Mi., 05.09.2018

Badminton: Neuling Ostenland und Hövelhof spielen in der dritthöchsten Liga Novum auf enormem Niveau

Mit dieser Mannschaft startet Aufsteiger SC BW Ostenland  gegen Brühl in seine erste Regionalliga-Saison (von links): Fabian Disic, Karina Büser, Hendrik Wiedemeier, Dominik Ahlheit, Tim Hindera, Sanne Schra und Jan Santüns.

Mit dieser Mannschaft startet Aufsteiger SC BW Ostenland gegen Brühl in seine erste Regionalliga-Saison (von links): Fabian Disic, Karina Büser, Hendrik Wiedemeier, Dominik Ahlheit, Tim Hindera, Sanne Schra und Jan Santüns.

Von Elmar Neumann

Ostenland/Hövelhof (WB). Premiere für den SC BW Ostenland und den Badminton-Sport im Kreis Paderborn: Wenn am Samstag, 8. September, die Regionalliga-Saison beginnt, schlagen mit dem Aufsteiger und dem BC Phönix Hövelhof erstmals zwei heimische Clubs in der dritthöchsten Liga auf.

»Die Vorfreude könnte nicht größer sein. Die Mannschaft hat den Sommer über hart gearbeitet und gar keine echte Trainingspause eingelegt. Wir fühlen uns gut vorbereitet und werden alles dafür tun, um am Ende über dem Strich zu stehen«, sagt Ostenlands Sportwart Tim Fischbach. Über dem Strich zu stehen, wäre gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt. Den haben in der Achter-Gruppe die Teams sicher, die mindestens Sechster werden. Ein Rang, den der Neuling kaum noch kennt, gelang in der vergangenen Saison nach dem Meisterstück in der Verbandsliga doch direkt auch der Titelgewinn in der Oberliga. Durchmarsch nennt man das. 

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Die Vorfreude könnte nicht größer sein.

Tim Fischbach

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Eine erst am Spieltag nach der Aufstiegsfeier beendete Serie von 37 Partien ohne Niederlage macht selbstbewusst genug, um sich auch in der Regionalliga eine respektable Rolle zuzutrauen. Helfen werden beim Unternehmen Klassenerhalt zwei Neuzugänge: die holländische Zweitligaspielern Sanne Schra und Jan Santüns, der vom Lokalrivalen Hövelhof zum SC BW Ostenland gewechselt ist. Schras Verpflichtung war nötig geworden, weil Laura Müller für ein Jahr in Schweden ist. Santüns kommt vor allem als Verstärkung für die blau-weißen Doppel.

Stichwort Doppel: Zum Auftakt erwartet das Team von Trainer Dominik Ahlheit ein Doppelspieltag, und vor allem die Premierenpartie gegen Mitaufsteiger Brühler TV (Samstag, 18 Uhr) ist von enormer Bedeutung. Während sich der SCO am Sonntag (10 Uhr) in Solingen keine große Siegchance ausrechnet, sollen gegen Brühl sofort Punkte her. »Aufgrund der vielen Ranglistenturniere ist die Stärke der Spieler gut einzuschätzen und daher zählen wir Brühl zu einem direkten Konkurrenten. Umso wichtiger wäre es, direkt etwas Zählbares zu verbuchen«, sagt Fischbach, wohl wissend, dass der Aufsteiger auf einen üblicherweise sehr großen Vorteil verzichten muss: den Heimvorteil. Da die Halle in Ostenland 50 Zentimeter zu flach ist, musste eine Alternative gefunden werden. Das ist die Delbrücker Dreifachhalle am Driftweg. »Das ist die bestmögliche Lösung. Wir haben keinen Vorteil mehr, aber die neutrale, gut zu spielende Halle ist auch kein Nachteil«, sagt der Sportwart.

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Die Atmosphäre bei den Derbys wird sicher ganz besonders sein.

Martin Brameyer

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Am Sonntag, 11. November, wird in der neuen Heimat das erste Derby ausgetragen und die Vorfreude auf das Duell zwischen dem Debütanten und dem Tabellenfünften der Vorsaison ist schon jetzt sehr groß. »Es ist eine tolle Geschichte, dass der Kreis Paderborn jetzt mit zwei Teams in der Regionalliga vertreten ist. Die Atmosphäre bei den Derbys wird sicher eine ganz besondere sein«, sagt Phönix-Trainer Martin Brameyer. Mit Willkommensgeschenken sollte der Lokakrivake aus Ostenland aber nicht rechnen. »Bei einigen Spielern ist schon etwas von einer besonderen Rivalität zu spüren. Jan Santüns’ Wechsel nach Ostenland ist auch nicht das, was wir uns erhofft haben«, sagt der Trainer und legt sich fest: »Neben Brühl, St. Tönis und Köln wollen wir auch Ostenland hinter uns lassen.« Das Hövelhofer Ziel lautet ebenfalls Ligaverbleib und der soll in dieser Saison deutlich früher feststehen als in der vergangenen. In der Serie 2017/2018 war der BC Phönix nach der Hinrunde Letzter, um sich mit einer furiosen Aufholjagd und als zweitbestes Rückrundenteam doch noch den Klassenerhalt zu erkämpfen.

Mit diesem Team geht der BC Phönix Hövelhof am Samstag in Hohenlimburg in die neue Regionalliga-Saison (von links): Ilija Pavlovic, Robin Möller, Sven Falkenrich, Melanie Gräßer, Niklas Kampmeier, Björn Six und Timo Putz. Es fehlt Hannah Schiwon.

Neben dem Santüns-Abschied musste Brameyer auch auf den Wechsel von Jugendnationalspielerin Jule Petrikowski reagieren. Das Ausnahmetalent geht nun auf das Heinrich-Heine-Gymnasium in Kaiserslautern (Eliteschule des Sports) und spielt – mit ihrer am Olympiastützpunkt Saarbrücken beheimateten Schwester Judith – für Zweitligist 1. BV Mülheim II. Frisch im Team ist der serbische Auswahlspieler Ilija Pavlovic, der in den wichtigen Partien an Position eins gesetzt ist, und als neue weibliche Alternative ist Doreen Kortmann (BC Steinheim) zu den Hövelhofern gestoßen. Wie Mike Augustine Gnanagunaratnam (TV Verl) soll sie vornehmlich für die Reserve in der Verbandsliga aufschlagen, beide werden aber Schritt für Schritt in das Drittligateam integriert, um dort vielleicht schon in der Serie 2019/2020 zu den Stammkräften zu zählen.

Zunächst aber geht’s um die Saison 2018/2019 und die beginnt für den BC Phönix mit zwei schwierigen Auswärtsspielen gegen die höher gehandelten BC Hohenlimburg II (Samstag, 18 Uhr) und Gladbecker FC (Sonntag, 12 Uhr).

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