Do., 28.11.2019

2. Handball-Bundesliga: Nicht nur Trainer Kurtagic hofft auf viele Fans beim Westfalenduell zwischen Lübbecke und ASV Hamm-Westfalen Mannschaft liefert Argumente

TuS-Trainer Emir Kurtagic (links, mit Marvin Mundus) hält für seine Spieler derzeit lobende Worte und Gesten bereit.

TuS-Trainer Emir Kurtagic (links, mit Marvin Mundus) hält für seine Spieler derzeit lobende Worte und Gesten bereit. Foto: Oliver Krato

Von Marc Schmedtlevin

Lübbecke (WB). Die Wette gilt: Maskottchen LuziTuS will zum Heimspiel am Freitagabend (19.30 Uhr) gegen den ASV Hamm-Westfalen mindestens 1750 Handball-Fans in die Halle locken. Die Mannschaft des TuS N-Lübbecke hat zuletzt jedenfalls die besten Argumente für einen Besuch geliefert.

Der Sieg vor einer Woche beim Tabellenführer TuSEM Essen hat Eindruck hinterlassen – in vielerlei Hinsicht. Spieler Jens Bechtloff ist besonders die Begegnung mit den mitgereisten Fans beim Jubeln in Erinnerung geblieben: »Ich habe in viele strahlende Gesichter geschaut. Mit so einem Auftritt von uns hatten sie wohl nicht gerechnet. Das war ein schönes Gefühl.« In der Tat wirkte es von außen betrachtet so, als würden Mannschaft und Anhänger nach und nach wieder etwas enger zusammenrücken. Den Beleg dafür könnte auch eine ordentliche Zuschauerzahl beim Westfalenduell gegen Hamm liefern. »Ich hoffe einfach, dass die Leute in die Halle kommen. Die Jungs haben es sich auch verdient, dass die Leistungen honoriert werden. Sie haben gezeigt, dass sie ein Herz haben«, betont TuS-Trainer Emir Kurtagic.

TuS N-L kann aufschließen

Außerdem könnte es deutlich uninteressantere Konstellationen geben. Bei Lübbecke und Hamm handelt es sich um zwei Teams mit Ambitionen. In Tabellenplätzen ausgedrückt trifft der Siebte auf den Dritten. Die Gäste haben derzeit drei Minuspunkte weniger auf dem Konto. Mit einem Heimsieg könnte der TuS also direkt aufschließen und doch wieder in der absoluten Spitzengruppe der 2. Liga mitmischen.

Die Ergebnisse und Vorstellungen der vergangenen Wochen machen jedenfalls Mut. Die Lübbecker sind in sechs Partien nacheinander ohne Niederlage geblieben, vier Mal waren sie der Sieger. »Wir haben eine richtig gute Phase und spielen jetzt auch besser«, stellt Kurtagic fest. Satt sind er und sein Team aber noch lange nicht: »Wir geben uns nicht mit sechs guten Wochen zufrieden. Es gilt, den Spaß mitzunehmen.«

Abwehr stellt Bollwerk dar

Spaß scheint auch das Stichwort in Bezug auf Abwehrarbeit zu sein. Der TuS stellte zuletzt ein Bollwerk, gegen das die Mannschaften aus Lübeck-Schwartau und Essen jeweils nur 21 Treffer erzielen konnten. Die Grundlage des Lübbecker Erfolgs. »Die Abwehr war überragend und auch im Tor hatten wir ein hohes Niveau«, lobt Kurtagic die Defensive in Kombination mit Peter Tatai. Und auch im Angriff erkennt der Trainer einen positiven Trend: »Wir lassen uns nicht mehr so schnell von Fehlern verunsichern, bleiben fokussiert.« Genau darauf wird es nun auch wieder gegen Hamm ankommen. Grund zum Abheben gebe es trotz des guten Laufs aus Sicht von Kurtagic nicht.

Dafür dürfte auch der Gegner sorgen. Hamm spielt schließlich in dieser Saison von Beginn an ganz vorne mit. »Die haben eine gute Mannschaft, die sich in den vergangenen Jahren stetig nach vorne bewegt hat und der Verein hat auch Ziele in Richtung 1. Liga formuliert«, sagt Kurtagic. Einstelle müsse sich sein Team auf einen lauffreudigen Gast mit Qualität in allen Bereichen. Individuell rage das Spielmacher-Duo mit dem Ex-Mindener Sören Südmeier und Merten Krings heraus. Gerade Krings hatte den TuS bei vergangenen Duellen noch im Trikot des TV Emsdetten vor große Probleme gestellt. »Das sollten wir jetzt ändern«, fordert Kurtagic erneut eine starke Abwehrarbeit.

Zu sehr in den Fokus möchte der TuS-Trainer den Gegner allerdings nicht. Viel wichtiger sei der eigene Auftritt: »Die Jungs haben begriffen, dass wir auf uns schauen sollten.« Das sieht auch Jens Bechtloff so: »Wir sollten nicht von unserem Plan abweichen. Dann haben wir viel selbst in der Hand.«

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