2. Liga: Kurtagic-Sieben feiert dritten Sieg in Folge – 35:25 gegen Fürstenfeldbruck
Der TuS N-Lübbecke marschiert weiter

Lübbecke (WB). Die Handballer des TuS N-Lübbecke sind in der 2. Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Die Pflichtprüfung gegen Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck löste die Mannschaft von Emir Kurtagic am Freitagabend souverän und verbesserte sich mit dem 35:25 (17:11)-Heimsieg auf Platz sechs.

Freitag, 27.11.2020, 22:19 Uhr aktualisiert: 27.11.2020, 22:22 Uhr
Dominik Ebner war mit sieben Treffern der erfolgreichste Lübbecker Werfer. Der Favorit ließ dem Aufsteiger aus Bayern beim Heimsieg nicht den Hauch einer Chance. Foto: Oliver Krato
Dominik Ebner war mit sieben Treffern der erfolgreichste Lübbecker Werfer. Der Favorit ließ dem Aufsteiger aus Bayern beim Heimsieg nicht den Hauch einer Chance. Foto: Oliver Krato

Der dritte klare Sieg in Folge war zudem ein deutliches Zeichen an den HSV Hamburg, der am Dienstag zum Topspiel in der Merkur Arena vorbeischaut (19.30 Uhr). „Wir wussten, dass der Gegner talentierte, gefährliche Spieler in seinen Reihen hat. Daher muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen: Sie war heute von Anfang bereit“, lobte Kurtagic nach dem dominanten Auftritt gegen das letztlich chancenlose Schlusslicht. Dominik Ebner war mit sieben Treffern der erfolgreichste TuS-Schütze des Abends.

Gäste-Coach: „Das war für uns heute eine andere Handball-Welt“

Neben den zwei Punkten gab es für die heimischen Handballer Komplimente vom Gegner: „Ich fand es beeindruckend, mit welcher Souveränität Lübbecke im gesamten Spiel aufgetreten ist. Wir wussten, dass wir in dem Spiel nur eine Chance haben würden, wenn Lübbecke uns irgendwann mal eine Tür öffnet, doch das haben sie nicht getan”, sagte Gäste-Coach Martin Wild. „Das war dann schon eine andere Handballwelt für uns, wir nehmen viel Lehrgeld mit auf die Rückreise”, so Wild. Fürstenfeldbruck bleibt mit 2:14 Zählern ganz unten in der Tabelle, während die Kurtagic-Sieben sich mit 9:3 Zählern nach oben orientiert.

Kein Grund für Wechsel: Emir Kurtagic schickte die gleiche Start-Sieben wie zuletzt bei den überzeugenden Siegen in Konstanz und Hüttenberg aufs Parkett. Im Tor stand Aljosa Rezar, die Halb-Positionen im Rückraum bekleideten wie gehabt Dominik Ebner (rechts) und Lutz Heiny (links). Benas Petreikis war als Spielmacher die ordnende Hand im Angriff, während auf den Außen Peter Strosack und Tom Skroblien sowie am Kreis Yannick Dräger wirbeln durften.

Die Hausherren nutzten das Corona-Regelwerk voll aus, um zumindest ein wenig Atmosphäre zu erzeugen: Hoch oben unter dem Hallendach sorgten akkreditierte Mitglieder des Fancklubs an den Trommeln für Stimmung. Ein paar Reihen darunter fand sich auch Sportbeirat Armin Gauselmann auf der Tribüne ein.

Yannick Dräger setzt sich am Kreis durch. Den Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck hatte der TuS N-Lübbecke am Freitagabend zu jeder Zeit im Griff.

Yannick Dräger setzt sich am Kreis durch. Den Aufsteiger aus Fürstenfeldbruck hatte der TuS N-Lübbecke am Freitagabend zu jeder Zeit im Griff. Foto: Oliver Krato

Die eingespielte Lübbecker Formation verlor keine Zeit: Die Hausherren benötigten nur elf Minuten, um eine 8:3-Führung herauszuwerfen und die Favoritenrolle gegen das Schlusslicht zu untermauern. Martin Wild war da schon zum ersten Time-Out gezwungen. Der Gast aus dem Münchener Umland, der nach einer stressigen Halbtagestour zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff an der Merkur Arena eingetroffen war, geriet im ersten Abschnitt auch durch acht technische Fehler früh auf die Verliererstraße. Diese seien allerdings zum Teil auch durch die aggressive Abwehr der Gastgeber erzwungen worden, wie Wild analysierte: „Wir können besser Handball spielen, aber das wurde nicht zugelassen.”

Als Rechtsaußen Peter Strosack als verkappter Kreisläufer in der 13. Minute in Unterzahl – Heiny brummte gerade eine Zeitstrafe ab – auf 9:3 erhöhte, war der weitere Spielverlauf fast schon vorgegeben. Die Gäste konnten den Rückstand bis zur Pause trotz allen Elans, den sie an den Tag legten, nicht verkürzen. Auch die zum Teil wilde, offensive Abwehr des Aufsteigers bereitete der Kurtagic-Sieben, dem dieser Umstand bei der bis dato einzigen Saisonpleite gegen Dresden (21:27) noch zu schaffen gemacht hatte, keine Probleme.

