Handball: 2. Bundesliga stellt Spielbetrieb bis 22. April ein – Partien sollen nachgeholt werden
Corona: TuS muss fünf Spieltage aussetzen

Lübbecke. Der Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke und der Erstligist GWD Minden dürfen vorerst keine Meisterschaftsspiele mehr austragen. Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus’ hat der Ligaverband HBL am Donnerstag mit sofortiger Wirkung des Spielbetrieb in den deutschen Handball-Profiligen für insgesamt fünf Spieltage ausgesetzt. Ursprünglich war vorgesehen, am Montag bei einer Versammlung aller 36 Erst- und Zweitligisten in Köln über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Donnerstag, 12.03.2020, 19:25 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 19:40 Uhr
TuS-Geschäftsführer Torsten Appel hält es angesichts der aktuellen Situation für vertretbar, die 2. Liga auf Zeit pausieren zu lassen. Foto: Marc Schmedtlevin
TuS-Geschäftsführer Torsten Appel hält es angesichts der aktuellen Situation für vertretbar, die 2. Liga auf Zeit pausieren zu lassen. Foto: Marc Schmedtlevin

„Die Fortsetzung der laufenden Zweitliga-Meisterschaft soll möglichst ab dem 22. April stattfinden. Die ausgefallenen Spieltage 25 bis 29 der laufenden Saison werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die Beendigung der Saison ist bis dato geplant“, heißt es nun in einer Erklärung, die die HBL am Donnerstagnachmittag veröffentlichte. Vermutlich wird es im weiteren Verlauf der Saison, sofern der Spielbetrieb zum gewünschten Termin wieder aufgenommen werden kann, englische Wochen geben, um diese Saison zum vorgesehenen Termin beenden zu können. Die 1. Liga soll am 23. April wieder zum Ball greifen.

Ich bin froh, dass eine Entscheidung getroffen worden ist, die uns die Möglichkeit lässt, die Saison doch noch zu Ende zu spielen.

TuS-Geschäftsführer Torsten Appel

„Jetzt haben wir Planungssicherheit für die nächsten Wochen, auch wenn es eine ist, die uns definitiv nicht glücklich stimmt“, sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel in einer ersten Stellungnahme: „Natürlich ist es bedauerlich, den Spielbetrieb nicht wie geplant fortsetzten zu können, was in Anbetracht der schwierigen Situation aus meiner Sicht jedoch notwendig ist.“

Für den TuS N-Lübbecke bedeutet die Entscheidung der HBL, dass neben dem bereits am Mittwoch abgesagten Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg , das eigentlich an diesem Samstag vorgesehen war, auch die Partien gegen die SG BBM Bietigheim (ursprünglich geplant für den 21. März), bei der HSG Konstanz (27. März), gegen den HC Elbflorenz (3. April) und beim VfL Lübeck-Schwartau (8. April) nicht zum vorgesehenen Termin ausgetragen werden.

„Ich bin froh, dass eine Entscheidung getroffen worden ist, die uns die Möglichkeit lässt, die Saison doch noch zu Ende zu spielen“, sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel in einer ersten Stellungnahme. Emir Kurtagic wurde von der Absage nach dem Training am frühen Abend überrascht. „Ich finde die Entscheidung konsequent und korrekt im Sinne der Zuschauer“, sagte der TuS-Trainer. Positiv sei, dass vermieden werde, einige Spiele mit und andere ohne Zuschauer auszutragen.

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