TuS N-Lübbecke unterliegt beim TuS Ferndorf mit 21:23 (10:11) - Bagaric verletzt
Kurtagic: „Wir hatten keine Lösungen”

Kreuztal (WB). Höhenflug gestoppt: Der TuS N-Lübbecke hat in der 2. Handball-Bundesliga nach vier Siegen in Serie den erstren Rückschlag im Jahr 2020 erlitten. Beim TuS Ferndorf unterlag die Mannschaft von Emir Kurtagic nach einem packenden Fight mit 21:23 (10:11) und verlor zu allem Überfluss Marko Bagaric.

Samstag, 29.02.2020, 22:49 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 22:52 Uhr
Valentin Spohn (rechts) konnte nach einer Erkältung unter der Woche keine Akzente setzen. Der Rückraumspieler kam im Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf auf zwei Tore. Foto: WB
Valentin Spohn (rechts) konnte nach einer Erkältung unter der Woche keine Akzente setzen. Der Rückraumspieler kam im Auswärtsspiel beim TuS Ferndorf auf zwei Tore. Foto: WB

Lübbeckes Abwehrchef hatte beim Stand von 1:1 nach einem Ballgewinn in der Abwehr einen Gegenstoß gelaufen und war bei seinem Sprungwurf in der Luft von Ferndorfs Branimir Koloper abgeräumt worden. Bagaric krachte auf die linke Hüfte und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Erst nach längerer Behandlung rappelte sich der Lübbecker auf, humpelte aber - gestützt auf einen Betreuer - umgehend in die Kabine. Die Partie war für Bagaric gelaufen.

Koloper schaltet Bagaric früh aus und sieht Rot (2.)

„Wir müssen abwarten, was die Ärzte sagen. Es sah aber nicht gut aus. Marko konnte auch nach dem Spiel kaum gehen. Möglicherweise wird er länger ausfallen”, sagte Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic zum Ausfall seines zentralen Abwehrspielers. Der Ex-Lübbecker Koloper sah für seine übermotivierte Aktion zurecht die Rote Karte. Doch als Nachteil entpuppte sich das für sein Team nicht.

Die als kampfstark bekannten Ferndorfer hatten mit der Aktion frühzeitig den Takt für die Partie vorgegeben. Es entwickelte sich ein körperbetontes Handballspiel, in dem die Gäste zunächst zu große Lücken in der eigenen Abwehr aufwiesen. Der für Bagaric in die Partie gekommene Moritz Schade konnte zusammen mit Patryk Walczak die Reihen nicht schließen, immer wieder fand Ferndorf eine Lücke.

Ferndorf findet ins Spiel und zieht auf 6:3 davon

Aus dem 1:2 (2.) machten die Hausherren ein 6:3. Beim Stand von 7:4 für den Gegner nahm Kurtagic die erster Auszeit. “Ich will mehr Bewegung in der Abwehr. Wacht mal auf!”, brüllte der sichtlich unzufriedene Gäste-Trainer seine Spieler an. Patryk Walczak übertrieb es anschließend mit dem Einsatz: Beim nächsten Ferndorfer Angriff beförderte er Gegenspieler Andreas Bornemann brachial auf die Platte und sah ebenfalls Rot (19.). Damit stand der TuS N-Lübbecke ganz ohne seinen etatmäßigen Innenblock da. Vor allem dank der Klasse der Rückraum-Ass Marian Orlowski (5 Tore) und Dominik Ebner (3) konnte der Favorit bis zur Pause auf 10:11 verkürzen.

Auch im zweiten Durchgang stimmte die kämpferische Einstellung des TuS N-Lübbecke, der sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage wehrte. Mit dem nach einer Erkältung zunächst geschonten Valentin Spohn brachte Kurtagic seine letzte Rückraum-Waffe, doch Ferndorf behielt das Heft in der Hand.

Elf Tore: Julius Andersson macht, was er will

Angeführt vom überragenden Julius Lindskog Andersson (elf Tore) blieb der Gastgeber immer in Front und verwandelte die “Stählerwiese” in den bekannten Hexenkessel. Nach 45 Minuten führte Ferndorf mit 17:14 und konnte den Vorsprung bis in die Schlussphase verteidigen. Nach der dritten Roten Karte - diesmal für Jonas Faulenbach (53./Ferndorf) - kam noch einmal Spannung auf.

Beim 21:20 (55.) war Lübbecke dran, zumal Torhüter Peter Tatai den nächsten Wurf entschärfen konnte. Beim folgenden Gegenstoß landete der Ball aber prompt wieder beim Gegner, so dass Ferndorfs überragender Andersson mit dem elften Tor des Tages sowie Bornemann schließlich den Sack zumachten.

Bei uns hat das Zusammenspiel im Angriff gefehlt.

Emir Kurtagic kritisierte zu viele Einzelaktionen seiner Mannschaft

„Ferndorf hat es gut gemacht. Sie haben ihr Spiel gespielt. Wir hatten keine Lösungen. Außerdem hat bei uns übetr 60 Minuten das Zusammenspiel im Angriff gefehlt”, kritisierte Kurtagic den Auftritt seiner Mannschaft. Dazu kommen die Sorgen um Bagaric - für den TuS N-Lübbecke war es ein bescheidener Spieltag.

TuS N-Lübbecke: Tatai, 26. Jepsen - Ebner (7), Orlowski (7), Spohn (2), Speckmann (1/1), Schade (1), Bechtloff (1/1), Becvar (1), Strosack (1), Walczak, Genz.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7302821?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F
Komiker Karl Dall im Alter von 79 Jahren gestorben
Karl Dall ist tot.
Nachrichten-Ticker