Fr., 06.09.2019

TuS N-Lübbecke fährt mit breiter Brust zum Aufstiegsaspiranten nach Coburg Gute Erfahrung im Spielo-Cup

Lukasz Gierak erinnert sich wie seine Mitspieler gern an das Finale des Spielo-Cups. Der Pole wird in Coburg aber wohl nur zuschauen.

Lukasz Gierak erinnert sich wie seine Mitspieler gern an das Finale des Spielo-Cups. Der Pole wird in Coburg aber wohl nur zuschauen. Foto: Krato

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). »Es wird nicht reichen, dass wir da nur auftauchen und sagen: Wir nehmen die Punkte mal gerade mit. Trotz des HSC-Patzers in Aue sind wir schließlich bei einem absoluten Topteam der 2. Liga zu Gast.« Emir Kurtagic warnt vor dem Auswärtsspiel seines TuS N-Lübbecke am Samstagabend (19.30 Uhr) in Coburg vor allzu großer Euphorie. »Es muss alles passen, wenn wir da erfolgreich sein wollen.«

Coburg nach der 25:33-Pleite beim EHV Aue nicht richtig ernst zu nehmen, wäre der größte Fehler, den man begehen könnte. »Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Mannschaft drei Spieltage vor Serienende vor dem Sprung in die 1. Liga stand, nicht zu unrecht als sicherer Aufstiegskandidat gehandelt wurde und zweifellos die besten Voraussetzungen aller Spitzenklubs mitbrachte, um im Oberhaus spielen zu können«, betont Coach Kurtagic und hebt hervor: »Auch wenn es die eine oder andere personelle Veränderung gegeben hat, so hat Jan Gorr ja ganz klar als Zielsetzung ausgegeben, solange wie möglich um die Aufstiegsplätze mitzuspielen. Von daher müssen wir uns auf einen heißen Fight einstellen, in dem der Gegner sicherlich um Wiedergutmachung bemüht sein dürfte.«

Das Finale zunächst dominiert

Im Spielo-Cup vor vier Wochen trafen beide Mannschaften schon einmal aufeinander . Damals im Finale, das die Lübbecker mit 25:24 knapp für sich entscheiden konnten, nachdem sie die erste Hälfte über 7:1 und 14:6 eindeutig dominiert hatten. »Ich denke schon, dass dieses Aufeinandertreffen eine Rolle spielen wird, zumindest was taktische Details angeht. Auch wenn es am Ende nur ein Freundschaftsspiel war«, so Kurtagic. »Im Kopf spielt dieses Duell aber sicherlich noch eine Rolle, wobei jedem von uns bewusst sein muss, was für ein schweres Spiel uns in Coburg erwartet. Die wichtigste Erkenntnis aus dem Spielothek ist, dass wir sie schlagen können. Das sollten wir auf jeden Fall mitnehmen.«

Mitte August fehlten hüben wie drüben wichtige Spieler. Das wird auch jetzt so sein – zumindest bei den Gästen aus Ostwestfalen. Patryk Walczak konnte mit seiner Daumenverletzung ebenso wenig trainieren, wie Lukasz Gierak aufgrund seiner Rippenprellung. Johannes Jepsen ist mit seinem doppelten Bänderriss ohnehin zum Zuschauen verdammt. Zu allem Überfluss musste Jens Bechtloff das Training aufgrund neuerlicher Wadenbeschwerden abbrechen. Einzig Dominik Ebner kehrte nach seiner Ellenbogenverletzung wieder ins Mannschaftstraining zurück. »Warten wir mal ab, wer sich bis Samstag spielfähig meldet. Fakt ist aber, dass wir keinerlei Risiko eingehen werden. Nur wer zu hundert Prozent fit ist, wird auch spielen. Und wenn er seine Mitspieler auch nur entlastet. Auch das wäre wichtig.«

In der Breite gut aufgestellt

Der Lübbecker Trainer ist mit vielen Dingen, die er in den bisherigen beiden Partien seiner Mannschaft gesehen hat, zufrieden. Die Entwicklung schreitet ganz nach seinem Wunsch voran. »Wir können allerdings noch Vieles besser machen.« Wozu auch das Umschaltspiel aus der Defensive zählt. »Für mich als Trainer ist aber auch wichtig zu sehen, wie wir mit Verletzungen umgehen. Bislang haben die Jungs gezeigt, dass sie das sehr gut zu kompensieren verstehen«, freut sich Emir Kurtagic. »Das ist auch ein Zeichen, dass wir in der Breite gut aufgestellt sind.«

Beim HSC 2000 Coburg schätzt der TuS-Coach vor allen Dingen die hohe Spieldisziplin, die die Mannen von Jan Gorr immer und immer wieder an den Tag legen. »Sie sind geduldig und hochkonzentriert, spielen fast immer auf einem gleichbleibenden Level.« Daher sei es sehr wichtig, »dass wir das wiederholen, was uns bislang ausgezeichnet hat. Ich würde mir aber noch eine weitere Steigerung wünschen.« Fakt ist, dass man nicht zu sehr auf den Gegner schauen, sondern den Fokus auf das lenken sollte, was man selbst abliefert. »Wir haben für die Partie einen klaren Matchplan, den gilt es umzusetzen. Auf jeden Fall laufen wir mit breiter Brust auf und stellen uns dem Druck der Halle.«

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