Mi., 12.02.2020

Handball: Zweitligist TuS N-Lübbecke trennt sich vom Kreisläufer Der Kreis schließt sich: Walczak muss gehen

Rotation am Kreis: Nach Moritz Schade (rechts) muss auch Patryk Walczak (links) beim TuS N-Lübbecke gehen.

Rotation am Kreis: Nach Moritz Schade (rechts) muss auch Patryk Walczak (links) beim TuS N-Lübbecke gehen. Foto: Oliver Krato

Von Ingo Notz

Lübbecke (WB). Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat die nächste Personalentscheidung getroffen – und die nächste Trennung von einem Spieler beschlossen. Der Vertrag von Kreisläufer Patryk Walczak wird nicht verlängert, der Pole muss den Verein damit nach dem Saisonende verlassen.

Über die Gründe, die den TuS zu der Entscheidung gebracht haben, wollten sich die Verantwortlichen am Mittwoch der Bekanntgabe der Trennung nicht weiter äußern. Ein offenes Geheimnis ist es allerdings nicht erst seit gestern, dass beim TuS N-Lübbecke vor allem im Offensivspiel künftig mehr Gefahr von den Kreisläufern ausgehen soll – diese aber gleichzeitig eine zentrale Position im Deckungsverbund einnehmen müssen. Bekanntlich legt TuS-Trainer Emir Kurtagic besonderen Wert auf die Defensivarbeit, nicht umsonst ist der TuS hier eines der stärksten Teams der Zweiten Liga. Auch dank Schade und Walczak. Die doppelte Trennung von Schade und Walczak ist demnach ein Indiz dafür, dass den beiden aktuellen Spielern auf der Position nicht mehr zugetraut wird, die Erwartungen an den offensiven Teil der Stellenausschreibung auch auf dem vom TuS N-Lübbecke erwarteten Niveau im Kampf um die Rückkehr in die Erste Bundesliga erfüllen zu können.

Erneuter Rückschlag nach der verpassten EM

Für Walczak ist es nicht der erste Rückschlag im neuen Jahr. Im Januar hatte der Pole bereits die Nachricht verarbeiten müssen, dass sein Nationaltrainer Patryk Rombel ihn vor der Europameisterschaft aus seinem Kader aussortiert hat und der Lübbecker dadurch die erträumte EM-Teilnahme abschreiben musste. Nun folgt das Aus beim TuS N-Lübbecke, für den er in der zweiten Saison im Einsatz ist. Der polnische Nationalspieler, der war vor seiner Unterschrift in Lübbecke an den französischen Erstligisten Massy Essonne Handball ausgeliehen und wechselte 2018 von seinem damaligen Stammverein Vive Tauron Kielce zum TuS. Frankreich war die erste Auslandsstation des Polen. Von 2008 bis 2011 spielte Patryk Walczak bei SMS Gdansk und von 2011 bis 2016 gemeinsam mit Lukasz Gierak bei Pogón Szczecin. Ab 2016 stand er bei Vive Tauron Kielce unter Vertrag, die den Kreisläufer zunächst nach Stettin und anschließend nach Massy ausgeliehen haben, ehe der Wechsel nach Deutschland folgte. Lübbeckes ehemaliger Trainer Aaron Ziercke hatte bei seiner Verpflichtung große Stücke auf den Polen gesetzt: „Patryk ist der Kreisläufer, den wir gesucht haben, um die Position am Kreis neben Moritz Schade in der nächsten Saison zu schließen. Er kann im Angriff als auch in der Abwehr spielen. Er ist nicht zu jung, aber auch nicht zu alt, um ihn noch weiterzuentwickeln.“ Mittlerweile ist Aaron Ziercke beim TuS längst Geschichte, Moritz Schade ist bereits aus den Planungen für die neue Spielzeit aussortiert worden – und auch die Geschichte von Patryk Walczak wird nach bisher 56 Zweitligaspielen und 111 Toren ab Juli nicht mehr am Wiehengebirge fortgeschrieben.

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