Do., 10.10.2019

Für Peter Strosack sind die aktuellen Probleme beim TuS N-Lübbecke in erster Linie Kopfsache. Gegner wissen, was zu tun ist

Für Peter Strosack ist eines klar: »Wir müssen am Samstag gegen Hüttenberg gewinnen.«

Für Peter Strosack ist eines klar: »Wir müssen am Samstag gegen Hüttenberg gewinnen.« Foto: Oliver Krato

Von Volker Krusche

Lübbecke (WB). Mit Wehmut blickt Peter Strosack auf die Vorbereitung zurück. »Es ist extrem schade, dass das gute Gefühl längst verpufft ist.« Der Rechtsaußen von Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat keine Erklärung dafür, dass man den nach der Sommerpause begonnenen und vielversprechend wirkenden Weg nicht weitergegangen sei. »Wir haben uns in eine schlechte Position gebracht. Da hat man Entscheidungen der Vereinsverantwortlichen einfach zu akzeptieren.«

Gemeint war die disziplinarische Maßnahme gegen Kreisläufer Patryk Walczak , der in Gummersbach nach seiner dritten Zeitstrafe dem Schiedsrichter den Vogel zeigte und mit einer zusätzlichen Zwei-Minuten-Strafe bedacht worden war. Daraufhin war der Pole für das bevorstehende Heimspiel am Samstag gegen den TV Hüttenberg auf die Tribüne verbannt worden. »Es steht mir nicht zu, das zu kommentieren«, so Strosack.

Dem ist natürlich klar, wo augenblicklich der Schuh drückt. »Wenn wir im Durchschnitt gefühlt nur 22 Tore pro Spiel machen, wird man immer Probleme haben zu gewinnen. Wir verwerfen einfach zu viele freie Bälle und bringen uns durch unser Spiel zudem auch in schlechte Positionen beim Abschluss«, hat der Rechtsaußen erkannt. »Es kann doch nicht sein, dass es jeder gegnerische Torhüter gegen uns auf 15 Paraden bringt. So gut sind die alle nun wirklich nicht.«

Reine Kopfsache

Der Linkshänder sieht das Problem inzwischen als reine Kopfsache. »Jeder versucht natürlich dem Team zu helfen. Aber dabei trifft er f oft die falschen Entscheidungen. Um aus diesem Dilemma rauszukommen, brauchen wir Erfolgserlebnisse. Wir müssen einfach mal wieder gewinnen. Aber dazu muss sich in unserem gebundenen Angriff alles verbessern!« Die Konsequenz aus der schwachen Chancenverwertung und den Problemen im Aufbauspiel würden von den Gegnern mit offensiveren Abwehrvarianten beantwortet. »Die wissen natürlich um die Qualität unserer Rückraumspieler und ihre aktuelle Verunsicherung. Logisch, dass sie unsere Werfer aggressiver angehen. Keine Deckung steht gegen uns an der Linie, alle wissen genau, wie schwer wir uns gegen die offensivere Ausrichtung tun.«

Der 25-Jährige, der im Vorjahr aus Leipzig an den Wiehen gezogen ist und noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, übt sich auch in Selbstkritik. »In Dormagen wollte ich es an meiner ehemaligen Wirkungsstätte besonders gut machen. Da war ich zweifellos etwas übermotiviert.« Ungeachtet dessen sei es nun mal so, dass man als Außen nicht so viele Bälle bekomme. »Die, die ich kriege, müssen dann aber auch sitzen!«

Mit Sieg Frust bekämpfen

Mit Blick auf den kommenden Samstag sieht Peter Strosack den Druck bei beiden Teams. »Auch für die Hüttenberger läuft es derzeit nicht nach Wunsch. Die stehen in der Abwehr genauso wie wir ganz gut, tun sich vorne aber schwer.« Der Lübbecker Linkshänder erwartet ein kämpferisch geprägtes Duell. »Beide Seiten wollen keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern zwei wichtige Punkte.« Allerdings hat er beim Gast einen Punkt ausgemacht, der ihm nicht schmeckt. »Die agieren mit einer 3:2:1-Abwehr. Das dürfte eine unangenehme Aufgabe für uns werden. Was aber nichts daran ändert, dass wir das Spiel für uns entscheiden wollen. Egal, was Hüttenberg auch unternimmt, wir müssen gewinnen. Nur mit einem Sieg können wir den eigenen Frust erfolgreich bekämpfen.«

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