Do., 26.09.2019

TuS N-Lübbecke: Lukasz Gierak will mit seinem Team zurück in die 1. Bundesliga »Nicht nur gewinnen – auch besser spielen«

Lukasz Gierak hat sich mit dem TuS N-Lübbecke hohe Ziel gesteckt. Er will in dieser Serie aufsteigen.

Lukasz Gierak hat sich mit dem TuS N-Lübbecke hohe Ziel gesteckt. Er will in dieser Serie aufsteigen. Foto: Krato

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Vor drei Jahren stand er im Aufgebot der Polen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, ein Jahr später lief er für im Nationalteam bei der Weltmeisterschaft in Frankreich auf. Seit drei Jahren nun trägt Lukasz Gierak auch das Trikot des TuS N-Lübbecke – erst in der 2. Bundesliga, dann ein Jahr im deutschen Oberhaus und nun schon wieder in der zweiten Spielzeit in Liga zwei. Dort allerdings mit klarem Ziel: »Ich will mit dem TuS in dieser Saison aufsteigen!«

Gut, Ziele muss jeder Sportler haben. Nach der zurückliegenden Pleitensaison und dem Rückfall in die genau dort gezeigten Verhaltensmuster beim Gastspiel vor einer Woche in Dormagen aber zweifellos eine mutige Aussage. »Natürlich weiß man nicht, was in acht Monaten ist, und ich schaue daher auch erst einmal auf unser nächstes Spiel, dennoch erhoffe ich mir für die Mannschaft einen der beiden Aufstiegsplätze.«

Erfahrung muss vorhanden sein

24 Länderspiele hat Lukasz Gierak, der vor seinem Wechsel an den Wiehen bei Pogon Szcecin spielte, auf seinem Konto. Der 31-jährige Mittelmann müsste also, wie viele seiner Mitspieler, über ausreichend Erfahrung verfügen, um schwierige Spielsituationen – gerade gegen Underdogs – lösen zu können. Doch genau auf diese Qualitäten warten die TuS-Fans oft vergeblich. Bei Gierak, aber auch bei anderen Stützen.

Fakt ist, dass Trainer Emir Kurtagic, das hat der Aussetzer in Dormagen bewiesen, noch viel Zeit benötigt, damit seine Spieler konsequent das umsetzen, was er trainiert, was er von ihnen erwartet.

»Kein Mentalitätsproblem«

»Wir haben kein Mentalitätsproblem«, macht Gierak deutlich und erinnert mit seinen Worten ein wenig an die am Wochenende für viel Zündstoff gesorgte Aussagen von Fußball-Nationalspieler Marko Reus nach dem 2:2 von Borussia Dortmund in Frankfurt. Mentalitätsproblem wohl nicht. Aber Schwachstellen in Charakterfragen, in Leidenschaft und Einsatz, Wille und Einstellung sind es, die zuletzt zutage traten. Das sehen nicht nur die Fans so, das empfanden auch Trainer und Verantwortliche des TuS nicht anders.

»Die Kritik ist unbestritten berechtigt. Damit haben wir auch kein Problem. Wir hoffen, dass es gegen Ferndorf am Samstag sehr viel besser wird«, betont Lukasz Gierak, der vor allen Dingen eine Steigerung in der Defensive fordert. »In Dormagen waren wir nicht aggressiv genug, haben ohne Kontakt gespielt.«

Seine Hoffnung ist es, dass man die eigenen Fans richtig verwöhnt. »Wir wollen unsere Spiel nicht nur gewinnen, wir wollen auch gut und ansehnlich spielen.« Allerdings weiß auch er, »dass es eine schwere Saison wird, weil acht, neun Mannschaften oben mitspielen können. Und damit nicht genug: In dieser Liga ist der Tabellenletzte an einem guten Tag durchaus in der Lage, den Ersten zu schlagen.«

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