Vorsichtig optimistisch: TuS N-Lübbecke hofft dank geänderter Richtlinien auf Corona-Unterstützung
Geldsegen in harten Zeiten

Lübbecke -

Frohe Kunde für den Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke: Die heimischen Profisportler könnten im zweiten Anlauf jetzt von einer Veränderung der staatlichen Corona-Hilfen für die deutschen Profisportligen profitieren.

Freitag, 05.03.2021, 21:52 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 21:54 Uhr
Vorsichtig optimistisch: Torsten Appel hofft auf finanzielle Unterstützung für den TuS N-Lübbecke.
Vorsichtig optimistisch: Torsten Appel hofft auf finanzielle Unterstützung für den TuS N-Lübbecke. Foto: Ingo Notz

 

 

Die staatliche Finanzhilfe für die professionellen und semiprofessionellen Ligen wie Basketball, Eishockey oder Handball wird bis zum 31. Dezember verlängert. Das hat der Haushaltsauschuss des Bundestages am 3. März beschlossen. „Wir wollen sicherstellen, dass die Lizenzierung auch für die kommende Saison und die Hinrunde der nächsten Saison abgesichert ist“, sagte der CDU-Sportpolitiker Frank Steffel der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist eine Privilegierung gegenüber allen laufenden Wirtschaftshilfeprogrammen, die ausnahmslos am 30. Juni auslaufen.»

Nicht nur die Verlängerung ist eine gute Nachricht für den TuS N-Lübbecke. Auch die Leistung, die die Profisportler als Hilfestellung bekommen, soll erhöht werden. Betroffen wäre der potenzielle Verlust von Ticketeinnahmen, hier sollen die Unterstützungen auf 90 Prozent und maximal 1,8 Millionen Euro pro Verein und Organisation erhöht werden. Bisher gab es als Kompensation höchstens 800.000 Euro pro Club. „Viele Vereine sind durch die andauernde Pandemie weiterhin in einer schweren Notlage. Sie brauchen daher unsere Unterstützung», sagte Eberhard Gienger, ehemaliger Turn-Weltmeister und derzeit sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Das Besondere steht im Kleingedruckten. Es geht um viele Regularien im Hintergrund.

Torsten Appel, Geschäftsführer TuS N-Lübbecke

Darüber hinaus sollen Einnahmeverluste, die von Januar bis Dezember des Jahres losgelöst von Ticket-Einbußen entstehen, mit 70 Prozent und maximal drei Millionen Euro kompensiert werden, darunter auch Spielergehälter. „Es ist absolut sichergestellt, dass kein seriöser Verein der Ligen in diesem Jahr relevante Verluste machen wird und wenn nur überschaubare“, sagte Steffel zur Unterstützung. „Alle Ligen werden mit allen Mannschaften den Spielbetrieb zu Ende führen können. Damit haben wir das Ziel herausragend erreicht, dass es bis heute keine Insolvenzen und Abmeldungen vom Spielbetrieb gegeben hat.“

Der Bund hatte im vergangenen Jahr für die Profiligen Corona-Soforthilfen in Höhe von 200 Millionen Euro bereitgestellt, die nach einer ersten Verlängerung nun am 30. Juni ausgelaufen wären. Von der Summe sind bis Jahresende 2020 nur rund 75 Millionen Euro abgerufen worden. Da für 2021 weitere 200 Millionen Euro bewilligt wurden, stehen für dieses Jahr noch über 320 Millionen Euro bereit.

Das allerdings auch nicht ohne Grund, wie TuS N-Lübbeckes Geschäftsführer Torsten Appel unterstreicht: „Das Besondere steht im Kleingedruckten“, meint Appel mit Blick auf die schon im Vorjahr theoretisch abrufbaren Förderungen, die der TuS N-Lübbecke bisher aber noch nicht in Anspruch genommen habe. Anders als das Kurzarbeitergeld, das für den TuS in den ersten Monaten der Pandemie „eine sehr große Hilfe“ dargestellt habe, sei der TuS bisher nämlich nicht für den Zuschlag der erst einmal pauschal für alle Bundesligisten zur Verfügung gestellten Förderung in Frage gekommen: „Da geht es um viele Regularien im Hintergrund. Es kommt jetzt aber eine neue Richtlinie, die uns noch nicht vorliegt, da sieht es so aus, dass sich auch für uns etwas ändern könnte. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir etwas bekommen könnten.“

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