Nach dem 30. Treffer nimmt der Gastgeber einen Gang raus

Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. Bis zur 40. Minute hatten die Lübbecker den Vorsprung beim 24:15 auf neun Tore ausgebaut. Beim 30:18 durch Kreisläufer Leos Petrovsky (48.) deutete sich gar ein Debakel für die Gäste an. In der Schlussphase ließen es die Hausherren, bei denen Kurtagic mittlerweile die komplette Bank mit Spielpraxis versorgt hatte, aber etwas schleifen und ersparten Fürstenfeldbruck eine noch heftigere Klatsche.

„Am Dienstag gegen den HSV wird es ein komplett anderes Spiel”, warnte der Sportliche Leiter Rolf Hermann die Akteure, sich auf diesem Erfolg nicht auszuruhen. Nach Ansicht von Emir Kurtagic besteht diese Gefahr aber nicht: „Das ‚Mindsetting‘ meiner Mannschaft ist gut. Die Jungs wissen, welche Aufgabe am Dienstag auf uns zukommt. Ich glaube, wir werden auch gegen den HSV wieder eine sehr gute Leistung abliefern.“

TuS N-Lübbecke: Rezar, ab 31. Jepsen – Becvar (2), Heiny (4), Ebner (7), Petreikis (3), Bagaric, Strosack (3), Mundus, Dräger (1), Spohn (2), Nissen, Speckmann (1), Petrovsky (4), Skroblien (6/2), Criciotoiu (2).

TuS Fürstenfeldbruck: Luderschmid, Hanemann – Huber, Kaulitz (1), Leindl, Kolodziej (6/2), Borschel, Lex, Seitz (1), Riesner, Meinzer (4), Kerst (2), Engelmann (4), Prause (2), Hack (1), Horner (4).

Rote Karte: Stephan Seitz (Fürstenfeldbruck/55., Notbremse gegen Jan-Erik Speckmann beim Gegenstoß).

Als Peter Strosack als verkappter Kreisläufer in der 13. Minute in Unterzahl – Heiny brummte gerade eine Zeitstrafe ab – auf 9:3 erhöhte und die Brucker im Gegenzug freistehend vorbei warfen, deutete erstmals alles auf eine klare Angelegenheit hin. Die Gäste konnten den Rückstand bis zur Pause trotz allen Elans, den sie weiter an den Tag legten, nicht entscheidend verkürzen.

Auch die zum Teil wilde, offensive Abwehr des Aufsteigers bereitete dem TuS N-Lübbecke, dem genau dieser Umstand bei der bis dato einzigen Saisonpleite gegen Dresden noch arg zu schaffen gemacht hatte, keine Probleme. Der Favorit hatte die richtigen Lösungen parat und fand immer wieder Wege zum erfolgreichen Abschluss.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts an den Kräfteverhältnissen. Bis zur 40. Minute hatten die Gastgeber den Vorsprung beim 24:15 auf neun Tore ausgebaut. Beim 30:18 durch Kreisläufer Leos Petrovsky (48.) deutete sich gar ein Debakel für die Gäste an. In der Schlussphase ließen die Hausherren, bei denen Kurtagic mittlerweile die komplette Bank mit Spielpraxis versorgt hatte, aber merklich schleichen und ersparten Fürstenfeldbruck die Demontage.

„Am Dienstag gegen den HSV wird es ein komplett anderes Spiel”, warnte der Sportliche Leiter Rolf Hermann die Mannschaft, sich auf dem Erfolg nicht auszuruhen. Nach Ansicht von Emir Kurtagic besteht diese Gefahr aber ohnehin nicht: „Das Mindsetting meiner Mannschaft ist gut. Die Jungs wissen, welche Aufgabe am Dienstag auf uns zukommt. Ich glaube, wir werden auch gegen den HSV wieder eine sehr gute Leistung abliefern.“

TuS N-Lübbecke: Rezar, ab 31. Jepsen – Becvar (2), Heiny (4), Ebner (7), Petreikis (3), Bagaric, Strosack (3), Mundus, Dräger (1), Spohn (2), Nissen, Speckmann (1), Petrovsky (4), Skroblien (6/2), Criciotoiu (2).

TuS Fürstenfeldbruck: Luderschmid, Hanemann – Huber, Kaulitz (1), Leindl, Kolodziej (6/2), Borschel, Lex, Seitz (1), Riesner, Meinzer (4), Kerst (2), Engelmann (4), Prause (2), Hack (1), Horner (4).

Rote Karte: Stephan Seitz (Fürstenfeldbruck/55., „Notbremse“ gegen Jan-Erick Speckmann beim Gegenstoß).

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