Di., 12.11.2019

2. Handball-Bundesliga: TuS N-Lübbecke trennt sich im Sommer 2020 von seinem Ex-Kapitän Bechtloff bekommt keinen Vertrag

Muss den TuS N-Lübbecke verlassen: Jens Bechtloff.

Muss den TuS N-Lübbecke verlassen: Jens Bechtloff. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Auf die Dienste einer jahrelangen Stammkraft wird der TuS N-Lübbecke ab dem nächsten Sommer verzichten. Linksaußen Jens Bechtloff bekommt beim Handball-Zweitligisten keinen neuen Vertrag.

Die Nachricht am Dienstagmittag kam doch recht überraschend. Schließlich ist Bechtloff weiterhin die klare Nummer eins auf seiner Position. Der 33-Jährige machte in Lübbecke schon Auf- und Abstieg mit und zählt in seiner fünften Saison beim TuS natürlich zu den erfahrenen Spielern. In bisher 142 Bundesligaspielen erzielte »Feile« 416 Treffer für Lübbecke.

»Feile« wäre geblieben

Aus Sicht des Spielers hätten auch über die laufende Spielzeit hinaus noch einige hinzukommen können. »Ich wäre nicht abgeneigt gewesen, noch weiterhin für den TuS zu spielen, denn ich fühle mich immer noch gut. Doch so ist das im Sport, da trennen sich die Wege auch mal. Ich muss die Entscheidung so akzeptieren«, sagt Bechtloff, der in der Region Ostwestfalen-Lippe mittlerweile verwurzelt ist. Vor der Zeit in Lübbecke spielte der fünffache Nationalspieler acht Jahre lang für den TBV Lemgo. »Ich bin kein Wandervogel. Mir war es immer wichtig, sich bei einem Verein wohlzufühlen«, betont Bechtloff.

Deswegen wollte der Familienvater mit Blick auf die nächste Saison auch frühzeitig Planungssicherheit haben. Bechtloff suchte den Kontakt zu den Verantwortlichen beim TuS. »Die Trennung von einem so verdienten und langjährigen Spieler fällt uns alles andere als leicht. Von Jens’ Qualität sind wir überzeugt«, sagt der Sportliche Leiter Rolf Hermann, der die Trennung anders begründet: »Wir müssen das Gesamtpaket betrachten und sind verpflichtet, perspektivisch und wirtschaftlich für den Verein zu handeln.«

Wie es sportlich bei Jens Bechtloff weitergeht, steht noch nicht fest. Er sehe es jedenfalls als Chance, etwas Neues anzugehen. Vertragsverhandlungen mit anderen Klubs führe er bisher nicht. Zeit dafür bleibe jetzt genug.

Acht weitere Verträge laufen aus

Zeit hat auch der TuS, um einen adäquaten Nachfolger auf Linksaußen zu finden. »Es gibt verschiedene Überlegungen, wir sind in Gesprächen. Es ist aber nichts spruchreif«, sagt Hermann, auf den bald noch weitere Entscheidungen zukommen werden. Beim TuS scheint die Zeit für einen (größeren) Umbruch eingeläutet zu sein. Es laufen nämlich noch die Verträge von acht weiteren Spielern aus. Es handelt sich dabei um die von Jo Gerrit Genz, Patryk Walczak, Lukasz Gierak, Marko Bagaric, Valentin Spohn, Moritz Schade, Marian Orlowski und Jan-Eric Speckmann.

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