Mi., 27.11.2019

2. Handball-Bundesliga: Der erfahrene Linksaußen ordnet den derzeit sehr guten Lauf mit dem TuS N-Lübbecke realistisch ein. Mit der Entscheidung des Vereins, den Vertrag nach der Saison nicht zu verlängern, geht er professionell um Bechtloff: »Wir haben noch nichts erreicht«

Linksaußen Jens Bechtloff gibt trotz seines bevorstehenden Abschieds nach der laufenden Saison Vollgas für den TuS N-Lübbecke. Das soll auch für das kommende Heimspiel gegen Hamm gelten.

Linksaußen Jens Bechtloff gibt trotz seines bevorstehenden Abschieds nach der laufenden Saison Vollgas für den TuS N-Lübbecke. Das soll auch für das kommende Heimspiel gegen Hamm gelten. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Jens Bechtloff ist Profi. Und mit seinen 33 Jahren verfügt er über genügend Erfahrung, um die aktuelle Situation richtig einordnen zu können. Nach der laufenden Saison wird seine Zeit beim TuS N-Lübbecke nämlich enden. Dennoch gibt er weiterhin alles für den Handball-Zweitligisten – aktuell auch mit großem Erfolg.

Etwas mehr als zwei Wochen ist es nun her. Da verkündete der TuS N-Lübbecke, dass Jens Bechtloff ab dem kommenden Sommer nicht mit einem Vertrag ausgestattet wird. Seitdem stellte »Feile« seine Bedeutung für die Mannschaft durchaus unter Beweis. Zu den Siegen gegen Lübeck-Bad Schwartau und in Essen steuerte er jeweils fünf Treffer bei. »Ich kann mich ganz gut auf das Wesentliche fokussieren«, sagt Bechtloff, der sich mit der TuS-Entscheidung anfreunden musste: »Der Profisport bringt es mit sich, dass sich Wege trennen. Erst einmal werde ich dem TuS noch so gut wie möglich helfen.« Wie es danach weitergeht, sei derzeit noch nebensächlich. Konkrete Planungen gebe es nicht. »Ich fühle mich jedenfalls noch gut. Schauen wir mal, was kommt«, sagt Bechtloff.

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Wir haben einen neuen Trainer und ein neues Team. Da mussten Rückschläge kommen. Jetzt sind wir aber froh, die Wende geschafft zu haben.

Jens Bechtloff

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Der aktuelle Lauf mit dem TuS – seit sechs Spielen ungeschlagen – trägt sicherlich auch zu einer optimistischen Gemütslage bei. Spätestens mit dem Sieg bei Tabellenführer Essen sendeten die Lübbecker ein Signal an die Konkurrenz. Dass es nach einem durchwachsenen Saisonstart jetzt erst so gut läuft, ist für Bechtloff keine große Überraschung: »Wir haben einen neuen Trainer und ein neues Team. Da mussten Rückschläge kommen. Jetzt sind wir aber froh, die Wende geschafft zu haben.« Vor allem die gute Arbeit in der Defensive sei der Grundstein des aktuellen Erfolgs.

Positive Serien bringen manchmal auch Gefahren mit sich. Bedenken, das Team könne nun überheblich auftreten, habe Bechtloff aber nicht. »Wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht. Wir wissen, dass man ganz schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen ankommt, wenn man in dieser Liga nicht die volle Leistung abruft«, sagt der Linksaußen und betont: »Wir haben noch gar nichts erreicht.«

Bedeutet: Trotz des überzeugenden Sieges in Essen wird mit Blick auf das Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen den Tabellendritten ASV Hamm-Westfalen wieder alles auf Null gestellt. Deswegen lautet Bechtloffs Vorgabe: »Wir müssen erneut zeigen, dass wir den Sieg mehr wollen.«

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