Do., 29.08.2019

Kreisläufer des TuS N-Lübbecke geht nach dem verschenkten Sieg gegen die Rimpar Wölfe mit neuer Energie ins zweite Spiel beim TV Emsdetten Frust-Remis: Schade sieht’s mittlerweile positiv

Kommt am Kreis wieder zu mehr Spielzeit: Moritz Schade.

Kommt am Kreis wieder zu mehr Spielzeit: Moritz Schade. Foto: Thomas F. Starke

Von Alexander Grohmann

Lübbecke (WB). Moritz Schade ist ehrlich: »Direkt nach dem Abpfiff war ich schon enttäuscht«, blickt der Kreisläufer auf das etwas frustrierende 23:23-Remis zum Saison-Auftakt gegen Rimpar zurück. Nach der Pause hatten Lübbeckes Zweitliga-Handballer zu viele Großchancen liegen gelassen und die Möglichkeit auf einen idealen Zwei-Punkte-Start vergeben.

Der Ärger war anschließend aber recht schnell verflogen. Spätestens zu Wochenbeginn gingen die Köpfe nach oben. Auch der ­23-jährige Kreisläufer erkannte in der Rückschau mehr Positives als Negatives im Lübbecker Vortrag. Ein entscheidender Unterschied zu vielen Spielen der verkorksten Rückrunde: Diesmal hielt der TuS nach einem spannenden Spielverlauf etwas in den Händen. »Letzte Saison hätten wir wahrscheinlich verloren«, ahnt Schade.

Anspruch wieder höher

Dass die Handballer dennoch dem Sieg hinterher trauerten, zeigt: In der Sommerpause hat der Zweitligist wieder ein anderes, selbstbewussteres Anspruchsdenken entwickelt. Trainer Emir Kurtagic scheint in intensiven Einheiten neben dem Teamgeist auch die Winner-Mentalität geweckt zu haben. »Wir sind total heiß zu gewinnen. Jeder von uns hat aus der Vorbereitung dieses Gewinner-Gefühl mitgenommen«, sagt Schade.

Spielerisch ist man noch nicht am Limit, der »Spirit« scheint aber zu stimmen. Auch das Kreuz von Moritz Schade ist – sogar ganz ohne Krafttraining – etwas breiter geworden. Denn: Unter Kurtagic gab’s für den Kreisläufer bislang mehr Einsatzzeiten als zuvor – und das tut gut. »Mich freut das natürlich«, sagt Schade lächelnd über das Vertrauen des Trainers, der ihn offenbar nicht als Ersatz für Patryk Walczak, sondern mehr als gleichwertigen Partner auf der Position sieht.

Ebner fehlt wohl noch

Gestern startete der TuS in die Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel beim TV Emsdetten am Sonntag. Dann ist mit Linksaußen Jens Bechtl­off eine wichtige Alternative wohl wieder voll belastbar. »Er trainiert mit der Mannschaft. Jetzt müssen wir nur schauen, dass seine Achillessehne bis Sonntag hält. Ich bin aber guter Dinge«, sagt Emir Kurtagic. Bei Dominik Ebner (Ellbogen) wird die Zeit dagegen knapp.

In Emsdetten erwartet die Handballer eine knifflige Aufgabe. Das weiß auch Schade, der in der Vorsaison zwei knappe Duelle erlebt hat. Dem 31:34 im Hinspiel folgte in eigener Halle ein 31:31. »Mit dem Tempospiel und der knallharten Abwehr ist Emsdetten daheim eine Macht«, sagt Schade, der insgesamt aber ein gutes Gefühl hat: »Wir müssen vorne unsere Fehler minimieren. Aber wir sind auf dem richtigen Weg.«

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