Do., 07.11.2019

2. Handball-Bundesliga: Linkshänder zählt regelmäßig zu den besten Torschützen beim TuS N-Lübbecke Genz: plötzlich im Mittelpunkt

Auf dem Weg zu einem der derzeit zahlreichen Treffer: Jo Gerrit Genz nimmt gerade eine sehr gute Entwicklung.

Auf dem Weg zu einem der derzeit zahlreichen Treffer: Jo Gerrit Genz nimmt gerade eine sehr gute Entwicklung. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Die Leistungen schwanken immer noch sehr, beim TuS N-Lübbecke sogar innerhalb eines Spiels. Den besten Beleg dafür lieferte zuletzt das Heim-Remis gegen die HSG Konstanz. Bei einem Spieler dagegen schlägt die Formkurve derzeit fast nur noch nach oben aus. Jo Gerrit Genz entwickelt sich zu einem wichtigen Baustein beim Zweitligisten.

Aus der Perspektive des Zuschauers wirkt der Linkshänder in der Regel ruhig, zurückhaltend, sachlich. Daran hat sich auch nichts geändert. Doch die Zeiten, in den Jo Gerrit Genz lange im Schatten von Einzelkönnern im rechten Rückraum wie Pontus Zetterman oder Dener Jaanimaa stand, gehören der Vergangenheit an. Der 24-Jährige spielt sich gerade mehr und mehr in den Mittelpunkt in Lübbecke. Das belegen auch die Zahlen: sechs Tore gegen Hüttenberg, vier in Bietigheim, sieben gegen Konstanz. Damit zählte Genz immer zu den besten Schützen oder war sogar der erfolgreichste. »Es läuft gerade wirklich sehr gut für mich, aber zufrieden bin ich noch nicht«, sagt Genz.

Nach Abwehr nun auch Angriff

Unter Trainer Aaron Ziercke war »Holz«, wie er von den Kollegen gerufen wird, lange als Abwehrspezialist angesehen. Bei Emir Kurtagic spielt Genz nun aber auch offensiv eine Hauptrolle. Und das scheint diesem sehr zu gefallen. »Der Trainer schenkt mir derzeit das Vertrauen und ich will es zurückzahlen. Für mich passt es gut, wenn ich beides spielen darf«, betont Genz, bei dem im nun vierten Jahr beim TuS endlich die nötige Lockerheit vorhanden zu sein scheint: »Ich habe mir die nötige Sicherheit über die Abwehr geholt. Vorne spiele ich ein bisschen mehr drauf los, mache mir keinen großen Kopf über einen möglichen Fehler.« Außerdem sei das Vertrauen in die eigenen Qualitäten vorhanden. »Ich weiß: Wenn ich ruhig bleibe, werden sich auch die Chancen ergeben. Die muss ich dann nur auch nutzen«, sagt Genz.

Den Aufschwung beim Linkshänder nimmt Emir Kurtagic mit einem Lächeln zur Kenntnis. Große Anteile daran will der TuS-Trainer nicht für sich reklamieren: »Jo hat sich die Spielanteile selbst verdient, deswegen lasse ich ihn auch gerne spielen. Und jetzt ist er auch selbst dafür verantwortlich, weiterhin Gas zu geben und diesen positiven Trend zu bestätigen.«

Kurtagic lobt die rechte Angriffsseite

Sowieso sei Kurtagic mit seiner rechten Offensivseite derzeit sehr zufrieden. Neben Genz hinterlasse auch Positionspartner Dominik Ebner, mit Ausnahme der Konstanz-Partie, einen guten Eindruck. Und Rechtsaußen Peter Strosack komme nach und nach wieder in die von Spieler und Trainer erwartete Verfassung. »Diese Jungs machen aktuell viel richtig. Auf der Seite haben wir eine Menge Druck, strahlen eine menge Gefahr aus«, lobt Kurtagic und bezieht diese Aspekte auch auf die linke Angriffsseite: »Wir müssen jetzt noch mehr Spieler auf dieses Niveau heben.«

Immerhin: Beim in den vergangenen Wochen mehrmals glücklosen Marian Orlowski scheint es auch wieder bergauf zu gehen. Zumindest deuteten das die fünf Tore gegen Konstanz an. Eine ähnliche Quote von Orlowski und dazu wieder sieben Treffer von Jo Gerrit Genz – die Chancen auf einen Sieg am Sonntag (17 Uhr) wären relativ groß. Dann ist der TuS N-Lübbecke nämlich beim HC Elbflorenz zu Gast.

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