2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke will sich mit dem Remis bei Tabellenführer HSV Hamburg nicht zu lange aufhalten
Kurz ärgern und weiter: Kurtagic bleibt im Angriffsmodus

Hamburg/Lübbecke -

Emir Kurtagic kannte keine Gnade mit sich. Auf der Rückfahrt im Mannschaftsbus spielte der Coach des TuS N-Lübbecke die entscheidende Szene immer und immer wieder auf dem Laptop ab.

Sonntag, 21.02.2021, 19:53 Uhr aktualisiert: 21.02.2021, 19:58 Uhr
Wilder Fight: Benas Petreikis sucht Kreisläufer Leos Petrovsky. Im Hintergrund beobachtet HSV-Hexer Jens Vortmann die Szene. Beide Teams schenkten sich im Spitzenspiel nichts, das Ende war bitter für die Lübbecker.
Wilder Fight: Benas Petreikis sucht Kreisläufer Leos Petrovsky. Im Hintergrund beobachtet HSV-Hexer Jens Vortmann die Szene. Beide Teams schenkten sich im Spitzenspiel nichts, das Ende war bitter für die Lübbecker. Foto: Alexander Grohmann

„Ich habe das Ganze mit Nikola sechs, sieben Mal angeschaut“, berichtete Kurtagic von der schmerzhaften Analyse des Hamburger Ausgleichs, der seinem Team beim 25:25 (14:13)-Remis im Zweitliga-Topspiel kurz vor Schluss noch den Sieg geraubt hatte. Am Ende war Kurtagic bei der Beurteilung der Szene mit Co-Trainer Blazicko aber einer Meinung: „Es war einfach extrem unglücklich.“

2. Handball-Bundesliga: HSV Hamburg - TuS N-Lübbecke 25:25

1/27
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann
  •  

    Foto: Alexander Grohmann

Lutz Heiny hatte Lübbecke mit einem klugen Wurf zehn Sekunden vor Schluss in Führung gebracht. Der Sieg? Nein! Denn obwohl sich die Lübbecker blitzschnell an den eigenen Kreis zurückzogen, tat sich dort im Gewühl eine kleine Lücke auf: Mit dem Mut der Verzweiflung warf Hamburgs Leif Tissier den Ball zwei Sekunden vor Schluss aus dem Rückraum aufs Tor. Leos Petrovsky war zwar mit dem Block zur Stelle, fälschte den Ball dabei aber so unglücklich ab, dass dieser zum 25:25 ins Netz „flatterte“. Johannes Jepsen hechtete vergebens ins lange Eck.

„Überhaupt kein Vorwurf an ‚JayJay‘“, nahm Kurtagic seinen Keeper in Schutz. „Für Hamburg war es Glück, für uns Pech“, so der Coach, der seine Spieler nach dem frustrierenden Ausgang noch in der Kabine wieder aufrichtete: „Wir müssen nicht mit gesenkten Köpfen nach Hause fahren. Wir sind die erste Mannschaft, die in dieser Saison in Hamburg gepunktet hat. Dass wir enttäuscht sind, zeigt mir einfach, wie gut wir geworden sind“, befand der Trainer.

Emir Kurtagic gibt seinen Spielern Instruktionen. In der Hamburger Sporthalle hatte der TuS eine Hand am Sieg, ehe der Spitzenreiter mit einem Glückswurf zurückschlug.

Emir Kurtagic gibt seinen Spielern Instruktionen. In der Hamburger Sporthalle hatte der TuS eine Hand am Sieg, ehe der Spitzenreiter mit einem Glückswurf zurückschlug. Foto: Grohmann

Beide Teams lieferten im Spitzenspiel ein wildes Spektakel ab. Das Geschehen wogte hin und her. „Das war beste Werbung für den Handball“, urteilte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel. Dass beiden Teams einige Fehler unterliefen, trug zum Unterhaltungswert bei. „Es gab auf beiden Seiten viele Ups und Downs“, sagte TuS-Kapitän Peter Strosack, der nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe auf der Tribüne gelandet war (45.).

