Zweitligist nach Corona-Fall wieder im Training – zwei Akteure in Quarantäne
Alle Tests negativ: TuS N-Lübbecke darf vorerst weiter spielen

Lübbecke (WB). Erleichterung beim TuS N-Lübbecke: Die am Montag durchgeführten Tests haben keine weiteren Corona-Infektionen im Kader des Handball-Zweitligisten nachgewiesen. Das Gesundheitsamt gab am Dienstag grünes Licht für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs. Wahrscheinlich kann somit auch das für Samstag, 24. Oktober, geplante Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim stattfinden. Letzte Voraussetzung ist, dass auch die zweiten Tests der Spieler am Donnerstag negativ sind. Das schreibt die HBL-Spielordnung vor.

Dienstag, 20.10.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 20.10.2020, 18:46 Uhr
Wieder in der Halle: Benas Petreikis darf sich seit Dienstag mit dem TuS N-Lübbecke auf das Heimspiel am Samstag gegen Bietigheim (24. Oktober) vorbereiten. Das Gesundheitsamt hat mit mit Ausnahme von zwei TuS-Spielern keine Quarantäne für die Mannschaft angeordnet. Die am Montag vorgenommenen Corona-Tests der Handballer waren allesamt negativ. Foto: Oliver Krato
Wieder in der Halle: Benas Petreikis darf sich seit Dienstag mit dem TuS N-Lübbecke auf das Heimspiel am Samstag gegen Bietigheim (24. Oktober) vorbereiten. Das Gesundheitsamt hat mit mit Ausnahme von zwei TuS-Spielern keine Quarantäne für die Mannschaft angeordnet. Die am Montag vorgenommenen Corona-Tests der Handballer waren allesamt negativ. Foto: Oliver Krato

Grünes Licht gab es allerdings nicht für die komplette Lübbecker Mannschaft: Zwei Spieler sind von der Mindener Gesundheitsbehörde am Dienstag vorsorglich in eine 14-tägige Quarantäne geschickt worden. Sie galten als Kontaktpersonen des in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getesteten Rückraumspielers Dominik Ebner. Sie stehen dem TuS in den nächsten beiden Partien nicht zur Verfügung.

Gesundheitsamt bewertet die Situation positiv

Dennoch scheint der Verein mit dem Schrecken davongekommen zu sein. Trainer Emir Kurtagic hatte nach dem Bekanntwerden des positiven Tests von Rückraumspieler Dominik Ebner am Samstag bereits eine zweiwöchige Quarantäne der Mannschaft und die Verlegung der nächsten Spiele gegen Bietigheim und in Dormagen (31. Oktober) befürchtet. Auf Grundlage der negativen Test-Ergebnisse von Montag wurde die Situation vom Gesundheitsamt des Kreises aber positiver bewertet.

„Ich bin froh, dass wir jetzt Gewissheit haben, dass sich keine weiteren Spieler infiziert haben. Wir werden jetzt die Zeit bis Samstagabend nutzen, um uns bestmöglich auf das Bietigheim-Spiel vorzubereiten“, sagte Kurtagic, der seine Mannschaft am Dienstagabend erstmals wieder beim Training begrüßen konnte. „Ich bin froh, dass wir füe Samstagabend planen können“, zeigte sich auch der Sportliche Leiter Rolf Hermann erleichtert. Abzuwarten bleibt aber noch die erneute Testung am Donnerstag. „Final erlaubt erst ein weiterer negativer Test aller Spieler und Trainer, am Samstagabend in der Merkur-Arena aufzulaufen“, so Hermann.

Kurios: Beim Liga-Rivalen TuS Ferndorf war zuletzt nach dem Auftreten eines Corona-Falls eine nahezu identische Gemengelage entstanden. Obwohl sich auch hier keine weiteren Teammitglieder nachweislich angesteckt hatten, musste die komplette Mannschaft auf Anordnung des dortigen Gesundheitsamtes in die Quarantäne.

Neben dem Spielfeld extrem gefordert: Rolf Hermann (links) muss sich derzeit weniger um handballspezifische Themen beim TuS N-Lübbecke kümmern. Am Montag brachte der Sportliche Leiter die Corona-Tests der Spieler persönlich ins Mindener Klinikum.

Neben dem Spielfeld extrem gefordert: Rolf Hermann (links) muss sich derzeit weniger um handballspezifische Themen beim TuS N-Lübbecke kümmern. Am Montag brachte der Sportliche Leiter die Corona-Tests der Spieler persönlich ins Mindener Klinikum. Foto: Alexander Grohmann

Hermann verweist in diesem Zusammenhang auf unterschiedliche Einschätzungen der zuständigen Kreise. „Das Gesundheitsamt in Minden betrachtet das Ganze sehr differenziert“, so der Sportliche Leiter, der seit Wochen im ständigen Austausch sowohl mit der Behörde als auch dem ;zuständigen Labor im Klinikum Minden ist.

Glück im Unglück: Ebner war schon seit Donnerstag raus

Bei den Lübbeckern kam der glückliche Umstand hinzu, dass Dominik Ebner seit dem Abschlusstraining am vergangenen Donnerstag bereits keinen Kontakt mehr zur Mannschaft hatte. „Bis zur Durchführung der Tests lag daher eine gewisse Zeit dazwischen. Hätte es Ansteckungen gegeben, wären sie wohl am Montag nachgewiesen worden“, verweist Hermann auf die angenommene Inkubationszeit.

Von Vorteil bei der Einschätzung des Falls war auch, dass der Verein der Behörde bereits am Wochenende eine lückenlose Dokumentation der vergangenen Trainingswoche geschickt hatte. Bei dem nun in Quarantäne befindlichen Duo handelt es sich dabei um Spieler, die laut der TuS-Auflistung länger als 15 Minuten auf engerem Raum mit Ebner zusammengewesen waren.

Appel: TuS-Maßnahmen haben gegriffen

„Die Gesundheit aller hat oberste Priorität“, gibt Geschäftsführer Torsten Appel zu verstehen. „Dieser Fall zeigt uns, dass die Einhaltung aller Hygienemaßnahmen und schnelles Handeln wichtig ist, um die Verbreitung des Virus bestmöglich einzuschränken“, sagt Appel und verweist auf die sofortige Isolation des Spielers nach der ersten Verdachtsinformation sowie der vorsorglichen Quarantäne des gesamten Teams nach der Positiv-Diagnose Ebners am Wochenende.

Der Online-Kartenvorverkauf für das Heimspiel gegen Bietigheim ist am Dienstag freigeschaltet worden. Das ausgefallene Spiel vom ersten Spieltag gegen den HSV Hamburg ist bereits für Dienstag, 1. Dezember, neu angesetzt worden.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7640819?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F
Bundespräsident macht Bevölkerung Mut
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier setzt sich einen Mund-Nasen-Schutz auf.
Nachrichten-Ticker