Mi., 20.11.2019

2. Handball-Bundesliga: Emir Kurtagic, Trainer des TuS N-Lübbecke, lobt seinen Abwehrchef Marko Bagaric »Genau solche Typen brauchen wir«

Marko Bagaric (rechts, neben Patryk Walczak) stellt im Puzzle des TuS N-Lübbecke einen wichtigen Teil dar. Er fokussiert sich auf die Rolle als Chef in der Abwehr und wirkt auf die Mitspieler ein.

Marko Bagaric (rechts, neben Patryk Walczak) stellt im Puzzle des TuS N-Lübbecke einen wichtigen Teil dar. Er fokussiert sich auf die Rolle als Chef in der Abwehr und wirkt auf die Mitspieler ein. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke »Das war richtig peinlich«, sagt Marko Bagaric. Der Abwehrchef des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke meint damit den Auftritt seiner Mannschaft in der vergangenen Saison beim TuSEM Essen. Es setzte dort eine 25:32-Klatsche in der Rückrunde. An diesem Freitag (Anwurf 19.30 Uhr) gibt es in der Sporthalle Am Hallo die Chance zur Revanche.

Es könnte allerdings gewiss bessere Zeitpunkte geben für ein Gastspiel in Essen. Der TuSEM ist derzeit das Topteam der 2. Liga, führt die Tabelle an, hat schon sieben Pluspunkte mehr auf dem Konto als der TuS. »Das wird ein ganz schweres Spiel für uns, die haben vor allem im Angriff richtig Spaß am Handball«, sagt Bagaric über den Gegner, der über viele bewegliche Offensivspieler verfügt. Auf den Lübbecker Defensivspezialisten und seine Nebenleute dürfte also eine Menge Arbeit zukommen. Für Bagaric aber kein Problem: »Die Abwehr ist derzeit unsere starke Seite. Wir müssen kämpfen und ohne Angst ins Spiel gehen. Dann können wir auch in Essen zwei Punkte holen.«

Serie soll auf sechs Spiele anwachsen

Das Vertrauen in die eigenen Stärke scheint beim TuS wieder angewachsen zu sein. Allerdings keine große Überraschung angesichts des zuletzt positiven Laufs. Seit fünf Partien – drei Siege und zwei Unentschieden – sind die Lübbecker unbesiegt. »Jetzt wollen wir die Serie auf sechs Spiele ausbauen«, gibt Bagaric das Ziel für Freitag aus.

Der 2,02-Meter-Mann, der sich beim TuS in der dritten Spielzeit befindet, wird dann wieder große Spielanteile im Mittelblock bekommen. Im Lübbecker Angriff ist Bagaric, der im Jahr 2015 Vize-Weltmeister mit Katar wurde, nur selten zu sehen. »Meine Aufgabe ist die Abwehrarbeit«, stellt der 33-Jährige klar. Nur bei einer schnellen Mitte oder der ersten und zweiten Welle suche er den Weg nach vorne und manchmal den Abschluss. »Marko könnte von der Qualität her auch im Angriff spielen«, sagt Trainer Emir Kurtagic, für den Bagaric in der Abwehr aber noch mehr Wert ist: »Seine defensive Qualität wollen wir nicht aufs Spiel setzen, indem er vorne und hinten spielt. Es gibt eine gewisse Rollenverteilung.« Zumal der TuS mit Marian Orlowski und Valentin Spohn im linken Rückraum bestens aufgestellt ist.

Bagaric hilft Kurtagic

Allgemein hält Coach Kurtagic eine Menge von Bagaric. Nicht umsonst wurde der gebürtige Kroate zum Vize-Kapitän ernannt. »Marko ist ein top Junge, der innerhalb der Mannschaft sehr anerkannt ist. Seine ruhige Art überträgt er auch auf die anderen. Das gefällt mir sehr. Genau solche Typen brauchen wir«, lobt Kurtagic, für dessen Arbeit an der Seitenlinie auch das Zusammenspiel mit den Führungskräften wie Bagaric auf dem Feld von großer Bedeutung sei.

Dass die Kommunikation funktioniert, können und müssen alle Beteiligten am Freitag in Essen wieder unter Beweis stellen – wenn die Revanche gelingen soll.

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