Handball: TuS N-Lübbecke wird beim 31. Spielo-Cup Vierter
Drei gute Halbzeiten machen Lust auf mehr

Lübbecke (WB). Der SC DHfK Leipzig ist der Sieger des Spielo-Cups 2020! Im traditionsreichsten Vorbereitungsturnier der Handball-Bundesligisten setzten sich die Sachsen vor dem TSV GWD Minden durch. Hinter dem Bergischen HC blieb für Titelverteidiger TuS N-Lübbecke im Kräftemessen mit drei Erstligisten bei der 31. Cup-Ausspielung nur der vierte Platz.

Sonntag, 20.09.2020, 19:42 Uhr aktualisiert: 20.09.2020, 19:44 Uhr
Leipzig ist der Sieger des Spielo-Cups 2020. Foto: Oliver Krato
Leipzig ist der Sieger des Spielo-Cups 2020. Foto: Oliver Krato

Als Titelverteidiger gestartet, als Letzter ins Ziel gekommen: Das sind die nüchternen Fakten bezüglich des TuS N-Lübbecke und des Spielo-Cups 2020. Aber auch hier lohnt ein Blick hinter den ersten Eindruck: Im Halbfinale hatten die Lübbecker das schwerste Los erwischt und mussten gegen Leipzig ran – den späteren Turniersieger. Nach dem glänzenden Test gegen Emsdetten am Mittwoch war vor allem die TuS-Defensive gegen Leipzig zunächst nicht wiederzuerkennen, die erste Hälfte war ein Rückfall in schlechtere Vorbereitungszeiten. Zur Pause lag Lübbecke schon mit 9:15 hinten. In der zweiten Halbzeit waren die Defizite weitgehend korrigiert, für eine Wende reichte es aber nicht mehr, der TuS rutschte mit einem 24:25 (9:15) ins kleine Finale.  Im ersten Halbfinale hatte sich zuvor Lübbeckes Kreisrivale GWD Minden knapp mit 29:28 (14:11) gegen den Bergischen HC durchgesetzt.

Valentin Spohn erzwingt das Siebenmeter-Werfen

Im Spiel um Platz drei gegen den Bergischen HC knüpfte der TuS weitgehend an die gute zweite Halbzeit gegen Leipzig an. Der Wille, nicht als Letzter beim Heimturnier vom Platz zu gehen, war spürbar: Über eine 13:11-Halbzeitführung sah es auch lange gut aus für den TuS. In der Schlussphase verlor das Kurtagic-Team gegen nun stark aufdrehende „Löwen“, bei denen Neuzugang David Schmidt sieben seiner acht Treffer im zweiten Abschnitt erzielte, aber die Kontrolle über die Partie. In der 57. Minute kassierte der TuS den Ausgleich und musste sich letztlich bei Torjäger „Valle“ Spohn bedanken, der mit dem Ausgleich das Siebenmeter-Werfen erzwang – das der TuS N-Lübbecke dann mit 2:4 verlor.

Viele Fehler im Finale

Das Finale war kein optisches Feinschmeckermenü: Minden und Leipzig leisteten sich viele technische Fehler. Nach einer Leipziger 15:13-Halbzeitführung war die Partie in der zweiten Hälfte weiter offen, am Ende wurde sie hektisch und härter – mit einer roten Karte gegen Lucas Meister als Tiefpunkt. Leipzig holte sich in der 56. Minute die entscheidende Führung zum 26:25 und brachte diese dann auch zum 28:26 ins Ziel. Mit sieben Treffern war auf Mindener Seite dabei Christoffer Rambo neben dem zehnmal parierenden Keeper Carsten Lichtlein der Garant für die Spannung bis zum Schluss. Rambo holte sich mit insgesamt 13 Treffern zum zweiten mal in seiner Karriere den Pokal für den besten Torschützen des Spielo-Cups – diesmal musste er sich den Preis mit Lübbeckes Valentin Spohn teilen, der ebenfalls 13 Treffer erzielte.

 

Statistik der TuS-Spiele:

Halbfinale: TuS N-Lübbecke - SC DHfK Leipzig 24:25 (9:15)

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen; Becvar, Heiny (2), Ebner (8), Petreikis, Bagaric, Strosack (5), Mundus, Dräger (2), Spohn (2), Nissen, Speckmann (2), Petrovsky (2), Skroblien (1).

SC DHfK Leipzig: Saeveras, Birlehm; Wiesmach, Witzke, Krzikalla (11/5), Meyer-Siebert (2), Binder, Pieczkowski (1), Müller, Roscheck, Weber (4), Neumann (2), Remke, Gebala (1), Mamic (3), Milosevic (2).

Siebenmeter: 0/2 – Skroblien an Birlehm (30.), Petreikis an die Latte (51.) – 4/5 Kritzkallan an Jepsen (23.)

 

Spiel um Platz 3:

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen; Becvar, Heiny (2), Ebner (3), Petreikis (2), Bagaric, Strosack (1), Mundus (3/1), Dräger (1), Spohn (11/2), Nissen, Speckmann (2), Petrovsky (1), Skroblien (2).

Bergischer HC 06: Mrkva, Klama; Boomhouwer (2), Damm (2/1), Gutbrod, Stutzke (2), Weck (1), Arnesson (4), Babak (1), Schmidt (8), Majdzinski, Johannsson (1), Gunnarsson (6/5), Fraatz (1), Darj, Bergner, Nikolaisen (2).

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