So., 10.11.2019

2. Handball-Bundesliga: Spohn trifft wenige Sekunden vor Schluss für Lübbecke zum 28:28 beim HC Elbflorenz Wieder ein später Punkt

Marian Orlowski scheint der guten Form näher zu kommen. In Dresden hat er acht Tore für den TuS N-Lübbecke erzielt.

Marian Orlowski scheint der guten Form näher zu kommen. In Dresden hat er acht Tore für den TuS N-Lübbecke erzielt. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Dresden/Lübbecke (WB). Immerhin noch einen Punkt hat Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke gerettet. Für das 28:28 (14:19) beim HC Elbflorenz benötigte es aber eine Aufholjagd in der zweiten Hälfte. Trainer Emir Kurtagic lobte hinterher deswegen auch die gute Moral seiner Mannschaft.

Es ist beim TuS N-Lübbecke nichts Neues mehr, wenn die Torhüter einer Partie ihren Stempel aufdrücken. In der vergangenen Woche beim Remis gegen Konstanz war es in der Schlussphase Johannes Jepsen, der einen Punkt sicherte. im Heimspiel zuvor gegen Hüttenberg war es schon einmal der Youngster, der die entscheidenden Paraden zeigte. Und Peter Tatai ist nicht erst seit dieser Saison eigentlich eine Bank im Lübbecker Tor.

Es gibt aber auch diese Tage, an denen die TuS-Torhüter nicht den gewohnt starken Rückhalt darstellen können. Und genau so ein Tag war am Sonntag ist Dresden. Tatai und Jepsen zeigten beide keinen gute Leistung. Zusammen kamen sie gerade einmal auf magere vier Paraden. Auch mehrfache Wechsel zwischen den Pfosten lieferten nicht den erhofften Impuls.

Zu viele Gegentreffer in Hälfte eins

Unter anderem so war zu erklären, warum die Lübbecker im ersten Durchgang 19 Gegentreffer kassierten. »Da waren sicherlich ein paar unglückliche Sachen dabei«, sagte Kurtagic vorsichtig. Zufrieden sein konnte er mit dem Zusammenspiel von Torhütern und der Abwehr jedenfalls keinesfalls. Die Gegenwehr fehlte zunächst in manchen Szenen, wenn die Dresdener mit Wucht und jeder Menge Willen angestürmt kamen.

Bezeichnend war gleich die Anfangsphase. Denn zwei Überzahlsituationen innerhalb der ersten acht Minuten konnte der TuS nicht für sich nutzen. Noch schlimmer: Er geriet bis zur zwölften Minute mit 5:9 in Rückstand. Immerhin bewahrten die Gäste im Angriff die Ruhe und leisteten sich nur wenige technische Fehler. Ein deutlicher Rückstand zur Pause war dennoch nicht zu verhindern. Und der belief sich auch nur« auf fünf Tore, weil Jens Bechtloff nach der Pausensirene noch einen Siebenmeter verwandelte. Insgesamt waren es fünf, die bedeuteten eine Quote von 100 Prozent. Eine Statistik mit Seltenheitswert in dieser Saison beim TuS.

Kurtagic lobt die Abwehr

Mit Beginn des zweiten Abschnitts war zu spüren, dass die Lübbecker mehr Wert auf die Abwehrarbeit legen wollten. Sie zeigten sich nun vor allem beweglicher und wollten ihren Torhütern so viel Arbeit wie möglich abnehmen. »Wir haben uns in jeden Ball geworfen, das war extrem gut«, lobte Trainer Kurtagic und fügte hinzu: »Die Einstellung der Mannschaft war top. Es macht mich stolz, dass die Jungs mit der schwierigen Situation so gut umgegangen sind.«

Schritt für Schritt knabberten die Gäste Tor um Tor von ihrem Rückstand ab und stellten beim 21:22 (45.) durch Bechtloff den direkten Anschluss her. Fünf Minuten später bot sich beim 23:24 die Chancen zum Ausgleich – erst per Gegenstoß, dann per Wurf von Valentin Spohn. Beide blieben ungenutzt. »Wenn wir da ausgleichen, glaube ich, dass wir gewinnen«, sagte Kurtagic.

So aber behauptete Dresden lange den Vorsprung, der TuS blieb aber immer dran und erzielte durch den starken Marian Orlowski in der 59. Minute auch wirklich den Ausgleich zum 27:27. Die Gastgeber legten daraufhin noch ein letztes Mal vor. Nach einer letzten TuS-Auszeit war es dann Spohn, der Verantwortung übernahm und sechs Sekunden vor dem Ende den 28:28-Endstand markierte. Der finale Dresdener Freiwurf landete neben dem Tor. Und so fiel der Jubel über den einen Punkt bei den Lübbeckern doch deutlich größer als auf der anderen Seite aus. »Ich würde sagen, dass es sich schon wie ein gefühlter Sieg für uns anfühlt«, sagte TuS-Coach Kurtagic.

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