Sa., 16.03.2019

Zweitligaabsteiger DJK Delbrück hofft nicht auf ein Hintertürchen Ein klarer Schnitt

Johannes Grodde (rechts) hat gesagt, der DJK Delbrück treu bleiben zu wollen. Bei Trainer Uli Kussin sieht es ähnlich aus.

Johannes Grodde (rechts) hat gesagt, der DJK Delbrück treu bleiben zu wollen. Bei Trainer Uli Kussin sieht es ähnlich aus. Foto: Markus Schlotjunker

Delbrück (WB/ma). Vier Spiele hat die DJK Delbrück noch zu absolvieren, dann ist nach elf Jahren andauernder Zugehörigkeit in der 2. Volleyball-Bundesliga Schluss. Seit einer Woche steht für das sieglose Schlusslicht der Abstieg fest und inzwischen ist auch klar, dass die DJK einen klaren Schnitt macht.

Es wird nämlich nicht darauf gehofft, dass sich eventuell noch Mannschaften – wie tatsächlich schon oft geschehen – aus der 2. Liga zurückziehen und Delbrück so doch drin bleiben könnte. Dafür müsste vorsorglich für Liga zwei gemeldet werden, das wird die DJK aber nicht tun. Es wird in der 3. Liga weitergehen.

Bis es so weit ist, haben die Delbrücker aber noch ein wichtiges Ziel: sich nicht ohne Sieg zu verabschieden. Vier Chancen sind noch da. Die erste bietet sich am Samstag (18 Uhr) beim ersten von drei Heimspielen hintereinander gegen den VC Bitterfeld-Wolfen. Im Hinspiel unterlagen die Delbrücker knapp im Tiebreak. Damals, Mitte November, machte diese Partie Hoffnung, dass die junge, neu formierte DJK in die Spur kommen würde. Es kam anders, aber immerhin macht jene Leistung Mut, dass es diesmal für den ersten Erfolg in dieser Saison reichen könnte. »Wir müssen es wieder genau so machen wie im Hinspiel. Vielleicht haben wir dann auch mal das Quäntchen Glück, um zu gewinnen«, hofft Delbrücks Trainer Uli Kussin. »Wir waren in Bitterfeld-Wolfen im Angriff extrem gut und aggressiv sowie sicher im Aufschlag«, erinnert sich Kussin. Ob das wiederholt werden kann?

"

Wir wollen die Spielzeit vernünftig zu Ende bringen.

Uli Kussin

"

Der Coach gibt zu, dass seine Mannschaft im Moment zwischen Lockerheit und Verunsicherung schwebt. »Das ist eine Mischung aus beidem. Es lässt aber keiner den Kopf hängen und hat die Saison schon abgeschrieben. Wir sind weiterhin mit Spaß dabei und wollen die Spielzeit vernünftig zu Ende bringen«, sagt Kussin, der am Samstag vermutlich seinen kompletten Kader dabei haben wird. Nur hinter dem Einsatz von Finn von Soldenhoff steht ein Fragezeichen. Der Außenangreifer fehlte schon vor einer Woche in Warnemünde wegen Krankheit.

Während es für die DJK noch um das große Ziel geht, nicht ohne Sieg abzusteigen, hat der Tabellenachte aus Sachsen-Anhalt keinen Druck und einen Lauf dazu. Von den vergangenen fünf Partien hat der VC vier gewonnen, lediglich beim Tabellenführer knapp im Tiebreak verloren. Also eine ähnliche Konstellation für Delbrück wie vor einer Woche gegen den Sechsten SV Warnemünde, der so locker drauf war und früh einknickende Delbrücker nach 66 Minuten mit 0:3 nach Hause schickte. Ruhe bewahren und kämpfen, heißt das Motto für die DJK, die sich bald für die 3. Liga neu ordnen muss.

Wie beim Kapitän sieht es auch beim Trainer nach Verlängerung aus

»Einen großen Umbruch wird es allerdings nicht geben«, sagt Kussin. »Die Mannschaft wird nicht auseinanderbrechen«, prognostiziert der Trainer. Gespräche dazu gab es jedoch noch keine. Beim Trainer geht die Tendenz, wie bei seinem Kapitän Johannes Grodde, der schon gesagt hat, dass er in der 3.Liga weitermacht, zur Vertragsverlängerung: »Aber da will ich nichts vorwegnehmen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6472811?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F4850628%2F