2. Liga: Der TuS N-Lübbecke will in Großwallstadt wieder seine Qualität ausspielen – Gegner daheim noch ohne Punkt
Zurück zu den Basics

Lübbecke -

Mit Siegen hält sich Emir Kurtagic nie lange auf. Mit Niederlagen aber auch nicht.

Samstag, 05.12.2020, 12:25 Uhr aktualisiert: 05.12.2020, 12:28 Uhr
Gegen den HSV Hamburg kamen Benas Petreikis und seine Teamkollegen am Dienstag von ihrem Erfolgskurs ab. In Großwallstadt wollen Lübbeckes Handballer nun wieder an ihre starken Auftritte zuvor anknüpfen.
Gegen den HSV Hamburg kamen Benas Petreikis und seine Teamkollegen am Dienstag von ihrem Erfolgskurs ab. In Großwallstadt wollen Lübbeckes Handballer nun wieder an ihre starken Auftritte zuvor anknüpfen. Foto: Oliver Krato

„Das Spiel gegen den HSV Hamburg haben wir schnell abgehakt“, sagt der Trainer des TuS N-Lübbecke über das ärgerliche 24:28 in eigener Halle und richtete den Fokus in dieser Woche früh auf die nächste Aufgabe: Die wartet auf den TuS am Sonntag beim Traditionsklub TV Großwallstadt (17 Uhr).

Während Lübbeckes Handballer am Dienstag die zweite Heimschlappe in dieser Saison verarbeiten mussten, ergatterte Großwallstadt einen Tag später die nächsten Big Points im Abstiegskampf. Der überraschende 28:17-Erfolg bei der SG BBM Bietigheim war allerdings eine willkommene Vorlage für Kurtagic: „Nach diesem Ergebnis muss ich nicht mehr viele Worte über den Gegner verlieren. Wir haben gesehen, wie sie aufgetreten sind“, sagte der TuS-Coach über den gut aufgelegten Aufsteiger, der am Sonntag mit frischem Selbstvertrauen antreten dürfte.

„Großwallstadt verfügt über einen erfahrenen Kader. Da sind viele Jungs dabei, die zum Teil schon erste Liga gespielt haben“, weiß Kurtagic und nennt exemplarisch Linksaußen Florian Eisenträger oder den früheren Mindener Savvas Savvas, der im Rückraum für die Tore zuständig ist. „Gegen Bietigheim haben sie ein wirklich gutes Spiel abgeliefert“, sagt Kurtagic respektvoll.

Allerdings beschäftigt den Gegner auch eine schwarze Serie, die am Sonntag durchaus in den Köpfen der Spieler herumgeistern könnte: Aus den bisherigen vier Heimspielen konnte der Aufsteiger noch keinen einzigen Punkt ergattern. Ganz im Gegensatz dazu steht die positive Bilanz der auswärts noch ungeschlagenen Lübbecker (7:1 Punkte). „Diese Statistiken interessieren uns nicht“, wiegelt Kurtagic aber direkt ab. Der Trainer beschäftigt sich lieber mit dem Auftreten seiner Mannschaft, die am Dienstag gegen den HSV nach gutem Beginn den Faden verloren und in der Folge auch nicht mehr wiedergefunden hatte. „Wir haben uns das Messer selbst in den Oberschenkel gerammt“, beschreibt Kurtagic mit martialischen Worten den Bruch im Spiel seiner Handballer, die offenbar zu viel wollten und verkrampften.

Explosiv und zweikampfstark: Lutz Heiny ist aus der Lübbecker Stamm-Sieben derzeit nicht wegzudenken.

Explosiv und zweikampfstark: Lutz Heiny ist aus der Lübbecker Stamm-Sieben derzeit nicht wegzudenken. Foto: Oliver Krato

„Zu Beginn haben wir die Breite des Spielfeldes ausgenutzt. Später ging es immer mehr durch die Mitte. Da haben wir keinen Spielfluss mehr gehabt und wollten es mit der Brechstange erzwingen“, so der Coach, der von einer „schmerzlichen“ Niederlage sprach, die aber für die weitere Entwicklung seiner Mannschaft durchaus von Nutzen sein könnte. „Man kann an diesen Ergebnissen wachsen. Was ich mir wünsche, ist, dass wir aus dem Spiel lernen. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Der Vorteil ist, dass wir jetzt nicht als Tabellendritter und dadurch vielleicht mit einer gewissen Lockerheit nach Großwallstadt fahren.“ Stattdessen dürfte der Blick nun wieder geschärft sein.

Wichtig sei, am Sonntag wieder zu den „Basics“ zu finden, die in den Wochen zuvor für drei TuS-Siege am Stück gesorgt hatten. „Wir müssen wieder dieses Feeling für die Räume bekommen. Spielen wir die Sachen wieder auf den Punkt und kriegen Bewegung in den Rückraum, dann haben wir auch wieder die Qualität“, betont der Coach. Personell gibt es nach wie vor kaum Probleme beim heimischen Zweitligisten. Hoffnungen auf einen erneuten Einsatz von Beginn an kann sich Torwart Johannes Jepsen machen, der gegen den HSV mit zwölf Paraden lange Zeit einer der besten Lübbecker war.

Gute Nachrichten gab es am Samstagmorgen: Alle Corona-Tests der Lübbecker Mannschaft waren negativ, so dass dem zweiten Spiel in dieser Woche aus TuS-Sicht nichts im Weg steht.

 

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