Sa., 21.12.2019

Handball-2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke gibt beim 26:26 (10:12) beim EHV Aue den möglichen Sieg aus der Hand. TuS verteilt Geschenke zum Fest

Patryk Walczak erzielte beim 26:26-Unentschieden in Aue einen Treffer für den TuS N-Lübbecke.

Patryk Walczak erzielte beim 26:26-Unentschieden in Aue einen Treffer für den TuS N-Lübbecke. Foto: Frank Kruczynski

Lößnitz (WB). In der Weihnachtszeit verteilt auch der TuS N-Lübbecke Geschenke: Beim EHV Aue reichte es für den heimischen Handball-Zweitligisten am Samstagabend nur zu einem 26:26-Unentschieden. Zur Halbzeit hatten die heimstarken Sachsen in der Lößnitzer Erzgebirgshalle noch mit 12:10 geführt, ehe am Ende der TuS N-Lübbecke den dann greifbar nahen Sieg verspielte.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Rimpar und Emsdetten standen die Auer unter Druck, ihre eindrucksvolle Heimbilanz mit zuletzt vier Siegen in Serie fortzusetzen, um nicht weiter Richtung Abstiegszone abzurutschen. Dieser Druck schien die Ostdeutschen zunächst zu lähmen, denn die Anfangsphase gehörte bis zur 8:6-Führung den Lübbeckern. Dann leistete sich der mit zwei Siegen hintereinander im Rücken ins Erzgebirge gereiste TuS allerdings den ersten Bruch im Spiel und half den Gastgebern mit unnötigen Fehlern ins Spiel. Ein 6:1-Lauf sorgte dann auch für die Halbzeitführung der Erzgebirgler. Im zweiten Durchgang wuchs der Lübbecker Rückstand zunächst auf drei Tore an, ehe die Partie ab dem 18:18 (43.) auf Augenhöhe verlief. Kurz vor Schluss hatten die Lübbecker dann doch plötzlich das Momentum auf ihrer Seite und führten mit 26:24 – ohne allerdings diesen Vorsprung über die Zeit retten zu können. Dass die Führung des TuS am Ende nicht zum fünften Auswärtssieg der Saison reichte, hatten sich die Lübbecker nach selbst zuzuschreiben. Erst verspielten die Gäste zum wiederholten Mal einen Vorsprung, dann nutzen sie auch den Ballbesitz in den letzten 26 Sekunden nicht. Gefeiert wurde nach der Schlusssirene dann auch vorwiegend beim EHV, dem Petr Slachta und Adrian Kammlodt einen wichtigen Punkt im Anti-Abstiegskampf sicherten, während beim TuS doch der Ärger über den verlorenen Punkt nicht zu verbergen war.

Erik Töpfer gewinnt den Torhüter-Vergleich

Aues Erik Töpfer stellte seine Lübbecker Pendants im Torhüterduell in den Schatten und zeigte mit 13 Paraden mehr als beide TuS-Torleute zusammen. Ein Lübbecker Sieg wäre wegen der zahlreichen Fehler des Guten zuviel gewesen. Mit der Punkteteilung durften am Ende beide Mannschaften zufrieden sein, wenn auch bei einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten beide Punkte ins Lübbecker Reisegepäck gehört hätten. Diese Konstanz war am Samstagabend allerdings nicht vorhanden und so bauten die Gäste die eh schon für ihre Heimstärke bekannten Ostdeutschen unnötig auf. Die fünf Zeitstrafen der Gäste wurden konsequent bestraft, sieben Treffer erzielten die Auer in Überzahl, Lübbecke gelang dieses Kunststück nur einmal. Beim TuS ragte in der zweiten Hälfte vor allem Torwart Johannes Jepsen heraus, dessen fünf Paraden den TuS erst wieder auf die Siegerstraße gebracht haben. In der Offensive standen Kapitän Marian Orlowski und Rechtsaußen Peter Strosack mit jeweils sechs Feldtoren im Mittelpunkt. Zum Sieggaranten der Gäste hätte auch Valentin Spohn werden können, der in der Schlussphase wichtige Tore inklusive des 26:24 markierte.

Emir Kurtagic macht seiner Mannschaft keinen Vorwurf

Trainer Emir Kurtagic ging in seiner ersten Bilanz dann auch weihnachtlich-milde mit seinen Schützlingen um: “Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, wenngleich ganz am Schluss der Sieg greifbar nahe war. Aus diesem Spiel und aus diesem Ergebnis nehmen wir das Positive mit. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Wir kommen die ersten 15, 16 Minuten prima rein in die Partie. Dann machen wir den Gegner stark und die Halle wach… So hatten wir es uns selbst zuzuschreiben, dass es dann tatsächlich das extrem schwere Spiel wurde, mit dem ja aber auch allgemein zu rechnen war. Es war ärgerlich, dass unter den zwölf Gegentoren in der ersten Halbzeit sechs von Aue erfolgreich abgeschlossene Tempogegenstöße gezählt werden mussten. Die Jungs waren dann in der zweiten Hälfte aber wieder gut dabei, zeigten viel Engagement und Willen!“

Die Statistik zum Spiel

EHV Aue - TuS N-Lübbecke 26:26 (12:10)

EHV Aue: Musil, Rasimas (2 Paraden), Töpfer (13/1 Parade); De Santis, Schröder, Roch (1 Tor), Ebert (5), Bornhorn (5/3), Petreikis (3), Roth, Brykner (1), Slachta (3), Kammlodt (5), Faith (3), Parashiv, Tuminski.

TuS N-Lübbecke: Tatai (5 Paraden), Jepsen (5 Paraden); Becvar (4 Tore), Genz, Walczak (1), Bechtloff (1), Ebner (3), Gierak, Bagaric, Strosack (6), Spohn (3), Schade (1), Orlowski (7/1), Speckmann.

Siebenmeter: 3/3 – 1/2 Bechtloff scheitert an Töpfer (44.)

Zeitstrafen: 2:5 – Roch (46.), Faith (53.) – Walczak (4./24.), Ebner (30.), Bagaric (45. /50.)

Schiedsrichter: Tobias Schmack/Philipp Dinges

Zuschauer: 1662 in der Erzgebirgshalle Lößnitz

 

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