2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke tritt am Freitag wieder vor den eigenen Fans an
Fokus muss stimmen beim Heim-Comeback

Lübbecke (WB). Die Abstinenz hat ein Ende: Exakt 224 Tage nach dem bis dato letzten Punktspiel in eigener Halle bestreitet Handball-Zweitligist ­­TuS N-Lübbecke am Freitagabend, 16. Oktober, erstmals wieder eine Meisterschaftspartie vor den eigenen Fans. Gegen den HC Elbflorenz Dresden will der heimische Zweitligist in der Merkur-Arena (19.30 Uhr) seinen erfolg­reichen Saisonauftakt bestätigen.

Freitag, 16.10.2020, 09:32 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 09:36 Uhr
Blendend aufgelegt: Dominik Ebner zeigte im Auftaktspiel in Eisenach einen guten Auftritt im rechten Rückraum. Am Freitagabend feiert der Linkshänder mit dem TuS N-Lübbecke das lang ersehnte Heim-Comeback vor den eigenen Fans in der Merkur-Arena. Foto: Sascha Fromm
Blendend aufgelegt: Dominik Ebner zeigte im Auftaktspiel in Eisenach einen guten Auftritt im rechten Rückraum. Am Freitagabend feiert der Linkshänder mit dem TuS N-Lübbecke das lang ersehnte Heim-Comeback vor den eigenen Fans in der Merkur-Arena. Foto: Sascha Fromm

Maximal 762 Zuschauer wären beim lang ersehnten Heim-Comeback zugelassen. So viele werden es sieben Monate nach dem 29:27 gegen den VfL Gummersbach (6. März) aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht werden: Zwar ist die Fan-Freude über die Möglichkeit zur Rückkehr auf die Ränge groß, bei vielen Anhängern schwingt in Corona-Zeiten aber auch noch Skepsis mit.

Karten sind wohl noch bis zum Abend zu haben

Sorgen sind bei Einhaltung der ­Regeln aber unbegründet: Das ausgeklügelte Hygienekonzept der Gastgeber wurde von Experten für gut befunden, der Kreis Minden-Lübbecke liegt mit einem Inzidenzwert von 17,7 (Corona-Fälle auf 100.000 Einwohner) in NRW zudem am unteren Ende der ­Skala. Tickets sind im Online-Verkauf wohl noch bis in die frühen Abendstunden erhältlich. Wichtig: Die Besucher müssen das personalisierte Ticket ausdrucken und mit dem Lichtbildausweis am Eingang vorzeigen. Das Hygienekonzept in der Kreissporthalle sieht diese Regeln zur besseren Nachverfolgbarkeit von Personen vor.

Unsere Aufgabe ist es, einen guten Heimspielauftakt hinzulegen. Wir müssten auch ohne Zuschauer bis in die Haarspitzen motiviert sein. Wir freuen uns aber über jeden, der uns auf der Tribüne unterstützt.

TuS-Coach Emir Kurtagic

Ob 300 oder 600 Besucher: Emir Kurtagic und seine Spieler nehmen es, wie es kommt. „Ich bin ganz froh, Trainer zu sein und mich mit diesen Dingen nicht beschäftigen zu müssen“, blendet der Coach die Nebenschauplätze in Verbindung mit der Corona-Pandemie aus. „Um diese Themen kümmert sich die Geschäftsstelle jeden Tag mit Vollgas. Unsere Aufgabe ist es als Mannschaft dagegen, einen guten Heimspielauftakt hinzulegen. Selbst ohne Zuschauer müssten wir bis in die Haarspitzen motiviert sein“, sagt Kurtagic, der hofft, dass sein Team nach dem Auftaktsieg beim ThSV Eisenach (29:27) die nächsten Punkte einfährt. „Wir freuen uns über jeden, der uns dabei auf der Tribüne unterstützt.“

Dass auch der HC Elbflorenz beim 27:21 in Konstanz einen guten Start hinlegte, spricht dafür, dass es der favorisierte Gastgeber erneut mit einem unbequemen Gegner zu tun bekommt. ­Kurtagic: „Dresden spielt einen sehr disziplinierten Ball. Wir haben es aber selbst in der Hand, ob Hektik reinkommt. Viel hängt in der ­2. Liga von uns und unserer Fokussierung ab, das haben wir mittlerweile gesehen. Wenn wir wieder so seriös und hoch motiviert auftreten, habe ich volles Vertrauen in meine Mannschaft, dass sie auch wieder erfolgreich ist.“

Aus der Startformation macht Kurtagic ein Geheimnis

Als Richtwert dient der Auftritt in Eisenach. „Nach der langen Phase ohne Wettkampf haben wir da schon eine gute Leistung abgeliefert – mit Ausnahme der vier schlechten Minuten nach der Pause. Ich habe aber großen Respekt davor, wie sich meine Spieler aus dieser Situation wieder befreit haben“, blickt Kurtagic auf den geglückten Saisonstart zurück, bei dem vieles von dem, was man sich vorgenommen hatte, funktionierte. „Da gab es wirklich nicht viel zu meckern.“ Verbesserungsbedarf sieht der Trainer am ehesten „im ­Bereich Abwehr/Torwart“.

Dass die Start-Sieben aus dem Eisenach-Spiel mit den „Halben“ Valentin Spohn und Dominik Ebner, dem sicheren Siebenmeterschützen Tom Skroblien auf Linksaußen und Kreisläufer Yannick Dräger heute automatisch erneut loslegt, ist nicht gesagt. „Mit ­welcher Formation wir beginnen, weiß ich noch nicht“, hielt sich Kurtagic bedeckt. Er kann im homogenen Kader aus dem Vollen schöpfen: „Die Nominierung jedes Spielers wäre gerechtfertigt.“

Preis für Dauerkarten nicht zurückverlangt: TuS sagt treuen Fans „Danke“

Ein „Dankeschön“ hat sich der TuS für die Dauerkartenbesitzer ausgedacht, die auf die Rückerstattung für die entgangenen Heimspiele der Vorsaison zu Gunsten des Vereins verzichtet haben. Hinter den Toren werden in allen Heimspielen Danke-Plakate mit Namen der Fans installiert, die dem TuS in der Krise auf diese Weise unter die Arme greifen.

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