Turbo-Start ins Zweitliga-Jahr: TuS N-Lübbecke bezwingt Rimpar mit 33:21 (16:10) – Super-Deckung ebnet den Weg
Gala-Sieg macht Kurtagic stolz

Lübbecke -

War irgendwas? Unbeeindruckt von allen Nebengeräuschen haben die Handballer des TuS N-Lübbecke das erste Pflichtspiel des Jahres für sich entschieden.

Freitag, 12.02.2021, 21:51 Uhr aktualisiert: 12.02.2021, 21:58 Uhr
Haare und Gegner gebändigt: Lutz Heiny, neuerdings mit Stirnband, feierte mit dem TuS einen furiosen Auftakt ins Pflichtspieljahr.
Haare und Gegner gebändigt: Lutz Heiny, neuerdings mit Stirnband, feierte mit dem TuS einen furiosen Auftakt ins Pflichtspieljahr. Foto: Oliver Krato

Gegen die unangenehm zu bespielende DJK Rimplar Wölfe feierte der heimische Zweitligist am Freitagabend in der Merkur Arena einen bemerkenswerten 33:21-(16:10)-Erfolg.

Nachdem zu Wochenbeginn zunächst der Schnee den TuS ausgebremst und am Donnerstag dann ein auffälliger, aber letztlich folgenloser Corona-Test eines Spielers für Aufregung gesorgt hatte, schafften es die Handballer von Beginn an, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mit dem Kantersieg sendete der Tabellendritte nach der Winterpause zugleich ein Signal an die Aufstiegskonkurrenz.

Gute Laune in der Merkur Arena: Die starken Tom Skroblien und Leos Petrovsky bejubeln einen weiteren Treffer beim Heimsieg gegen die Wölfe.

Gute Laune in der Merkur Arena: Die starken Tom Skroblien und Leos Petrovsky bejubeln einen weiteren Treffer beim Heimsieg gegen die Wölfe. Foto: Oliver Krato

„Defensiv war es heute sicher unser bester Auftritt in dieser Saison. Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Wir haben die Messlatte mit dieser Leistung hoch gelegt“, sagte TuS-Coach Emir Kurtagic nach dem bislang höchsten Saisonsieg. In Sicherheit wiegen dürfe man sich aber trotz des perfekten Starts in die zweite Saisonhälfte angesichts des geballten Programms der kommenden Wochen nicht. „Wir werden bald wieder maximal gefordert. Es geht Schlag auf Schlag“, blickte Kurtagic voraus.

Die dank freier Straßen ohne Probleme aus Süddeutschland angereisten Gäste präsentierten sich in der Anfangsphase hellwach und gingen zunächst mit 2:1 in Führung. Dann hieß es aber: freie Fahrt für den TuS! Die Mannschaft von Emir Kurtagic übernahm das Kommando, bekam den gefürchteten Rimparer Rückraum dank toller Deckungsarbeit in den Griff und nutzte im Angriff die gesamte Breite für erfolgreiche Abschlüsse.

Die Nettelstedter haben das im Stile einer Spitzenmannschaft nach Hause gespielt.

DJK-Coach Ceven Klatt

„Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen. Insgesamt waren wir in der Deckung aber einfach nicht aggressiv genug. Nettelstedt hat das heute im Stil einer Spitzenmannschaft ausgenutzt. Mehr als 30 Tore zu bekommen, ist für uns sehr selten“, bilanzierte Wölfe-Coach Ceven Klatt nach der dominanten Vorstellung der Hausherren.

Über 4:4 (12.) zog der TuS beim 6:4 erstmals mit zwei Toren davon und setzte sich anschließend kontinuierlich ab. Kreisläufer Leos Petrovsky sorgte mit seinem dritten Treffer für das 10:7 (22.), über 14:8 ging es mit 16:10 in die Pause. Für den von Klatt erhofften „Turnaround“ war Rimpar nach der Pause nicht in der Lage. Der Grund: Die Lübbecker gaben weiter keinen Zentimeter preis, machten weiter ihr Abwehrzentrum dicht und verteilten keine Geschenke.

Auch das Tempospiel lief mittlerweile auf Hochtouren: Beim 27:17 (47.) war längst die Vorentscheidung gefallen, so dass Emir Kurtagic munter durchwechseln konnte und nun auch Johannes Jepsen (Tor), Marvin Mundus und Florian Baumgärtner Spielpraxis verschaffte. Für Baumgärtner ging damit 15 Monate nach seinem bis dato letzten Zweitliga-Einsatz für den VfL Gummersbach eine lange Leidenszeit zu Ende. Dass dem Rückraum-Rechten ein Tor beim Comeback versagt blieb, war nach dem Kantersieg locker zu verschmerzen.

„Wir hatten einen guten Matchplan“, sagte Yannick Dräger zur Gala gegen am Ende chancenlose Wölfe. „Im Angriff hatten wir durchweg eine gute Quote und unsere Abwehr stand genial“, meinte der Kreisläufer mit einem breiten Grinsen und verabschiedete sich in den verdienten Feierabend.

TuS N-Lübbecke: Rezar, ab 49. Jepsen – Becvar (n.e.), Heiny, Baumgärtner, Ebner (3), Petreikis (5), Bagaric (1), Strosack (6), Mundus (1), Dräger (2), Spohn (1), Nissen, Speckmann, Petrovsky (4), Skroblien (10/5).

DJK Rimpar Wölfe: Mallwitz, Wieser – Schömig (5), Karle (2), Neagu, Schmidt (2), Kaufmann (2), Wirtz (2), Meyer (1), Schulz (3), Kovacic, Brielmeier (1), Sauer (2), Bialowas (1).

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