Handball-2. Bundesliga: Lübbecke erwartet Wilhelmshaven
Endspurt im Dezember-Marathon

Lübbecke -

Einmal noch. Einmal noch Vollgas, einmal noch über die Grenzen hinausgehen Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV will sich Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke heute Abend zum Jahreswechsel auf dem dritten Platz festsetzen.

Dienstag, 29.12.2020, 19:25 Uhr aktualisiert: 29.12.2020, 19:30 Uhr
Mit einer stabilen Deckung will der TuS N-Lübbecke gegen Wilhelmshaven die Basis für den nächsten Sieg legen.
Mit einer stabilen Deckung will der TuS N-Lübbecke gegen Wilhelmshaven die Basis für den nächsten Sieg legen. Foto: Augst/Eibner-Pressefoto

Hauptsponsor weg, Geschäftsführer weg, Verhaftung des Co-Geschäftsführers und Hauptsponsors, gegen den wegen Anlagebetrugs ermittelt wird, vier Punkte am grünen Tisch weg, mit Juan de la Peña (zum Ligakonkurrenten SG BBM Bietigheim) und Tim Rozman (zum Aufsteiger TuSEM Essen) zwei Spieler weg: Die Saison hat für den Wilhelmshavener HV alles andere als vielversprechend begonnen. Eine „Corona-Klausel“ in der Lizenzierungsordnung der Handball-Bundesliga rettet den nächsten Gegner des TuS in dieser ungewöhnlichen Zeit, weil dadurch ein Wechsel des wirtschaftlichen Trägers ermöglicht wird. Der Preis sind die vier Punkte, die dem WHV am Saisonende abgezogen werden.

Während der WHV also schon während der gesamten Saison alle verbliebenen Ressourcen investiert, um die Liga zu erhalten, fordert Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic dies von seinen Schützlingen in rein sportlicher Hinsicht: „Wir müssen nochmals die letzten Kräfte mobilisieren“, hat Kurtagic bei seinen Schützlingen eine gewisse Ermüdung festgestellt, diese sei aber vor allem mental und weniger physisch. Im Kopf lauert auch die größte Gefahr gegen einen Gegner wie den WHV, nicht umsonst warnt Kurtagic davor, den wankenden Niedersachsen auf die leichte Schulter zu nehmen. Trotz aller Probleme habe Wilhelmshaven „immer noch viel Qualität, so dass das Ganze auch sehr unangenehm für uns werden kann“. Vor allem, wenn der Gegner unterschätzt würde. Nicht umsonst verweist Kurtagic nach der eigenen Niederlage in Gummersbach auch darauf, dass der WHV gegen den Topfavoriten auf den Meistertitel erst in der Schlussphase und das noch unnötig verloren habe: „Da hat der WHV gezeigt, dass er absolut konkurrenzfähig ist!“ Mit dem Ex-Mindener Jens Vortmann stehe ein guter Keeper zwischen den Pfosten, dazu sei der Ballfluss gut, der Angriff gefährlich und der Rückraum wie auch der Kreis stark besetzt: „Werfen können sie auf jeden Fall!“ Die Partie gegen den VfL war aber nicht der einzige Leistungsnachweis des WHV, der den TuS warnen sollte, den letzten Gegner des Jahres zu unterschätzen. „Wilhelmshaven hat auch schon zehn Punkte gesammelt, das ist mehr als Bietigheim und genauso viel wie Hamm!“ Respektvolle Herangehensweise ja, zuviel Respekt nein: „Zu stark reden möchte ich unseren Gegner aber auch wieder nicht!“, weiß auch Emir Kurtagic, dass sein Team natürlich als der erklärte Favorit in das Spiel geht und als Team und auch individuell eine andere Qualität auf die Platte bringen sollte. Wenn alles passt. Und das fange vor allem in der psychologischen Herangehensweise vor dem Spiel an: „Treten wir seriös auf, haben wir genug Qualität, um zu gewinnen. Darauf vor allem wollen wir unseren Fokus richten“, fordert Lübbeckes Chefcoach fast schon traditionell, dass sich seine Schützlinge vor allem auf sich und ihre Qualitäten besinnen sollen. Gelingt das, ist der TuS, zumal in einem Heimspiel, gegen fast jeden Gegner der Liga der ausgemachte Favorit. Entsprechend dominiert nach der Aufarbeitung der Niederlage vom Sonntag nun auch die Vorfreude auf die Chance, mit einem Positiverlebnis das turbulente Jahr 2020 sportlich abschließen zu können. „Wir haben genug Spieler, um auch dieses Spiel noch zu gewinnen. Wir wollen diese beiden Punkte hierbehalten und so einen guten Abschluss des Kalenderjahres hinbekommen!“ Um dann aus der Rolle als Nummer drei der Liga die beiden Aufstiegsplätze im zweiten Saisonteil mit frischen Kräften neu anzugreifen. Davor aber wartet eine Pflichtaufgabe auf dem Weg zu zwei wichtigen Punkten. Einmal noch...

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