Di., 25.02.2020

Nettelstedter Landesliga-Trainer kommt nicht in der neuen Spielgemeinschaft unter Trotz Erfolgs kein Platz für Michael Scholz

Bittere Pille: Im Sommer ist für Michael Scholz als Nettelstedter Landesliga-Coach Schluss. Der erfolgreiche Coach wird zum Opfer der neuen Spielgemeinschaft.

Bittere Pille: Im Sommer ist für Michael Scholz als Nettelstedter Landesliga-Coach Schluss. Der erfolgreiche Coach wird zum Opfer der neuen Spielgemeinschaft. Foto: Pollex

Von Alexander Grohmann

Lübbecke (WB). Michael Scholz wird kein Mitglied der neuen Handball-Großfamilie am Wiehen werden. Der TuS Nettelstedt kann den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit dem Trainer der zweiten Herrenmannschaft (Landesliga) nicht verlängern, wie der Verein am Dienstag bekannt gab.

„Infolge der bevorstehenden Umstrukturierung und der Gründung der Spielgemeinschaft LIT 1912 wird die Tätigkeit von ­Michael Scholz als Trainer unserer Landesligamannschaft zum Ablauf der Saison 2019/2020 enden“, teilte TuS-Abteilungsleiter Christian Hucke mit. „Wir bedanken uns schon an dieser Stelle bei ­Michael für seine ausgesprochen professionelle Arbeit und sein Engagement für die Mannschaft und den Verein und wünschen ihm für seine weitere Trainerlaufbahn alles erdenklich Gute“, so Hucke.

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Es ist klar, dass die Entscheidung für mich enttäuschend ist. Ich muss es aber akzeptieren.

Nettelstedts Landesliga-Coach Michael Scholz über sein Aus im Sommer

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Von der Entscheidung hatte der Coach vor einer Woche erfahren. „Es ist nachvollziehbar, dass das für mich enttäuschend ist. Ich muss es aber akzeptieren“, sagt der Trainer, der in der künftigen Konstellation nicht mehr benötigt wird. „Es wird in der Spielgemeinschaft insgesamt weniger Teams geben. Dadurch werden auch weniger Trainer benötigt“, so Scholz, der zum Opfer des ­Rechenexempels wird.

Dabei hat sich der Coach aus sportlicher Sicht gar nichts vorzuwerfen. Bei der TuS-Reserve hatte Scholz im Sommer schließlich eine Art Himmelfahrtskommando übernommen. Nach dem Abstieg der Mannschaft aus der Verbandsliga und einem enormen Aderlass musste er den Neuaufbau gestalten. Das gelang besser als erwartet: Den Saisonverlauf – nach 16 von 26 Spielen liegen Nettelstedts Handballer mit 14:18 Punkten auf Platz neun im gesicherten Mittelfeld – bezeichnet der Trainer sogar als „sensationell. Den Klassenerhalt würde ich in dieser Saison fast mit einem Aufstieg gleichsetzen“, unterstreicht Scholz.

Unterlagen wurden beim Verband eingereicht

Wie die Handball-Großfamilie „LIT 1912“ im Detail mit Leben gefüllt wird, steht noch nicht genau fest. Das unterstreicht jedenfalls Christian Niemann, der als Vorsitzender der Spielgemeinschaft (TV Germania Nordhemmern, RSV Westfalia Mindenerwald, VfB Holzhausen und TuS Nettelstedt) fungiert. „Wir haben jetzt gerade die Unterlagen beim Verband eingereicht. Nun geht es darum, wie die einzelnen Posten besetzt werden“, so Niemann. Fest steht aber: Für Scholz ist kein Platz frei. Eine bittere Pille für den Coach, der 2019 die HSG Löhne-Obernbeck in die Landesliga geführt hatte. Als Jugendtrainer bleibt er der JSG NSM-Nettelstedt erhalten.

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