Die Lübbecker mussten vielen vergebenen Chancen hinterhertrauern. Alleine drei Siebenmeter konnten die Gäste in Durchgang eins nicht im Tor von HSV-Hexer Jens Vortmann unterbringen. Ohne ihren neuen Rückhalt (14 Paraden) hätte es für die Hamburger am Ende wohl nicht zum Remis gereicht. Auf der anderen Seite verriegelte auch Aljosa Rezar (drei gehaltene Siebenmeter) in der ersten Halbzeit den Kasten.

Verantwortung übernommen: Jan-Eric Speckmann musste nach zwei Fehlwürfen von Tom Skroblien an der Siebenmeterlinie „einspringen“.

Verantwortung übernommen: Jan-Eric Speckmann musste nach zwei Fehlwürfen von Tom Skroblien an der Siebenmeterlinie „einspringen“. Foto: Grohmann

Kurz vor der Pause zog der TuS auch dank des starken Auftritts von Florian Baumgärtner (vier Treffer bei fünf Würfen) kurzzeitig davon (14:11), ließ den HSV aber zu schnell wieder aufschließen. Nach der Pause verhalf Jens Vortmann seinem Team mit zwei starken Paraden hintereinander gegen Valentin Spohn und Tom Skroblien zu einer 19:17-Führung. Doch Lübbecke schlug zurück und war dem Big Point in der Schlussphase ganz nahe.

Wir sind die erste Mannschaft, die in dieser Saison in Hamburg punkten konnte.

TuS-Trainer Emir Kurtagic

Durch das glückliche Remis verteidigte der HSV sein Polster und hat weiter vier Minuspunkte weniger auf dem Konto als der TuS als Dritter. „Ich mache das Remis nicht an der letzten Szene fest“, sagte Rolf Hermann. Der Sportliche Leiter haderte eher mit dem ein oder anderen Fehlwurf und kleineren Lücken in der Abwehr. So habe man HSV-Kreisläufer Heiko Weller (7/3 Tore) nicht wie erhofft in den Griff bekommen. Dennoch: „Wir können uns kurz ärgern, aber das Spiel ist kein Anlass, dass bei uns die Köpfe runtergehen.“

HSV-Coach Torsten Jansen konnte mit dem Remis leben: „Für meine Mannschaft war das heute Schwerstarbeit. Gegen einen Gegner wie Lübbecke ist das auch mental fordernd. Leider haben wir ein paar Bälle von Außen nicht reingemacht“, sagte Jansen, der mit dem Endstand aber zufrieden sein musste.

Die Enttäuschung war auch Benas Petreikis (links) nach dem Schlusspfiff anzumerken. Doch der Frust sollte nicht allzu lange anhalten.

Die Enttäuschung war auch Benas Petreikis (links) nach dem Schlusspfiff anzumerken. Doch der Frust sollte nicht allzu lange anhalten. Foto: Grohmann

Emir Kurtagic hatte seine Angriffslust am Sonntag längst wiedergefunden. „Wir müssen unserer Linie treu bleiben und einfach so weiter arbeiten wie bisher. Es sind noch 19 Spiele, da wird noch sehr viel Handball gespielt in dieser Saison“, sagte der Coach mit Blick auf das weiter spannende Aufstiegsrennen. Nach dem freien Sonntag starten die Handballer morgen in die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den ThSV Eisenach (Freitag, 19.30 Uhr). „Dafür müssen wieder die nötige Lust und Leidenschaft entwickeln.“

Der VfL Gummersbach konnte den zweiten Tabellenplatz am Sonntag mit dem 31:29-Sieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau wieder etwas festigen und hat nun wieder vier Punkte Vorsprung auf die Lübbecker.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7831296?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352979%2F4850251%2F
Wie valide sind die Corona-Schnelltests?
Von Beginn der Woche an sollen alle, die es wollen, ohne besonderen Anlass untersuchen können, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind und möglicherweise andere anstecken könnten.
Nachrichten-Ticker