TuS N-Lübbecke verliert im letzten Spiel des Jahres mit 24:25 bei den Rimpar Wölfen
„Wir waren nicht gut genug“

Würzburg (WB). Von wegen frohe Weihnachten: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat am zweiten Weihnachtstag seinen sportlichen Jahresabschluss verpatzt. Nach zuvor vier Auswärtsspielen ohne Niederlage musste sich die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic bei den Rimpar Wölfen im letzten Spiel vor der knapp sechswöchigen EM-Pause mit 24:25 (11:13) geschlagen geben.

Donnerstag, 26.12.2019, 21:04 Uhr aktualisiert: 27.12.2019, 14:22 Uhr
Die letzte Hoffnung platzt. Der Freiwurf des Lübbeckers Valentin Spohn wird von Rimpars Michael Schulz mit dem Kopf abgewehrt Foto: Frank Scheuring/Foto2Press
Die letzte Hoffnung platzt. Der Freiwurf des Lübbeckers Valentin Spohn wird von Rimpars Michael Schulz mit dem Kopf abgewehrt Foto: Frank Scheuring/Foto2Press

Damit ist der Abstand zu den Aufstiegsplätzen nun wieder auf sechs Punkte angewachsen. Beim TuS wehrten sich vor allem der achtfache Torschütze Dominik Ebner und der in der 17. Minute eingewechselte Torwart Johannes Jepsen mit aller Macht gegen die Niederlage.

Rimpar Wölfe - TuS N-Lübbecke 25:24 (13:12)

Rimpar Wölfe: Brustmann (9 Paraden), Wieser (1 P.) – Schmidt 8/4, Kaufmann 6, Sauer 6, Gempp 3, Brielmeier 2, Böhm, Karle, Siegler, Meyer, Schulz, Herth TuS N-Lübbecke: Tatai (2 P.), Jepsen (9/1 P.) - Ebner 8, Strosack 5, Bechtloff 4/2, Bagaric 2, Schade 2, Spohn 2, Orlowski 1, Becvar, Genz, Walczak, Gierak, Speckmann

Siebenmeter: 4/5 (Schmidt scheitert an Jepsen) – 2/3 (Bechtloff scheitert an Wieser)Zeitstrafen: 6:4 Minuten – Schulz (30., 40.), Siegler (49.) – Bagaric (21.), Orlowski (34.)Torfolge: 0:2 (3.), 1:4 (6.), 5:4 (13.), 7:5 (16.), 10:8 (24.), 10:10 (26.), 11:11 (27.), 13:11 (28.), 13:12 (30.) - 13:13 (31.), 14:13 (32.), 14:15 (34.), 16:15 (41.), 18:17 (44.), 18:19 (47.), 19:20 (48.), 21:20 (50.), 23:22 (55.), 24:22 (56.), 25:23 (58.), 25:24 (58.)Zuschauer: 1751 in Würzburg

Nächstes TuS-Spiel: Freitag, 31. Januar, gegen TV Emsdetten (19.30 Uhr)

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„Diese Niederlage ist für uns extrem bitter. Mit einer etwas konsequenteren Leistung hätten wir zwei Punkte mehr auf dem Konto“, sagte Kurtagic: „Alles in allem war das einfach nicht unser Tag. Ein paar Prozent habengefehlt.“ Lübbeckes Trainer verwies aber auch auf die Vielzahl von technischen Fehlern, die sich sein Team vor allem in der ersten Halbzeit geleistet habe. Ein verärgerter Kurtagic: „Wir waren nicht gut genug – fertig, aus. Aber die Saison ist noch sehr lang. Jetzt gilt es, im Januar neuen Enthusiasmus zu entwickeln.“

Vor 1751 Zuschauern erwischten die Lübbecker in Würzburg eigentlich den besseren Start und zogen schnell mit 4:1 (6. Minute) weg. Das sollte die höchste TuS-Führung in einer umkämpften Partie bleiben. „Die Führung haben wir innerhalb von zwei Minuten weggegeben und sind auch gleich in Rückstand geraten“, bemängelte Kurtagic, dem vor allem bis zum Seitenwechsel bei den Angriffsaktionen die Zielstrebigkeit fehlte. Denn statt aus dem nahezu perfekten Auftakt Rückhalt und Selbstvertrauen zu gewinnen, verlor der TuS den Faden. Rimpar übernahm mit 5:4 die Führung und hatte auch beim Seitenwechsel weiterhin die Nase vorn, weil Lübbecke zu viele Chancen leichtfertig vergab.

Wie zu Beginn der Partie hatten die Gäste auch beim Start in den zweiten Abschnitt Vorteile. Peter Strosack erzielte den schnellen Ausgleich zum 13:13 (31.) und brachte den TuS wenig später mit 15:14 (34.) in Führung. Nun ging es eine Weile hin und her. Doch nach Ebners Treffern zum 19:18 (47.) und 20:19 (49.). Doch die Gäste ließen sich die Partie erneut aus der Hand. Für Kurtagic waren dies die Schlüsselmomente. „Da drehen wir fast die Partie, haben Ballbesitz, um dann immer wieder freie Bälle wegzuwerfen. Deshalb schaffen wir es nicht, mit zwei oder drei Toren in Führung zu gehen.“

Lübbeckes Versäumnis war Rimpars Glück. Die Wölfe holten sich beim 21:20 (50.) die Führung zurück. Fünf Minuten vor Spielende profitierten sie zudem von Jens Bechtloffs vergebenem Siebenmeter, der damit die Chance zum 23:23-Ausgleich ausließ. Trotz reichlich Spielzeit brachte der TuS schließlich den letzten Angriff nicht im Rimparer Tor unter. Zum Schluss blieb auch Valentin Spohns Freiwurf in der Abwehrmauer hängen.

Während bei den durch die Niederlage auf den siebten Platz abgerutschten Gästen die Enttäuschung riesig war, stellte Rimpars Trainer Ceven Klatt fest: „Diesen Sieg hat sich meine Mannschaft heute erarbeitet. Wir sind glücklich und zufrieden.

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