Fr., 13.09.2019

2. Handball-Bundesliga: Der TuS N-Lübbecke tut sich beim 24:19 gegen Aufsteiger HSG Krefeld phasenweise schwer, sammelt aber zwei wichtige Punkte Heimsieg ohne Glanz

Von Außen auch gegen Krefeld ein gewohnt sicherer Torschütze: Lübbeckes Jens Bechtloff.

Von Außen auch gegen Krefeld ein gewohnt sicherer Torschütze: Lübbeckes Jens Bechtloff. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Pflichtaufgabe erfüllt: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat am Freitagabend den Aufsteiger HSG Krefeld mit 24:19 (12:6) besiegt. Ohne Glanz, aber wieder mit einer guten Defensivleistung.

Trotz der Deutlichkeit des Endergebnisses gestaltete sich die Anfangsphase aber schleppend. Die Lübbecker brauchten einige Minuten, um sich auf die Abwehr der Gäste einzustellen. In der 5:1-Formation fand der TuS zunächst keine Lücken, Krefeld verschob geschickt. Deswegen dauerte es auch bis zur sechsten Minute, ehe der aufgerückte Marko Bagaric den ersten Lübbecker Treffer zum 1:1 erzielte,

Tore übers Tempo

Fünf eigene Treffer standen nach einer Viertelstunde auf der Anzeigetafel. Eine Ausbeute, mit der TuS-Trainer Emir Kurtagic nicht zufrieden sein konnte. Vor allem der Positionsangriff sorgte nicht für die nötige Gefahr. Erfolgreich waren nur die Aktionen im Gegenstoß oder über die zweite Welle. Kurtagic nahm daher eine Auszeit und strukturierte das Offensivspiel seiner Mannschaft noch einmal. Größtenteils mit Erfolg. Vor allem das Tempospiel behielten die Lübbecker bei und setzten sich auf diese Weise auf 11:5 (28.) ab. Die Grundlage stellte eine immer besser harmonierende Deckung vor einem gewohnt starken Peter Tatai dar. Der Torhüter kam schon in Hälfte eins auf acht Paraden. Unter anderem deswegen blieb der TuS zwischen der 20. und 30. Minute ohne Gegentor und nahm ein Sechs-Tore-Polster mit in die Kabine.

Der Beginn des zweiten Abschnitts erinnerte doch stark an den ersten. Wieder tat sich der TuS zunächst schwer, brachte es in zehn Minuten gerade einmal auf drei Tore. Wieder nahm Trainer Kurtagic eine Auszeit. Eine Besserung wollte sich dieses Mal aber nicht einstellen. Das lag vor allem daran, dass die Gastgeber ihre teilweise klaren Wurfchancen und den Raum hinter dem vorgezogenen Krefelder Abwehrspieler nicht zu nutzen wussten.

Zweite Halbzeit geht verloren

Die HSG setzte nach Ballgewinnen auf Geduld, spielte die Angriffe lange aus und geriet mit schöner Regelmäßigkeit in ein drohendes Zeitspiel. Doch der Erfolg gab den Gästen recht. Sie kamen in Minute 47 bis auf 14:17 heran. Der TuS hatte die zweite Hälfte bis zu diesem Zeitpunkt also mit drei Toren verloren. Deswegen brauchte es dann die Wurfgewalt und das Selbstvertrauen von Valentin Spohn, um wieder in die Spur zu finden. Der Halblinke kam für Marian Orlowski von der Bank, erzielte vier Treffer in Serie und führte sein Team zum wieder beruhigenden 21:14 (53.). Die Vorentscheidung war gefallen.

Und doch konnte der TuS nur bedingt zufrieden sein. So sahen es auch die Spieler. »Gegen den vorgezogener Spieler bei Krefeld haben wir uns unheimlich schwer getan. Gerade in der zweiten Halbzeit war es ein Hängen und Würgen«, sagte Jo Gerrit Genz und bekam die Bestätigung von Roman Becvar: »Wir waren viel zu hektisch gegen die offensive Abwehr, des Gegners, haben uns zu wenig gegenseitig geholfen.«

TuS N-Lübbecke: Tatai (11 Paraden), Grzesisnki (2 P.) – Becvar (1), Genz (1), Walczak, Bechtloff (2), Ebner, Bagaric (1), Strosack (6/2), Mundus, Spohn (6), Schade, Orlowski (5/2), Speckmann (2)

HSG Krefeld: Toth, Kreutmann – Jaeger (4), Wöstmann, Cutura (4), Janus, Roosna (3), Vonnahme, Luciano, Gentges, Schulz, Ciupinski (3), Brüren (5/3)

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