100. Vereinsgeburtstag: Landesligist TuS SW Wehe freut sich auf den TuS N-Lübbecke
Erlebnis statt Ergebnis

Wehe (WB). Von diesem Spiel erzählen sich Handballfreunde in Wehe noch heute. Im August 1984 zwang der kleine, kampfstarke TuS SW Wehe zur Eröffnung der Stadtsporthalle in Rahden den großen Nachbarn TuS Nettelstedt, der 1981 noch den DHB-Pokal und den Europapokal der Pokalsieger gewonnen hatte, mit 23:22 (9:12) in die Knie. 36 Jahre später kommt es an diesem Samstag um 18 Uhr an gleicher Stelle zu einer Neuauflage des Duells.

Freitag, 10.01.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 11.01.2020, 23:58 Uhr
Rechtsaußen Peter Strosack gastiert am Samstag mit dem Zweitligisten TuS N-Lübbecke beim Landesligisten TuS SW Wehe. Foto: Krato
Rechtsaußen Peter Strosack gastiert am Samstag mit dem Zweitligisten TuS N-Lübbecke beim Landesligisten TuS SW Wehe. Foto: Krato

Und wieder ist es ein besonderer Anlass, der den Landesligisten und den Zweitligisten erneut zusammenführt: Mit dem freundschaftlichen Vergleich mit dem inzwischen zum TuS N-Lübbecke umbenannten Profiklub läutet der TuS SW Wehe standesgemäß das Jahr seines 100-jährigen Bestehens ein. Einer, der vor 36 Jahren aktiv auf der Platte stand, ist heute in Wehe Vereinsvorsitzender: Friedhelm Hensel. Ihm gelangen an jenem historischen Tag im August gegen den TuS Nettelstedt überragende zwölf Tore. „Die Nettelstedter wollten damals am Sonntagnachmittag einen kleinen Ausflug machen. Aber bei uns lief es ziemlich gut“, erinnert sich Hensel an diesen besonderen Tag in der Weher Handballgeschichte, an dem die Stadtsporthalle absolut ausverkauft war.

Da Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren freien Eintritt haben, rechnen wir damit, dass die Halle wieder rappelvoll besetzt sein wird.

Friedhelm Hensel (Vorsitzender des TuS Wehe)

Das dürfte dieses Mal nicht anders sein. „Im Vorverkauf haben wir bereits 350 Karten für Erwachsene absetzen können“, berichtet Hensel erfreut, „und da Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren freien Eintritt haben, rechnen wir damit, dass die Halle wieder rappelvoll besetzt sein wird.“ Eine Wiederholung des damaligen Coups durch die heutige Weher Handballgeneration kann sich der Vorsitzende allerdings nicht wirklich vorstellen, obwohl mit seinem Sohn Armin auch dieses Mal ein Hensel auf dem Spielfeld steht. „Wenn wir ein gutes Spiel machen und die Niederlage sich in Grenzen hält, dann sind wir zufrieden“, sagt der Vorsitzende und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass wir guten Handballsport sehen und beide Mannschaften für sich Werbung machen können.“

Jeder von uns wird solch ein Spiel wohl nur einmal erleben.

Wehes Trainer Dennis Pape

Erlebnis statt Ergebnis: So sieht es auch Dennis Pape, der junge Trainer des Landesligisten. „Für uns steht gegen den TuS N-Lübbecke der Spaß im Vordergrund. Das ist für jeden von uns ein ganz besonderes Spiel, an das man sich vielleicht in 20 Jahren noch erinnern wird“, sagt der 26-Jährige: „Diesen Moment sollte jeder mitnehmen, weil er das wahrscheinlich nur einmal erleben wird.“ Um möglichst vielen Spielern dieses besondere Gefühl zu vermitteln, wird Pape seinen Kader auf 17 Akteure aufstocken. Von den vier Klassen höher spielenden Lübbeckern erwartet Pape, „dass sie gegen uns ihr Spiel spielen und es ernsthaft angehen“.

Wir werden dieses Spiel ganz seriös bestreiten. Denn am Ende des Tages geht es auch darum, den Gastgebern mit dem gebührenden Respekt zu begegnen.

Emir Kurtagic (Trainer TuS N-Lübbecke)

Genau das hat der Zweitligist in seinem ersten Testspiel nach der Winterpause vor. „Wir werden dieses Spiel ganz seriös bestreiten. Denn am Ende des Tages geht es auch darum, den Gastgebern mit dem gebührenden Respekt zu begegnen“, verspricht TuS-Trainer Emir Kurtagic. Der 39-Jährige rechnet damit, dass er mit Ausnahme des bei der Europameisterschaft weilenden Roman Becvar und des erkälteten Valentin Spohn auf alle anderen Profis zurückgreifen kann. Nach nur wenigen Trainingstagen im neuen Jahr ist für den Profitrainer am Sonntag das Ergebnis zweitrangig. Kurtagic: „Wichtiger für uns ist es, auch unter läuferischen Aspekten eine gute Einheit unter Wettbewerbsbedingungen zu haben.“

Offizieller Festakt folgt im Juli

Für den TuS SW Wehe ist das Gastspiel des Zweitligisten der erste Höhepunkt des Jahres, in dem der 1920 gegründete Verein seinen 100. Geburtstag feiert. Eine aus diesem Anlass mit großem Engagement von Hiltraud und Fritz Rohde zusammengestellte, umfangreiche Vereinschronik wird rechtzeitig zum Sportfest in Wehe (10. bis 12. Juli) erhältlich sein. Zum krönenden Abschluss dieser drei Tage wird es am Sonntag, 12. Juli, auch einen offiziellen Festakt zum 100-jährigen Bestehen geben.

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