sahen einen Gastgeber, bei dem trotz des Punktverlustes die positiven Aspekte gegenüber den negativen überwogen. In der zurückliegenden Serie ein solches wahrscheinlich mit ähnlichem Ergebnis wie die 20:27-Pleite ausgegangen.

Äußerst disziplinierte Gäste

Natürlich konnte Trainer Emir Kurtagic nicht gänzlich zufrieden sein. Und auch die Fans hatten sich nach den starken Auftritten und tollen Ergebnissen der Vorbereitung zweifellos etwas anderes erhofft. Aber Wettkampfbedingungen sind nun mal ein anderes Paar Schuhe. Und außerdem gehört auch immer ein Gegner dazu. Und der erwies sich, wie erwartet, als unangenehm zu bespielen. Es waren bestimmt Dreiviertel der Rimparer Angriffe, bei denen der Arm der Schiedsrichter, die die von der Internationalen Handball-Federation (IHF) geforderte harte Linie bei Zeitstrafen mit insgesamt 20 Strafminuten strikt befolgten, zum Zeichen des drohenden Zeitspiels nach oben ging. Und immer wieder schafften es die ungemein diszipliniert spielenden Gäste, in den verbleibenenden fünf Pässen noch zum erfolgreichen Abschluss zu kommen.

Lübbecke biss sich förmlich die Zähne am konzentrierten und leidenschaftlichen Auftritt der Würzburger aus. »Wir haben zudem unseren Fokus nicht über die kompletten 60 Minuten lang hochgehalten«, monierte Kurtagic. »Das ist aber zwingend erforderlich.« Auch er wusste aber nach Spielende, »dass wir nur über Kleinigkeiten reden, die nicht wie gewünscht geklappt haben.« Von denen gab es im ersten Abschnitt aber einige. So wurden zwei Siebenmeter (Orlowski, Strosack) verworfen, scheiterte der ansonsten sehr starke Jan-Eric Speckmann zweimal freistehend, unterliefen Jo Gerrit Genz und Marko Bagaric (bei zwei Kontern) insgesamt fünf Fehlpässe. Wäre Peter Tatai nicht gewesen, der in den ersten 30 Minuten das Duell mit Rimpar-Keeper Max Brustmann deutlich gewann, die Gäste hätten zur Pause noch höher als mit drei Toren führen können.

TuS beweist Moral

Der TuS N-Lübbecke dieser Saison steckt aber den Kopf nicht in den Sand. »Kompliment an die Jungs für die gute Moral«, freute sich Kurtagic, der noch etwas Anderes positiv hervorhob. »Wir haben diesmal unsere Außen sehr gut mitgenommen.« Insgesamt kamen »Specki« Speckmann und Peter Strosack zu zehn Würfen von den Flügeln, von denen sie sieben verwandelten.  Ungewohnt viele Aktionen auf der Außenbahn.

Auch wenn im Rückraum, in dem Kapitän Marian Orlowski bei seinen Abschlüssen einen rabenschwarzen Tag erwischte, noch Steigerungspotenzial vorhanden ist, drehte Lübbecke den 16:18-Rückstand beim 19:18 (49.) in die erste Führung. Und auch auf den 20:19-Konter der Gäste hatte der TuS mit dem 23:21 (56.) die richtige Antwort. Schade nur, dass man sich vorn zwei einfache Fehler erlaubte, hinten zweimal gegen Kreisläufer Patrick Gempp falsch stand und Moritz Schade 40 Sekunden vor Schluss beim 23:23 mutterseelenallein am Tor vorbeiwarf. Entscheidende Gründe , warum es nicht zum Sieg reichte.

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