Fr., 30.08.2019

Der TuS N-Lübbecke reist am Sonntag zum TV Emsdetten. Eine offene Rechnung

Von seinem Team, hier Patryk Walczak, verlangt Emir Kurtagic höchste Bereitschaft. Nur dann sei am Sonntag ein Sieg möglich.

Von seinem Team, hier Patryk Walczak, verlangt Emir Kurtagic höchste Bereitschaft. Nur dann sei am Sonntag ein Sieg möglich. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Auf einen Stolper-Start können sie verzichten. Nach dem Remis zum Auftakt strebt Zweitligist TuS N-Lübbecke für das erste Auswärtsspiel beim TV Emsdetten (Sonntag, 17 Uhr) einen Sieg an. Doch Vorsicht: Der Gegner zählt nicht zu den liebsten.

Vor allem in der vergangenen Saison machten die Lübbecker in Emsdetten gleich mehrere Erfahrungen. Zunächst gelang im DHB-Pokal ein hart umkämpftes 35:34 nach Verlängerung. Das Hinrundenspiel in der Liga ging wenige Wochen später mit 31:34 verloren. »Da haben wir nicht so gut ausgesehen«, erinnert sich TuS-Kreisläufer Moritz Schade. Nach der Niederlage war der Lübbecker Fehlstart mit drei Niederlagen aus den ersten fünf Partien komplett. Ein ähnlicher Verlauf soll jetzt natürlich verhindert werden.

TVE hat Krings verloren

Hoffnung dürfte dem TuS unter anderem eine personelle Veränderung im TVE-Team machen. Mit Merten Krings hat sich der jahrelange Kopf der Mannschaft in Richtung Hamm verabschiedet. Er hatte beispielsweise bei Emsdettens Sieg in der Vorsaison mit neun Treffern und einigen Vorlagen entscheidenden Anteil. »Er ist jemand, der gegen uns häufig seinen besten Tag erwischt hat«, sagt Schade und bekommt Bestätigung von Emir Kurtagic: »Merten Krings kann Spiele alleine bestimmen, zuletzt auch gegen mich und meinen Ex-Klub Hüttenberg.«

Der TuS-Trainer legt aber großen Wert darauf, die Emsdettener keinesfalls auf Krings zu reduzieren. Der Abgang sei gut kompensiert worden. Das sei am ersten Spieltag deutlich geworden, als der TVE nur knapp gegen Mitfavorit Coburg verlor (22:26). »Emsdetten war nicht die schlechtere Mannschaft«, sagt Kurtagic, der seine Spieler auf eine schwierige Aufgabe gegen eine »knallharte Abwehr« und einen »wurfgewaltigen Rückraum« einstellen muss.

Verkrampfung vor Heim-Publikum

Den Fokus legt der Coach aber auf die eigene Leistung. Die habe am ersten Spieltag gegen Rimpar größtenteils gestimmt . Nur im Angriff müsse die Chancenverwertung deutlich verbessert werden. »Wir waren viel zu nervös, müssen jetzt viel ruhiger auftreten«, sagt Kurtagic, der in der vergangenen Woche bei seinem Team eine gewisse Verkrampfung vor dem heimischen Publikum feststellte: »Der Wunsch, gleich einen Sieg zu landen, war groß. Die Jungs wollten sicherlich auch ein bisschen Wiedergutmachung für die Saison zuvor betreiben.«

Zumindest diese hohe Erwartungshaltung von außen dürfte es in Emsdetten nicht geben. Genau deswegen verspricht sich Kurtagic vom Auswärtsspiel etwas mehr ­Lockerheit in seinem Kader: »Der Druck ist jetzt ein anderer. Vielleicht können wir den besser verarbeiten.«

Eines aber verändert sich auch bei Auswärtsspielen nicht: die Erwartungshaltung von Kurtagic. Wie in jeder Partie in der aus dessen Sicht sehr ausgeglichenen zweiten Liga müsse das Lübbecker Team an die Grenzen gehen. »Nur dann haben wir auch eine Chance auf zwei Punkte«, sagt der Trainer. Und diese zwei Punkte wären so wichtig, um einen Stolper-Start zu verhindern.

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