Mit Marian Orlowski verlässt im Sommer der Kapitän den Zweitligisten TuS N-Lübbecke
Das ist der Hammer

Lübbecke (WB). Der Kapitän geht von Bord. Marian Orlowski verlässt nach zwei Jahren am Ende dieser Saison den Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke. Der 26 Jahre alte Halblinke hat sich gegen ein gutes Angebot zur Vertragsverlängerung am Wiehen entschieden. Er schließt sich im Sommer für zunächst zwei Jahre dem Ligakonkurrenten ASV Hamm-Westfalen an. Dort hatte der gebürtige Lüdenscheider bereits von 2012 bis 2016 gespielt.

Montag, 27.01.2020, 11:52 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 18:16 Uhr
Marian Orlowski bricht nach zwei Jahren seine Zelte am Wiehen ab und spielt vom Sommer an für den ASV Hamm-Westfalen. Foto: Oliver Krato
Marian Orlowski bricht nach zwei Jahren seine Zelte am Wiehen ab und spielt vom Sommer an für den ASV Hamm-Westfalen. Foto: Oliver Krato

„Ich möchte viel spielen und Verantwortung übernehmen. Und ich habe das Gefühl, dass das beim ASV so sein wird“, ließ sich Orlowski vom „Westfälischen Anzeiger“ zitieren: Ich habe mich weiterentwickelt, bin in Lübbecke Kapitän. Und der ASV ist auch nicht stehengeblieben. Ich habe richtig Bock, an dem Projekt teilzuhaben.“ Sein Vertrag in Hamm gilt für die 1. und die 2. Liga. Welche es nach dieser Saison sein werde, darauf habe er keinen Einfluss, betont Orlowski: „In der ersten Liga zu spielen, wäre schon das Geilste, was es gibt“, betonte der Rückraumakteur.

Möglicherweise erscheint ihm der Weg nach Hamm als eine Art Abkürzung ins Oberhaus, obwohl auch der TuS N-Lübbecke das Ziel 1. Liga nicht aus den Augen verlieren will – allerdings ist bei den Ostwestfalen diese Perspektive derzeit eher mittelfristig angelegt. Hamm startet als Tabellenzweiter in den an diesem Freitag beginnenden zweiten Saisonabschnitt in der 2. Bundesliga. Die Chancen, am Ende dieser Saison den Sprung ins Oberhaus zu schaffen, sind für den ASV so gut wie lange nicht mehr.

Bei sechs Punkten Rückstand zu den Hammern ist allerdings auch für Lübbecke in dieser Saison noch gar nichts ausgeschlossen. Das weiß Orlowski natürlich und verspricht, sich bis zum Auslaufen seines Vertrages bei seinem alten Arbeitgeber voll einzubringen und nicht an den neuen zu denken: „Ich bin noch bis zum 30. Juni bei Lübbecke angestellt, und wir spielen auch noch einmal gegeneinander. Da ist kein Platz für solche Gedanken.“

Der TuS N-Lübbecke hatte seinen Kapitän halten wollen und ihm ein verbessertes Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt. Erst danach stieg Hamm ins Rennen um den Rückraumakteur ein – und hatte Erfolg. „Mitte Dezember ist es konkret geworden, dass sie gefragt haben, ob ich gerne zurückkommen würde“, erinnert sich Orlowski: „Dann habe ich die Weihnachtsfeiertage genutzt, um zu überlegen und mich schließlich für Hamm entschieden. Das war keine leichte Entscheidung, aber das Bauchgefühl war für den ASV. Und mit ein bisschen Abstand habe ich dann gesagt, dass es für mich der richtige Schritt ist. Ich habe ein gutes Gefühl bei dem neuen Trainer Michael Lerscht, die Mannschaft funktioniert, und ich kenne noch viele Spieler von früher.“

Orlowski ist nach Linksaußen Jens Bechtloff (Ziel noch unbekannt) und Torwart Peter Tatai (Csurgoi KK) der dritte Profi des aktuellen TuS-Kaders, der den Zweitligisten am Ende dieser Saison verlassen wird. Mit Mats Grzesinski hatte sich der dritte Torwart im Dezember mit dem TuS auf eine vorzeitige Vertragsauflösung zum 31. Dezember geeinigt.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7221210?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F
Arabi über Fall Gnabry: „Mit so etwas muss man rechnen“
Serge Gnabry (rechts) war am Samstag mit dem FC Bayern in Bielefeld (links Amos Pieper) zu Gast. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker